16.04.2026 - Berlin
Zu der in der Koalitionsklausur beschlossenen Entlastungsprämie in Höhe von erklärt Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft: „Die Ergebnisse der Koalitionsklausur sind für die Bau- und Ausbauwirtschaft schlicht enttäuschend. Statt dringend benötigter Entlastungen für die Betriebe liefert die Bundesregierung das Gegenteil: Sie wälzt die Kosten ihrer Maßnahmen einseitig auf die Unternehmen ab. Die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte mag politisch gut klingen - wirtschaftlich ist sie für viele Betriebe realitätsfern."
Marcus Nachbauer sagte weiter: "Angesichts explodierender Material- und Rohstoffkosten arbeiten zahlreiche Unternehmen längst an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Die steigenden Insolvenzzahlen zeigen unmissverständlich, wie ernst die Lage ist. Für viele Betriebe ist eine solche Prämie schlicht nicht finanzierbar.
Es gilt ein einfacher Grundsatz: Verteilt werden kann nur, was zuvor erwirtschaftet wurde. Wer das ignoriert, gefährdet Arbeitsplätze und unternehmerische Substanz.
Die Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter ist zwar überfällig und ein richtiger Schritt. Doch sie kommt spät und reicht bei weitem nicht aus. Trotz dieser Maßnahme bleibt der wirtschaftliche Druck auf Verbraucher und Betriebe hoch.
Klar ist: Ohne schnelle strukturelle Maßnahmen - von einer Ausweitung des Energieangebots bis hin zu tragfähigen Sozialversicherungen - droht dem Standort ein weiterer Verlust an Wettbewerbsfähigkeit.“
© Quelle: Bundesvereinigung Bauwirtschaft (GbR), Foto: Mummert-und-Ibold / AdobeStock
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