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Kostenfreie Broschüre: BIM in der Praxis - Anforderungen und Tipps

Jetzt den digitalen Wandel aktiv gestalten

10.09.2026 - München

Kostenfreie Broschüre: BIM in der Praxis - Anforderungen und Tipps

Building Information Modeling ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern Teil der Realität des Planens und Bauens. Mit der Broschüre „BIM in der Praxis - Anforderungen und Tipps“ gibt die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ihren Mitgliedern eine kompakte und praxisnahe Orientierung an die Hand. Sie zeigt, welche Chancen BIM bietet, welche Anforderungen damit verbunden sind - und warum Ingenieurbüros das Thema jetzt aktiv angehen sollten. Die Broschüre ist kostenfrei zum Download und in gedruckter Form erhältlich.

Digitalisierung beginnt mit klaren Prozessen

Im Zentrum von BIM steht das digitale Bauwerksmodell. Es macht Informationen zu Geometrie, Eigenschaften, Berechnungen, Mengen, Terminen und weiteren Projektdaten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks nutzbar - von der Planung über die Ausführung bis zum Betrieb. Entscheidend ist dabei nicht die Software allein, sondern die Qualität der Prozesse und die Fachkompetenz der Planenden.

Die Broschüre macht deutlich: Es gibt nicht den einen BIM-Prozess für alle Projekte. Anforderungen, Informationsbedarf und Datentiefe müssen frühzeitig zwischen Auftraggebern, Planenden und weiteren Projektbeteiligten geklärt werden. 

Wer BIM erfolgreich einsetzen will, braucht daher klare Ziele, verlässliche Standards und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Das digitale Bauwerksmodell ist der Kern, anhand dessen Informationen durch alle Lebensphasen des Bauwerks kommuniziert und genutzt werden. © Dr. Baumgärtner GmbH nach Siegfried Wenig, building SMART 
Das digitale Bauwerksmodell ist der Kern, anhand dessen Informationen durch alle Lebensphasen des Bauwerks kommuniziert und genutzt werden. © Dr. Baumgärtner GmbH nach Siegfried Wenig, building SMART

Mehr Transparenz, weniger Reibungsverluste

BIM kann Planungs- und Bauprozesse effizienter, nachvollziehbarer und besser koordinierbar machen. Digitale Modelle erleichtern die Abstimmung der Fachdisziplinen, unterstützen Kollisionsprüfungen und helfen, Planungsfehler frühzeitig zu erkennen. Damit steigen Planungsqualität und Verlässlichkeit - wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen.

Auch bei Mengen und Terminen schafft BIM zusätzliche Sicherheit. Modelle können um Zeit- und Kosteninformationen erweitert werden und Bauabläufe anschaulich machen. Zugleich bleibt der Blick realistisch: Baupreise schwanken weiterhin, und nicht jedes Detail muss modelliert werden. Maßgeblich ist, welche Informationen für den jeweiligen Anwendungsfall tatsächlich erforderlich sind.

Gewerkemodell Heizung. © IBF Ingenieurgesellschaft 
Gewerkemodell Heizung. © IBF Ingenieurgesellschaft
Gewerkemodell Technische Anlagen. © IBF Ingenieurgesellschaft 
Gewerkemodell Technische Anlagen. © IBF Ingenieurgesellschaft
 

Auftraggeber müssen Anforderungen klar definieren

Für Auftraggeber und Bauherren entfaltet BIM seinen Nutzen vor allem dann, wenn Projekte von Beginn an entsprechend aufgesetzt werden. Die Broschüre nennt unter anderem höhere Planungsqualität, präzisere Mengen- und Kostenermittlungen, Bauablaufsimulationen und bessere Datengrundlagen für den späteren Betrieb. Voraussetzung sind klare Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA). Sie legen fest, welche Ziele, Daten und digitalen Leistungen erwartet werden und bilden damit die Grundlage für Ausschreibung und Projektabwicklung.

Ebenso wichtig ist eine angemessene Honorierung. BIM kann zusätzliche Leistungen erfordern - etwa im BIM-Management oder bei der Koordination. Diese Leistungen müssen eindeutig beschrieben, vertraglich geregelt und fair vergütet werden.

