24.08.2026 - Hannover
Welche innovativen Materialien brauchen wir im Zusammenhang mit Klimawandel und Zukunftsfähigkeit? Und wie kann belastbares Praxiswissen aus Schäden und kluge Schadenprävention dazu beitragen, dass Innovationen am Bau sicher gelingen? Der VHV-Bauschadenbericht Hochbau 2025/26 mit dem Titel „Innovation Material“ gibt einen Einblick in reale Schadenfälle von einer Vielzahl an wegweisenden, neuen Baumaterialien, die mittlerweile am Bau im Einsatz sind und enthält Beiträge von Experten rund um verantwortungsbewusstes, nachhaltiges und schadenfreies Bauen.
Die VHV Allgemeine Versicherung AG hat gemeinsam mit dem Institut für Bauforschung e.V. (IFB) für den Bericht mehr als 130.000 anonymisierte Datensätze aus der gewerblichen Haftpflichtversicherung aus den Jahren 2020 bis 2024 wissenschaftlich ausgewertet und aufbereitet. Aus diesen Daten wurden Schäden aus dem Bereich Hochbau selektiert, die als Grundlage für diesen Bericht dienen. Insgesamt sind es 48.212 Datensätze, die Schäden an Neubauprojekten sowie Sanierungsvorhaben und Umbauten im Bestand abbilden.
„Unsere Schadenstatistik zeigt, dass Innovation und Schadenrisiko eng zusammenhängen. Bereits getestete Materialien verhalten sich auf einer Baustelle manchmal anders als erwartet“, sagt Dr. Sebastian Reddemann, Sprecher des Vorstandes der VHV Allgemeine Versicherung AG. Die VHV Allgemeine setzt deswegen auf sorgfältige Erprobung, Praxisleitfäden und Weiterbildungsangebote für die ausführenden Gewerke sowie auf den ehrlichen Austausch über alles, was funktioniert und was nicht.
„Mit dem VHV-Bauschadenbericht wollen wir dazu beitragen, über die Entstehung von Schäden aufzuklären. Darüber hinaus schaffen wir durch unser Praxiswissen und unsere Schadenexpertise als Versicherer die Grundlage dafür, dass Innovationen am Bau sicher gelingen und neue Materialien ihr Potenzial entfalten können,“ so Dr. Sebastian Reddemann weiter.
Die Bauwirtschaft setzt zunehmend auf neue Baustoffe und Materialien - und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung. Zugleich gewinnt die Kreislaufwirtschaft am Bau weiter an Bedeutung.
Wer bewährte Werkstoffe intelligent mit modernen Materialien kombiniert, kann Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit, Umweltfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit von Bauwerken gezielt verbessern. So eröffnet etwa die Wiederverwendung von Ziegeln oder der erneute Einsatz vermeintlich veralteter Materialien wie Lehm neue Lösungen für komplexe bautechnische Anforderungen - insbesondere bei Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und bauphysikalischen Eigenschaften.
Die Schadenzahlen aus dem Bereich der Berufs- und Betriebshaftpflicht im Zeitraum 2020 bis 2024 steigen nahezu linear an, insgesamt um rund 4,5 Prozent.
Der Anstieg der Schadenfälle spiegelt die baukonjunkturelle Entwicklung in dem Betrachtungszeitraum des aktuellen VHV-Bauschadenberichts wider: In den Jahren 2020 und 2021 stieg das Bauvolumen an, gefolgt von einer pandemiebedingten Auftragsschwäche im Jahr 2022 und zu einem - durch den öffentlichen Hochbau - getragenen Aufschwung im Jahr 2023.
Genauso entwickelt sich der Schadenaufwand in dem genannten Betrachtungszeitraum. Insgesamt ist der Schadenaufwand um ein Drittel gestiegen, konkret um 34 Prozent.
Der soeben erschienene VHV-Bauschadenbericht 2025/26 ist der siebte Band der Bauschadenberichtreihe. Die VHV Allgemeine und das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) geben den VHV-Bauschadenbericht seit 2019 gemeinsam heraus. Er erscheint jährlich abwechselnd mit dem Schwerpunkt Hochbau und Tiefbau.
Download
VHV-Bauschadenbericht Hochbau 2025/26: Innovation Material
Hier können Sie die Bauschadenberichte der vergangenen Jahre herunterladen (Reiter „Publikationen“):
Quelle und Grafiken: VHV Gruppe
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