11.08.2026 - München / Hamburg
Dr.-Ing. Markus Hennecke, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, hat am 11. August.2026 ein Interview mit Julia-Niharika Sen vom NDR Hamburg zu dem Abriss des einsturzgefährdeten Hauses in der Holstenstraße in Hamburg geführt. Das Interview ist über den NDR Hamburg online abrufbar. Schauen Sie hier rein!
Am 23. Juli 2026 stellten Statiker massive Risse an dem historischen Gebäude in der Holstenstraße in Hamburg fest, woraufhin die Bewohner das Haus wegen akuter Einsturzgefahr räumen mussten.
Da sich der Zustand der Rückfassade in den Folgetagen weiter verschlimmerte und eine Sicherung unmöglich war, ordnete das Bezirksamt den Teilabriss an. Am 11. August begann ein Spezialbagger mit dem Abtragen des hinteren Gebäudeteils.
NDR-Interview mit Dr. Markus Hennecke: Abriss des einsturzgefährdeten Hauses in der Holstenstraße in Hamburg:
In der Holstenstraße in Hamburg-Altona ist ein fünfstöckiges Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1894 wegen akuter Einsturzgefahr teilweise abgerissen worden. Ausgangspunkt waren massive Risse an tragenden Bauteilen und ein deutliches Absacken der Holzbalkendecken, woraufhin zunächst 14 Bewohnerinnen und Bewohner evakuiert wurden.
Nach weiteren Prüfungen kam ein Statiker zu dem Ergebnis, dass der stark beschädigte rückwärtige Gebäudeteil nicht mehr abgestützt werden könne. Das Bezirksamt Altona ordnete daraufhin den Teilabriss an. Inzwischen wurden zusätzlich zwei Nachbargebäude geräumt, weil bei einem möglichen Einsturz auch dort Schäden nicht ausgeschlossen werden konnten.
Am 11. August 2026 begann der Abriss des Hinterhauses. Für die Mieterinnen und Mieter war dies besonders belastend, weil sie persönliche Gegenstände, Möbel, Kleidung und Kindersachen nicht mehr aus den Wohnungen holen konnten. Ein kurzzeitiger Zugang wurde aus Sicherheitsgründen untersagt. Nach NDR-Berichten konnte lediglich der Baggerfahrer vor dem Abriss noch einmal mit Polizeibegleitung prüfen, ob das Haus leer war, und einige Bausäcke mit Kinderkleidung und Spielsachen sichern.
Unklar ist weiterhin, wer für die Verluste der Mieterinnen und Mieter aufkommt und ob der vordere Gebäudeteil gerettet werden kann. Mehrere Statiker prüften nach dem Abriss das Vorderhaus. Zugleich steht ein mögliches juristisches Nachspiel im Raum: Die Polizei prüft laut NDR einen Hinweis auf mögliche baurechtliche Verstöße durch den Eigentümer.
Mieterinnen und Mieter erheben schwere Vorwürfe gegen den Eigentümer und berichten, bereits seit Monaten auf Risse hingewiesen zu haben. Der Eigentümer weist diese Vorwürfe über seinen Anwalt zurück und erklärte zuvor, gemeldete Mängel seien geprüft und bei Bedarf behoben worden. Der Fall hat inzwischen auch eine politische Debatte über strengere Kontrollen von Wohngebäuden ausgelöst.
Hier können Sie sich das NDR-Interview mit Dr. Markus Hennecke zum Abriss des einsturzgefährdeten Hauses in der Holstenstraße in Hamburg ansehen:
Quellen: NDR, Tagesschau, Hamburger Morgenpost, Fotos: NDR Hamburg
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