Ingenieurbüros sollten jetzt Erfahrungen sammeln

Der praxisnahe Teil der Broschüre richtet sich besonders an Planerinnen und Planer. Die zentrale Empfehlung lautet: nicht abwarten, bis BIM zur zwingenden Projektanforderung wird, sondern den Einstieg aktiv vorbereiten. 

Dafür braucht es nicht sofort das große „Big-BIM“-Projekt. Schon einzelne Fachmodelle, Pilotprojekte oder klar abgegrenzte Anwendungsfälle können Prozesse verbessern und wertvolle Erfahrungen schaffen.

BIM-Ziele: Die grundsätzliche Zielsetzung der BIM-Methode ist es, den Prozess von der Planung bis in die Nutzung und somit im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken effizienter zu gestalten. © Dipl.-Ing. Elisabeth Aberger 
BIM-Ziele: Die grundsätzliche Zielsetzung der BIM-Methode ist es, den Prozess von der Planung bis in die Nutzung und somit im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken effizienter zu gestalten. © Dipl.-Ing. Elisabeth Aberger

Wie fange ich an? 7 gute Tipps für den Start mit BIM

  1. Ignorieren Sie das Thema nicht.
    Jetzt einsteigen: BIM-Kompetenz wird für viele Projekte zunehmend zur Voraussetzung.

  2. Fangen Sie klein an.
    Klein beginnen: Pilotprojekte und einzelne Anwendungsfälle schaffen Sicherheit.

  3. Holen Sie sich externe Beratung.
    Kompetenz aufbauen: Schulung, Beratung und klare Zuständigkeiten sparen Zeit und vermeiden Fehler.

  4. Strukturieren Sie Ihre Daten.
    Daten ordnen: Vorlagen, Modellierungsrichtlinien, Namenskonventionen und Bibliotheken sichern Qualität.

  5. Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter.
    Menschen qualifizieren: Gute Prozesse entstehen durch gut geschulte Teams - nicht durch Software allein.

  6. Denken Sie nicht in alten Mustern.
    Zusammenarbeit neu denken: BIM bedeutet „Wir statt Ich“ - mit früher Abstimmung und gemeinsamer Verantwortung.

  7. Geben Sie nach ersten Rückschlägen nicht auf.
    Aus Rückschlägen lernen: Erfahrungen aus Pilotprojekten sollten systematisch ausgewertet und weiterentwickelt werden.

Strukturiert einführen, dauerhaft profitieren

Die Einführung von BIM sollte schrittweise erfolgen: Wissen aufbauen, ein BIM-Team benennen, bestehende Prozesse analysieren, eigene Ziele und Anwendungsfälle definieren. 

Darauf aufbauend folgen geeignete Software, leistungsfähige Hardware, sichere Datenhaltung und klare Zugriffsrechte. Interne Standards für Modellierung, Datenmanagement, Versionierung und Austausch sind entscheidend, damit BIM nicht zur Insellösung wird, sondern dauerhaft Mehrwert schafft.

Fazit: BIM aktiv gestalten statt abwarten

Die Broschüre „BIM in der Praxis - Anforderungen und Tipps“ ist eine kompakte Handreichung für alle, die die digitale Transformation im Bauwesen praktisch angehen wollen. Die Publikation zeigt: BIM ist weniger eine Frage einzelner Programme als eine Frage von Prozessen, Datenqualität, Qualifikation und Zusammenarbeit. 

Für Ingenieurbüros ebenso wie für Auftraggeber gilt: Wer frühzeitig Strukturen schafft, Kompetenzen aufbaut und Erfahrungen sammelt, kann die Chancen der digitalen Planung aktiv nutzen - und Bauprojekte transparenter, effizienter und verlässlicher gestalten.

Download und Bestellung

Broschüre: BIM in der Praxis - Anforderungen und Tipps

Gedrucktes Exemplar bestellen (Lieferung ab Mitte/Ende Setember 2026)

Quelle: Bayerishe Ingenieurekammer-Bau, Text: Jan Struck, Titelfoto: Sergey Nivens / Adobe Stock, weitere Grafiken: Dr. Baumgärtner GmbH nach Siegfried Wenig, building SMART;  IBF Ingenieurgesellschaft; IBF Ingenieurgesellschaft; Dipl.-Ing. Elisabeth Aberger


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