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Hitzestress in Städten: Konsequenzen des „Nichthandelns“

Kostenfreie Publikation des BBSR - Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

22.07.2026 - Bonn

Hitzestress in Städten: Konsequenzen des „Nichthandelns“

Hitze ist mehr als ein Gesundheitsrisiko. Sie belastet unsere Städte auf vielfältige Weise: von der Mobilität über die technische Infrastruktur bis hin zu Stadtgrün, Wirtschaft und sozialer Teilhabe. Die neue Publikation „Hitzestress in Städten: Konsequenzen des „Nichthandelns“ des BBSR zeigt, welche Folgen ausbleibende Hitzevorsorge für Städte und Gemeinden sowie ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben kann. Wer heute nicht vorsorgt, muss morgen mit erheblichen gesundheitlichen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen rechnen.

Zunehmende Hitzebelastung bedeutet eine ernstzunehmende Gefährdung für Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Gerade in Bezug auf die menschliche Gesundheit werden die mit Hitzestress verbundenen Klimarisiken bereits heute als „hoch“ eingeschätzt, wenn Anpassungsmaßnahmen unterbleiben.

Welche Konsequenzen hat das Nichthandeln in Zeiten zunehmender thermischer Belastung? Mit dieser Fragestellung befasst sich die vorliegende Publikation. Sie entstand im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfelds Urban Heat Labs. Ziel ist es, die potenziellen Auswirkungen mangelnder Anpassung in zentralen städtischen Handlungsfeldern sichtbar zu machen und damit das Bewusstsein für die Dringlichkeit vorausschauender Planung zu schärfen.

„Hitzevorsorge ist eine Querschnittsaufgabe. Gebäude, Freiräume, Mobilität, technische Infrastruktur und Stadtgrün beeinflussen sich gegenseitig. Wer diese Zusammenhänge frühzeitig berücksichtigt, kann Maßnahmen besser aufeinander abstimmen und Städte langfristig widerstandsfähiger gegenüber Hitze machen“, sagt Stephanie Haury vom Referat RS 2 „Stadtentwicklung“ am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Die Publikation macht deutlich:

  • Mobilität gerät unter Druck: 
    Überhitzte Straßen, Wege und Haltestellen schränken die Nutzbarkeit des öffentlichen Raums ein und können zusätzlichen Autoverkehr fördern.

  • Infrastrukturen werden anfälliger: 
    Straßen, Schienen, Stromnetze und technische Anlagen leiden unter hohen Temperaturen. Instandhaltungsaufwand und Betriebskosten steigen.

  • Soziale Ungleichheiten nehmen zu: 
    Besonders ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte und Menschen mit geringeren finanziellen Ressourcen sind von überhitzten Wohnungen und fehlenden kühlen Aufenthaltsorten betroffen.

  • Stadtgrün verliert an Kühlwirkung: 
    Hitze und Trockenheit schwächen Bäume und Grünflächen – und damit eine der wichtigsten natürlichen Maßnahmen gegen die Überhitzung der Stadt.

  • Auch die Wirtschaft ist betroffen: 
    Hohe Temperaturen erschweren die Arbeitsbedingungen, erhöhen den Kühlbedarf von Gebäuden und führen langfristig zu zusätzlichen Betriebs- und Energiekosten.

Download

Die Publikation steht ab sofort zum kostenfreien Download bereit:

Hitzestress in Städten: Konsequenzen des „Nichthandelns“

Urban Heat Labs - Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden

Die Publikation entstand im ExWoSt-Forschungsfeld „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“. In den Urban Heat Labs entwickeln Modellkommunen gemeinsam mit Partnern Strategien und Lösungen, um Quartiere und Gebäude klimaresilient zu gestalten und Hitzevorsorge dauerhaft in Planung und Stadtentwicklung zu verankern.

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/exwost/jahr/2024/urban-heat-labs/01-start.html

Quelle: BBSR - Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Fotos: BBSR (eigene Bearbeitung, detaillierte Fotonachweise in der Publikation), agl/feinware 2025

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