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Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2022: Minus 5,5 % zum Vormonat

Auftragseingänge im 1. Halbjahr 2022 real um 3,5 % niedriger als im Vorjahreszeitraum

26.08.2022 - Berlin

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2022: Minus 5,5 % zum Vormonat

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % gegenüber Mai 2022 gesunken. Auch im Vorjahresvergleich zum Juni 2021 ging der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang deutlich zurück, und zwar um 11,2 %. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang jedoch aufgrund der gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 8,6 Milliarden Euro 4,1 % über dem Vorjahresniveau.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Juni 2022
-5,5 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt)
-11,2 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
+4,1 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Umsatz im Bauhauptgewerbe, Juni 2022
-11,3 % zum Vorjahresmonat (real)
+6,2 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 3,5 %, während sie nominal um 11,9 % stiegen.

Realer Umsatz im Vorjahresvergleich ebenfalls rückläufig

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,3 % zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 6,2 % auf 9,5 Milliarden Euro.

Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 2,7 % und stiegen nominal um 12,6 %.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 %.


Kommentare

Zentralverband Deutsches Baugewerbe: Preisentwicklung für Bauleistungen drückt auf die Nachfrage

Nach den am 25.08.2022 veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Juni real um ca. 13 % gegenüber dem Vorjahreswert nachgegeben. Besonders deutlich fällt dabei der Rückgang im Hochbau mit ca. 18 % aus, dabei im Wohnungsbau mit ca. 17 %, aber auch der Straßenbau erreicht mit ca. -11 % nicht annähernd den Vorjahreswert. Das Auftragsvolumen liegt im ersten Halbjahr insgesamt bei 51 Mrd. Euro, was einem nominalen Zuwachs von ca. 12 % entspricht, real einem Rückgang um ca. 3 %.

„In den letzten Monaten haben sich schon bei der Beantragung von Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutliche Bremsspuren gezeigt. Insbesondere der Eigenheimbau ist von der Preis- und Zinsentwicklung gezeichnet. Während institutionelle Anleger ihre Projekte zu Ende bringen, stoßen die privaten Häuslebauer mit ihren Budgets zunehmend an Grenzen. Und die Förderkulisse für das kommende Jahr ist nicht annähernd bekannt. Hier werden wir in den nächsten Monaten noch deutliche Einschläge sehen“, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe zu den aktuellen Meldungen.

Pakleppa weiter: „Der Wohnungsneubau wird vor allem durch einen Mix aus steigenden Materialpreisen, fühlbar gestiegenen Zinsen, der hohen Inflation und der deutlich zurück gefahrenen Förderung stark belastet. Dadurch rückt das Ziel, im Jahr 400.000 Wohnungen zu errichten, in weite Ferne. Trotz hoher Nachfrage droht die Baukonjunktur ausgebremst zu werden. Investitionen brauchen aber Sicherheit und Stabilität. Beides ist derzeit nicht vorhanden. Und wir brauchen Entlastung an der Preisfront und keine weiteren Belastungen. Gerät die Baukonjunktur außer Tritt, geht die wichtigste Stütze der Konjunktur insgesamt verloren. Die stark gestiegenen Energiepreise belasten nicht nur die Bürgerinnen und Bürger zunehmend, sondern auch die heimische Wirtschaft, die es aufgrund der hohen Energiekosten immer schwerer hat, wettbewerbsfähig Waren und Dienstleistungen anzubieten. Will man aber Bürger und Wirtschaft bei den Energiekosten entlasten, ist eine Erhöhung der CO2- Umlage zum Januar 2023 widersinnig. Die Preise für Baumaterialien bewegen sich auf einem historisch hohen Niveau. Der Erzeugerpreisindex für Baustahl liegt noch immer gut 23 % über Vorjahresniveau. Auch hierzulande gewonnene oder produzierte mineralische Baustoffe kosten aufgrund der hohen Energiepreise derzeit 15 % mehr als vor einem Jahr. Das wiederum treibt die Baupreise.“

Ausweislich der Daten des Statistischen Bundesamtes haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im ersten Halbjahr des Jahres 2022 ca. 46,5 Mrd. Euro umgesetzt. Dies entspricht einer nominalen Steigerung um ca. 12,6 % und real einem Rückgang um 2,7 % zum Vorjahresniveau. Trotz einknickender Nachfrage halten die Unternehmen am Fachkräfteaufbau fest. Der Zuwachs liegt zum Halbjahr bei ca. 10.000 Beschäftigten.

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie: Auftraggeber treten auf die Bremse

„Immer mehr Auftraggeber treten auf die Investitionsbremse. Angesichts des dringenden Modernisierungsbedarfs unserer Infrastruktur und dem hohen Bedarf an Wohnraum ist das ein folgenschweres Signal. An unseren Verkehrswegen, Schulen und Wohngebäuden dürfen wir nicht sparen.“ Mit diesen Worten kommentierte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Vom Ordereinbruch sei nach wie vor der Wohnungsbau mit einem realen Einbruch im Juni von 16,6 bzw. im gesamten ersten Halbjahr von 7,1 Prozent am stärksten betroffen. „Neben der hohen Baukosten und steigenden Zinsen müssen private Bauherren auch noch die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten stemmen. Da entscheiden sich derzeit doch einige gegen den Hausbau. Aber auch bei institutionellen Investoren werden etliche Wohnungsbauprojekte auf den Prüfstand gestellt und erst einmal verschoben. Eine Entspannung für den angespannten Wohnungsmarkt wird es so nicht geben.“

Müller weiter: „Im Gegensatz zum Vormonat, in dem der Wirtschafts- und der Öffentliche Bau die Lage etwas entspannt haben, wird für Juni auch hier ein realer Orderrückgang ausgewiesen. Insbesondere der Wirtschaftshochbau ist eingebrochen. Die Verunsicherung scheint nun auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie der Dienstleistungsbranche erreicht zu haben.“ Demgegenüber hätten der Wirtschaftstiefbau – der zum großen Teil von der Bahn dominiert wird – sowie der Öffentliche Hochbau entgegen dem Branchentrend zugelegt. Dies hätte aber nicht ausgereicht, um die Rückgänge in den anderen Sparten auszugleichen.

Auch der Umsatz sei weiter im Minus: „Die schwache Auftragslage aber auch die nach wie vor vorhandenen Lieferengpässe haben die Umsätze im Juni preisbereinigt um 11,3 Prozent zurückgehen lassen. Für das erste Halbjahr wird damit mittlerweile ein reales Minus von 2,7 Prozent ausgewiesen“, fasst Müller die baukonjunkturelle Lage zusammen.

Quellen: Destatis, ZDB, HDB, Fotos: Destatis, ZDB, HDB

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