22.04.2026 - Nürnberg
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau trauert um Dipl. Ing. (Univ) Heidi Aschl, die am 22. April 2026 im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Aschl war der Kammer seit ihrer Gründung eng verbunden und gestaltete diese aktiv mit. Sie war Mitglied der allerersten Vertreterversammlung - als eine von nur drei Frauen - und wurde 1995 erstmals in den Vorstand der Kammer gewählt. 2003 wurde sie dann Präsidentin der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Damit war sie nicht nur die erste bayerische Frau, die eine Ingenieurekammer führte, sie war sogar deutschlandweit die erste Ingenieurin in dieser Funktion. Das Amt der Präsidentin der BayIka-Bau hatte sie bis 2007 inne.
Heidi Aschl war seit 1995 auch Mitglied des BDB, Bund Deutscher Baumeister, sowie Mitglied des Kuratoriums des Architekturmuseums der TU München. An der TUM hatte sie auch studiert und 1982 mit dem Diplom im Bauingenieurwesen abgeschlossen. Nachdem sie zehn Jahre lang in leitender Funktion in der deutschen Niederlassung eines britischen Baukonzerns tätig war, trat sie 1993 in das Ingenieurbüro ihres Vaters Alois Aschl (Aschl Consult GmbH) ein, das sie in der Folge auch leitete.
2011 erhielt
Heidi Aschl aus der Hand des damaligen bayerischen Staatsministers
für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang
Heubisch, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland. Mit der Ehrung
wurde ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement
für die Belange der im Bauwesen tätigen Ingenieure
gewürdigt. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren die Weiterentwicklung
der HOAI im Interesse des Verbraucherschutzes
und der Baukultur. Große Verdienste erwarb sie
sich auch mit dem Einsatz für die Vereinfachung und Vereinheitlichung
des Berufsausübungsrechts für Ingenieure.
Bei der Einführung der Studienabschlüsse Bachelor und
Master galt ihr Einsatz dem Erhalt der Qualität der Studentenausbildung.
"Mit Heidi Aschl verliert die Kammer eine engagierte Persönlichkeit, die früh den Wert einer berufsständischen Vertretung der Ingenieurinnen und Ingenieure erkannte. Sie stellte sich über viele Jahre mit hohem zeitlichen und persönlichen Einsatz in den Dienst der Kammer und trug maßgeblich zur positiven Entwicklung der Kammer bei. Wir werden unserer ehemaligen Präsidentin Heidi Aschl stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden", sagt Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.
Foto: privat
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