Mitreden. Mitgestalten.

Profitieren Sie von den Vorteilen der Mitgliedschaft!

 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
Mitreden. Mitgestalten.
Mitreden. Mitgestalten.

Profitieren Sie von den Vorteilen der Mitgliedschaft!

17
18
19

Schockstarre auf dem Bau im Januar 2023

Investoren treten auf die Bremse – Auftragseingang eingebrochen.

27.03.2023 - Berlin / Wiesbaden

Schockstarre auf dem Bau im Januar 2023

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Januar 2023 im Vergleich zum Vormonat ein Orderminus von 5,8 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang preisbereinigt um 21 %, im Wohnungsbau - angesichts der rückläufigen Baugenehmigungen - sogar um 32,7 % eingebrochen. Die rückläufigen Aufträge des Vorjahres haben sich im Januar auch auf die Umsätze ausgewirkt, die im gesamten Bauhauptgewerbe um real 9,5 % zurückgegangen sind. Dies werde sich in den kommenden Monaten fortsetzen, schließlich klagt aktuell schon jedes vierte Bauunternehmen über Auftragsmangel.

„Die Investoren treten zu Jahresbeginn auf die Bau-Bremse. Die starken Preis- und Zinssteigerungen haben die Verunsicherung weiter verstärkt. Wir hoffen, dass sich die Schockstarre bald löst, unsere Auftragsbestände werden nicht mehr lange reichen, um die Bauunternehmen auszulasten. Dabei ist der Bedarf an Wohn-, Energie- und Verkehrsinfrastrukturen so groß wie nie.“ Mit diesen Worten kommentierte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, die Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. „Der Bau wird gebraucht, heute und in Zukunft. Deshalb ist es regelrecht absurd, dass vereinzelt Bauunternehmen aufgrund schwindender Aufträge überlegen müssen, ihr Personal in Kurzarbeit zu schicken.“

Laut der Bundesagentur für Arbeit hätten im Februar 395 Unternehmen des Baugewerbes für 2.660 Personen Kurzarbeit angezeigt, im Februar 2022 sei dies nicht notwendig gewesen. 

Müller weiter: „Nicht nur der Wohnungsbau ist betroffen, auch der Straßenbau ist mit einem deutlichen Orderminus von real 24,3 % ins neue Jahr gestartet, nach einem Minus von bereits 6,1 % im Gesamtjahr 2022. Öffentliche Auftraggeber können angesichts der Preissteigerungen bei gleichen Haushaltsbudgets immer weniger investieren. Dabei haben die Bauunternehmen lediglich die gestiegenen Material- und Energiekosten weitergegeben.“

Schließlich läge der Anteil des Materialverbrauchs am Bruttoproduktionswert im Straßenbau bei überdurchschnittlichen 26 % und der Preis für Bitumen sei - trotz des Preisrückgangs seit Sommer vergangenen Jahres - im Jahresdurchschnitt 2022 um 39 % gestiegen.

„Öffentliche Investitionen müssen endlich den gestiegenen Kosten angepasst werden. Und damit wir mit Deutschlandgeschwindigkeit bauen können, muss zudem der Koalitionsstreit zur Planungsbeschleunigung beigelegt werden. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft müssen sich auf intakte Straßen, Schienen und Energienetze verlassen können. Sonst schadet die Politik dem Standort Deutschland“, betonte Müller.

Die Straße bleibe dabei Verkehrsträger Nummer 1, allein deshalb, da das Bahnnetz verdoppelt werden müsste, um nur zehn % der Straßengüterverkehre auf die Schiene zu verlagern. Mehr noch: Mit kaputten Straßen lasse sich auch der Ausbau von Windenergie nicht erreichen. „Unsere Schwerlasttransporte kommen kaum noch über Deutschlands Brücken“, erklärte Müller.

Quelle und Grafik: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. / Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit, des ifo Instituts sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Statistisches Bundesamt

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Januar 2023: -5,8 % zum Vormonat

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,8 % gesunken. Dabei fiel der Rückgang im Tiefbau mit -4,4 % geringer aus als im Hochbau mit -7,2 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 21,0 %. Einen größeren Rückgang zum Jahresbeginn hatte es zuletzt im Januar 2009 gegeben (-21,8 % gegenüber Januar 2008).

Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag im Januar 2023 mit einem Volumen von 6,6 Milliarden Euro um 5,5 % unter dem Vorjahresniveau.

Realer Umsatz im Vorjahresvergleich rückläufig

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 % zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 5,8 % auf 5,2 Milliarden Euro.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im Januar 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 %.

Auftragsbestand im Jahr 2022 real um 4,5 % niedriger als ein Jahr zuvor

Ergebnisse zum Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe liegen aktuell bis zum Jahresende 2022 vor: Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand sank im Jahr 2022 um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Nominal (nicht preisbereinigt) lag das Volumen des Auftragsbestands Ende 2022 bei 68,3 Milliarden Euro.

Am stärksten ging der der reale Auftragsbestand im Wohnungsbau mit einem Minus von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Dies war der erste Rückgang in dieser Bauart in einem Kalenderjahr seit 2009 (-3,5 %). Die Abwärtsdynamik im Auftragsbestand des Wohnungsbaus hat sich im Jahresverlauf 2022 zum 4. Quartal hin auf -17,8 % zum Vorjahresquartal beschleunigt (1. Quartal: -2,1 %; 2. Quartal -6,9 %; 3. Quartal: -10,5 %).

Quelle und Grafik: Statistisches Bundesamt

Beitrag weiterempfehlen

Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).

5 gute Gründe für die Mitgliedschaft

Die Kammer auf Social Media

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei LinkedIn: #bayika-bau
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau auf Instagram #bayikabau
 
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei Facebook @BayIkaBau   #BayIkaBau
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei XING #bayerischeingenieurekammer-bau
 
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei YouTube
 

Jetzt Newsletter abonnieren!

Newsletter abonnieren und immer auf dem Laufenden bleiben - Grafik: Web Buttons Inc /  Fotolia

Frage des Monats

Für das kommende Mittelstandsforum wünsche ich mir Vorträge zu (Mehrfachnennung möglich):
Werbung für Ingenieurbüros
Neue Wege gegen den Fachkräftemangel
Honorare
Büroorganisation
Mitarbeitende halten

Frühere Ergebnisse

Sustainable Bavaria

Sustainable Bavaria

Nachhaltig Planen und Bauen

Klimaschutz - Nachhaltig Planen und Bauen

Digitaltouren - Digitalforen

Digitaltouren - Digitalforen - Jetzt kostenfei ansehen

Netzwerk junge Ingenieure

Netzwerk junge Ingenieure

Werde Ingenieur/in!

www.zukunft-ingenieur.de

www.zukunft-ingenieur.de

Veranstaltungstipps

Veranstaltungstipps

Beratung und Service

Beratung und Serviceleistungen - Foto: © denisismagilov / fotolia.com

Planer- und Ingenieursuche

Planer- und Ingenieursuche - Die Experten-Datenbank im bayerischen Bauwesen

Für Schüler und Studierende

Infos für Schüler und Studierende - © Foto: Drubig Photo / Fotolia.com

Einheitlicher Ansprechpartner

Einheitlicher Ansprechpartner

Berufsanerkennung
Professional recognition

Berufsanerkennung

BayIKA-Portal / Mitgliederbereich

Anschrift

Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München