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Innovative Speicheranlage an der Technischen Hochschule Deggendorf

Staatsminister Bernreiter beeindruckt von Vorzeigeprojekt der Energiewende

16.04.2026 - Deggendorf

Sehr angetan von der PV-Energiespeicherlösung der THD: Staatsminister Christian Bernreiter (2. v. r.) mit Projektleiter Stefan Unertl (rechts) und Hochschulpräsident Prof. Waldemar Berg. Foto: THD 
Sehr angetan von der PV-Energiespeicherlösung der THD: Staatsminister Christian Bernreiter (2. v. r.) mit Projektleiter Stefan Unertl (rechts) und Hochschulpräsident Prof. Waldemar Berg. Foto: THD

Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat mit der Fertigstellung einer innovativen Speicheranlage in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer Campus-Gebäude einen bedeutenden Schritt in Richtung Energiewende gemacht. Am 20. März besichtigte Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, die Anlage und zeigte sich beeindruckt von der technischen Umsetzung und den nachhaltigen Lösungsansätzen, die Vorbildcharakter in ganz Bayern haben könnten.

Das Projekt adressiert ein zentrales Problem der Energiewende: den sogenannten Re-Dispatch 2.0, also die Abriegelung der Einspeisung, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. In den Jahren 2024 und 2025 musste beispielsweise die Stadt Deggendorf aufgrund von Netzüberlastungen rund 800 Stunden PV-Energie abregeln – mehr als die Hälfte der erzeugten Solarenergie ging verloren. Die THD hat sich mit ihrer neuen Speicherlösung von solchen Energieverlusten weitgehend unabhängig gemacht und den Nutzen aus der Leistungsfähigkeit ihrer Solaranlagen maximiert.

Technische Herausforderungen und innovative Lösungen

„Die Umsetzung des Projekts erforderte das Überspringen einer Reihe von technischen, finanziellen und bürokratischen Hürden“, erklärt Dr. Stefanie Duarte Fernandes, THD-Vize-Kanzlerin und unter anderem Leiterin des Bereiches Bau/Liegenschaften. Nach intensiver Planung und Prüfung verschiedener Speichertechnologien habe sich die Hochschule für eine Lösung entschieden, bei der die Speicher täglich gefüllt und entleert werden.

Projektleiter Stefan Unertl erklärt dazu, dass „das Auffinden eines geeigneten Herstellers, der einerseits den komplexen technischen Anforderungen genügt und zugleich alle Daten in einer Cloud in Deutschland sichert, tatsächlich nicht einfach war.“ Auch sei die Installation der Speicher – jeder mit einem Gewicht von über drei Tonnen – eine große Herausforderung gewesen.

Was den Präsidenten der THD, Prof. Waldemar Berg, besonders stolz macht, sei der Umstand, dass bei der Planung des Projekts auch Ideen eigener Professoren, wie etwa von Prof. Dr.-Ing. Otto Kreuzer, einem Experten für Leistungselektronik, in die Planung eingeflossen seien.

„Der Forschungs- und Technologietransfer gehört zur DNA einer unternehmerischen Hochschule wie der THD. Und in diesem Fall ist dieser Transfer aus dem Labor in die Anwendung quasi im eigenen Haus passiert“, so Berg. Dabei muss es allerdings nicht bleiben.

Staatsminister Bernreiter lobt Vorzeigeprojekt

Staatsminister Bernreiter zeigte sich bei seinem Besuch sehr beeindruckt von der Speicheranlage und ihrer Funktionsweise. Er hob die Bedeutung solcher Projekte für die Energiewende hervor: „Die THD hat hier ein Vorzeigeprojekt geschaffen, das nicht nur technische Exzellenz beweist, sondern auch zeigt, wie Hochschulen aktiv zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können.“

Mit der neuen Speicheranlage setzt die THD ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation und zeigt, wie Forschung und Praxis erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Quelle und Fotos: Technische Hochschule Deggendorf (THD)

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