15.09.2026 - Weißenhorn
Mit einem innovativen Pilotprojekt wird die Entwicklung des 3D-Gebäudedrucks weiter vorangetrieben. Erstmals haben die Rupp Gebäudedruck GmbH und ihre Partner ein Modulhaus seiner Architekturserie „Ready4Space“ mit einem neuen mobilen 7-Achs-Drucksystem hergestellt. Gedruckt wurde das Modell „Pluto“, ein modernes Wohnmodul mit 23 Quadratmetern Wohnfläche, Satteldach und charakteristischer 3D-gedruckter Fassadenstruktur. Das Gebäude soll künftig Teil eines Modulhaus-Parks in der Region Weißenhorn werden.
Besonders bemerkenswert ist dabei die eingesetzte Technologie: Zum Einsatz kam ein mobiles 7-Achs-Drucksystem von Avenco, das offiziell in Partnerschaft mit KUKA entwickelt wurde. Gemeinsam mit der Misch- und Pumptechnik von m-tec mathis technik sowie einem innovativen Normbeton von quick-mix, einer Marke von Sievert, entstand innerhalb kurzer Zeit ein hochwertiges Wohnmodul aus dem Drucker.
„Unser Ziel ist es, den Gebäudedruck aus der Nische in die breite Anwendung zu bringen. Dafür brauchen wir Lösungen, die wirtschaftlich, flexibel und praxistauglich sind. Genau das zeigt dieses Projekt“, erklärt Michael Oßwald, Geschäftsführer der Rupp Gebäudedruck GmbH. „Mit dem neuen Drucksystem und einem normgerechten Beton schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Modulhäuser künftig noch effizienter und skalierbarer zu produzieren.“
Für Avenco markiert das Projekt einen bedeutenden Beweis für die Leistungsfähigkeit seiner mobilen 3D-Druckplattform. „Dieses Projekt bestätigt, was wir mit unserer mobilen 7-Achs-Roboter-Plattform beweisen wollten: dass konstruktionstauglicher 3D-Druck über feste Portale hinausgehen und auf echten, flexiblen Baustellen eingesetzt werden kann", sagt Berkay Doğan, Geschäftsführer von Avenco. „Gemeinsam mit KUKA und Rupp Gebäudedruck haben wir gezeigt, dass robotergestützte additive Fertigung bereit für den skalierbaren, alltäglichen Einsatz im Wohnungsbau ist - nicht nur als Proof of Concept."
Ein wichtiger Meilenstein des Projekts ist die Verwendung eines 3D-Recycling-Druckbetons. Während beim Gebäudedruck bislang häufig spezielle Rezepturen erforderlich waren, setzt das neue Verfahren auf einen innovativen Normbeton von quick-mix, der sich sicher, einfach und präzise verarbeiten lässt.
„Der Einsatz von Normbeton eröffnet neue Möglichkeiten für den 3D-Gebäudedruck“, sagt Michael Oßwald. „Die Technologie wird dadurch wirtschaftlicher und leichter verfügbar. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer breiteren Marktdurchdringung.“
Das gedruckte Modulhaus gehört zur Architekturserie „Ready4Space“, mit der Rupp Gebäudedruck hochwertige und flexibel nutzbare Modulgebäude anbietet. Die Einheiten eignen sich unter anderem als Gästehaus, Ferienhaus, Homeoffice, Wohnraumerweiterung oder für touristische Konzepte.
Das Modell „Pluto“ zählt zu den kompaktesten Varianten der Serie und zeigt exemplarisch, wie sich moderne Architektur, industriell vorgefertigte Prozesse und digitale Fertigung miteinander verbinden lassen. Die Außenwände wurden vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellt und verleihen dem Gebäude eine markante architektonische Optik.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten. Die Planung und Druckausführung lagen bei Rupp Gebäudedruck. Die Drucktechnologie stammt von Avenco in Partnerschaft mit KUKA. Für die Misch- und Pumptechnik zeichnete m-tec mathis technik verantwortlich, während quick-mix den verwendeten Normbeton entwickelte und bereitstellte. Der anschließende Ausbau des Moduls erfolgt nun durch die Rupp Gruppe.
„Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen“, betont Michael Oßwald. „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in starken Partnerschaften steckt. Gemeinsam entwickeln wir Technologien, die das Bauen schneller, flexibler und wirtschaftlicher machen können.“
Mit dem erfolgreichen Druck des ersten Moduls sehen die Projektpartner einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer industriell skalierbaren Fertigung von Wohn- und Modulgebäuden. Das Vorhaben in Weißenhorn soll zugleich als Referenzprojekt für zukünftige Anwendungen dienen und die Möglichkeiten moderner Drucktechnologien im Bauwesen sichtbar machen.
Quelle und Fotos: Rupp Gebäudedruck GmbH.
Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).
Jetzt Newsletter abonnieren!
Kammerwahl 2026
Sustainable Bavaria
Nachhaltig Planen und Bauen
Netzwerk junge Ingenieur:innen
Frauennetzwerk ingenieurinnen@bayika
Werde Ingenieur/in!
www.zukunft-ingenieur.de
Veranstaltungstipps
Einheitlicher Ansprechpartner
Berufsanerkennung
Professional recognition
Digitaltouren - Digitalforen
Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München