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12 Prozent mehr Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern im ersten Quartal 2026

Anstieg der Baugenehmigungen in den Landkreisen um 17,2 Prozent

12.05.2026 - Fürth / Schweinfurt

12 Prozent mehr Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern im ersten Quartal 2026

Von Januar bis März 2026 werden in Bayern insgesamt 15325 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Nach Auskunft des Bayerischen Landesamts für Statistik steigt das Genehmigungsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 12,1 Prozent beziehungsweise 1659 Wohnungen. Die Wohnungsbaugenehmigungen steigen im Vorjahresvergleich in den Landkreisen um 17,2 Prozent, in den Großstädten um 14,1 Prozent. Im Jahr 2025 zählte der Bauüberhang in Bayern insgesamt 182615 Wohnungen.

In Bayern werden von Januar bis März 2026 Baugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungen) für insgesamt 15325 Wohnungen bewilligt. Nach Mitteilung der Fachgruppe im Bayerischen Landesamt für Statistik steigt die Zahl der Wohnungsbaufreigaben damit um 1659 Wohnungen beziehungsweise 12,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.

Eine Aufgliederung nach Gebäudearten zeigt, dass neue Zweifamilienhäuser mit 42 Prozent (+278) einen besonders starken Anstieg verzeichnen. Wohngebäude mit genau einer Wohnung, also Einfamilienhäuser, legen um 16,5 Prozent (+463) zu, während sich das Genehmigungsvolumen für Wohnungen in neuen Wohnheimen um 73,2 Prozent (-752) verringert. Antragsbewilligungen für Mehrfamilienhäuser steigen um 15,9 Prozent (+1069).

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis März 2025 und 2026. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik 
Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis März 2025 und 2026. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik

Regionale Unterschiede offenbaren sich am deutlichsten bei den bayerischen Regierungsbezirken. In drei von sieben Regierungsbezirken sinkt das Genehmigungsvolumen, in Oberfranken ist der Rückgang mit 19,2 Prozent am stärksten, gefolgt von Niederbayern mit 4,1 Prozent und Schwaben mit 2,5 Prozent. 

In Oberbayern (18,8 Prozent), der Oberpfalz (6,0 Prozent) und Unterfranken (28,8 Prozent) steigt die Anzahl der genehmigten Wohnungen gegenüber 2025 an. In Mittelfranken ist mit 42,6 Prozent der Anstieg von genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum am höchsten. 

In den Großstädten erhöhen sich die Wohnungsbaugenehmigungen um 14,1 Prozent, während die kreisfreien Städte mit 0,5 Prozent kaum einen Zuwachs verzeichnen. In den Landkreisen steigt das Genehmigungsvolumen um 17,2 Prozent.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht Baugenehmigungen in Bayern im März 2026.

Genehmigte Wohnungen in kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern von Januar bis März 2026. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik 
Genehmigte Wohnungen in kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern von Januar bis März 2026. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik

Bauüberhang in Bayern: Über 182 000 Wohnungen mit Bauerlaubnis zum Jahresende noch nicht fertiggestellt

Baufortschritt insbesondere im Eigenheimbereich hoch

Der Bauüberhang erfasst, wie viele Bauvorhaben am Jahresende genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt sind. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik zählt der Bauüberhang 2025 in Bayern insgesamt 182615 Wohnungen. Bei rund der Hälfte der Wohnungen im Wohnneubau ist Ende 2025 noch kein Baubeginn registriert. Bereits im Bau, aber „noch nicht unter Dach“, sind ein Viertel der Wohnungen. Am weitesten fortgeschritten mit dem Bauzustand „unter Dach“ sind etwa ein Viertel der geplanten Wohnungen.

Nach den Ergebnissen der jährlichen Bauüberhangsstatistik stehen in Bayern am 31. Dezember 2025 für insgesamt 182615 erteilte Wohnungsbaugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungen) noch Fertigstellungsmeldungen aus. Der aktuelle Bauüberhang liegt laut Fachgruppe im Bayerischen Landesamt für Statistik um 333 Wohnungen beziehungsweise 0,2 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau.

Die in Bayern zum Jahreswechsel im Bauüberhang befindlichen Wohnungen sind mit einem Anteil von 83,8 Prozent bzw. 152951 Wohnungen überwiegend in neuen Gebäuden geplant. Weitere 16,2 Prozent der Wohnungen sollen durch Baumaßnahmen im Gebäudebestand realisiert werden. Wohnungen in vorwiegend gewerblich genutzten Immobilien spielen zahlenmäßig - im Neubau mit einem Anteil von 2,4 Prozent - nur eine untergeordnete Rolle.

Baufortschritt im Eigenheimbereich höher als bei Mehrfamilienhäusern

Bei etwa der Hälfte der Neubau-Wohnungen im Bauüberhang ist zum Jahresende 2025 noch nicht mit dem Bau begonnen worden (53,2 Prozent). Ein Viertel der geplanten Wohnungen im Neubau sind in der Bauphase, aber noch nicht rohbaufertig (24,9 Prozent), und ungefähr ein weiteres Viertel ist bereits „unter Dach“ (21,9 Prozent).

In Ein- und Zweifamilienhäusern sind bereits mehr Wohnungen „unter Dach“ als im Geschosswohnungsbau. Der Anteil beträgt 28,3 Prozent bei Einfamilienhäusern, 31,3 Prozent bei Zweifamilienhäusern und 18,9 Prozent bei Mehrfamilienhäusern.

Die Bauüberhangsstatistik gibt ferner darüber Auskunft, dass in Bayern 6684 vormals geplante Wohnungen nicht mehr gebaut werden. Deren Baugenehmigung ist im Jahresverlauf 2025 erloschen.

Mehr Ergebnisse auf regionaler Ebene enthält der Statistische Bericht Bauüberhang in Bayern am 31. Dezember 2025.

Bauüberhang an Wohn- und Nichtwohngebäuden in Bayern am 31. Dezember 2025. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik 
Bauüberhang an Wohn- und Nichtwohngebäuden in Bayern am 31. Dezember 2025. Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik

Quelle und Grafiken: Bayerisches Landesamt für Statistik

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