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In Gedenken an Dr.-Ing. Marita Kersken-Bradley

* 12. Dezember 1949 - † 19. September 2021

02.11.2021 - München

In Gedenken an Dr.-Ing. Marita Kersken-Bradley

Die Kersken + Kirchner GmbH trauert um Frau Dr. Marita Kersken-Bradley. Die Gründerin des Ingenieurbüros war am 19. September 2021 verstorben. Dr.-Ing. Marita Kersken-Bradley war die erste verantwortliche Sachverständige (später Prüfsachverständige) für Brandschutz in Bayern (1999-2017). Der Vorstand und die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Marita Kersken-Bradley wurde 1949 in Chicago, USA geboren. Sie studierte nach dem Abitur Bauingenieurwesen an der TU München. Das Studium konnte sie dort im Jahre 1974 mit Erfolg abschließen. Im Anschluss war sie wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Baukonstruktion und Holzbau, ebenfalls an der TU München in der Fakultät Bau- und Vermessungswesen. Sie promovierte 1981 als erste Frau der Fakultät zum Thema der Zuverlässigkeitstheorie von Bauwerken.

Ihre weiteren Stationen führten sie zu Dyckerhoff & Widmann in München über das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin, bis sie schließlich 1984 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und seither als Beratende Ingenieurin im Brandschutz arbeitete. Mit ihrer Expertise und durch ihre Tätigkeit prägte sie das damals noch junge Fach des Brandschutzingenieurwesens maßgeblich und nachhaltig. Sie wirkte sowohl in der Projektleitung in nationalen und europäischen Forschungsvorhaben als auch bereits in der Fachplanung Brandschutz mit. Insbesondere in den 80er und 90er Jahren begleitete sie die Brandschutzplanungen und die Umsetzung von Großbauvorhaben, wie Kernkraftwerke.

Durch ihr Dissertationsthema inspiriert, wirkte sie maßgebend bei der Entwicklung des fachübergreifenden semiprobabilistischen Sicherheitskonzepts mit, das seither auch die Grundlage des Sicherheitskonzeptes der Eurocodes bildet. Ab den späten 1970er Jahren veröffentlichte sie u.a. zusammen mit der AGB - Arbeitsgemeinschaft Brandsicherheit zahlreiche Fachbeiträge, wie die Neuberechnung der Wärmeabzugsfaktoren, zu den Abbrandfaktoren, den Kommentar zur DIN18230 „Baulicher Brandschutz im Industriebau“, 1979 , die Beiträge zur statistischen Ermittlung der Brandentstehungshäufigkeit und die zur quantitativen Bewertung von Rettungswegen in der Automobilindustrie. Ferner bilden Ihre Fachbeiträge eine Grundlage für die Validierung von Rechenprogrammen. Mit ihrem Beitrag zu der Veröffentlichung „Auslegungssystematik für den baulichen Brandschutz“, erschienen 1983 als 4. Band in der Kult-Reihe „Brandschutz im Bauwesen“, trug sie maßgeblich zur Entwicklung des modernen Brandschutzingenieurwesens bei.

Auch im Rahmen ihrer weiteren Tätigkeit widmete sie sich der Forschung, so u.a. zu Flucht- und Rettungswegen in der Automobilindustrie, 1989, oder für das Deutsche Institut für Bautechnik – zum Thema „Berechnung von Entleerungszeiten für Fallbeispiele“ in 2006.

Große Verdienste erwarb sie für unseren Berufsstand mit der Veröffentlichung „Brandschutz (auch) als Ingenieuraufgabe“ in 1996 und mit der sich darauf begründenden Publikation für den Verband beratender Ingenieure zusammen mit der Ingenieurekammer Berlin zum ersten konsolidierten Leistungsbild zur Brandschutzplanung.

Hinzu kamen Tätigkeiten in verschiedenen Normen- und Sachverständigenausschüssen, z.B. Mitgliedschaft im Normenausschuss für die DIN 18230 - Brandschutz im Industriebau und im Koordinierungsausschuss des DIN/ NA Bau.

Als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für baulichen Brandschutz – in der Zeit von 1989 bis 2017 - war sie neben zahlreichen Gerichtsgutachten auch in der gutachterlichen Aufarbeitung der Brandkatastrophe am Flughafen Düsseldorf von 1996 beteiligt.

Als Lehrbeauftragte hatte sie einen Lehrauftrag für Brandschutz in den Jahren 1990 und 1991 an der Technischen Universität Darmstadt und an der Universität Stuttgart in den Folgejahren bis 1994.

Auch auf dem Gebiet der Brandschutzprüfung war sie Pionierin, war sie doch die erste verantwortliche Sachverständige (später Prüfsachverständige) für Brandschutz in Bayern (1999-2017). Qualitätssichernd für den Berufsstand wirkte sie durch ihre langjährige Mitarbeit im Prüfungsausschuss für die Anerkennung von Prüfsachverständigen für Brandschutz an der Bayerischen Architektenkammer mit.

Im Jahr 1998 gründete sie mit Udo Kirchner die Kersken + Kirchner GmbH, welche sie mit Herzblut nahezu rund um die Uhr über 20 Jahre führte und das Ingenieurbüro so zu einer renommierten Brandschutzmanufaktur mit heute 20 Ingenieuren ausbaute. Neben der fachlichen Leitung war sie für alle Mitarbeiter stets eine gute Rat- und Ideengeberin, weit über das Berufliche und den Feierabend hinaus; Sätze wie „Ich habe gerade keine Zeit“ waren in ihrem Wortschatz ihren Mitarbeitern gegenüber non-existent.

Auch nach Übergabe der Geschäftsführung im Jahr 2018 brachte sie ihr Engagement und ihre wertvollen Erfahrungen ein. Ein fließender Generationswechsel und die Fortführung ihres beruflichen Lebenswerks in ihrem Sinne waren ihr bis zuletzt eine Herzensangelegenheit.

Mit Dr.-Ing. Marita Kersken-Bradley verlieren die Kersken + Kirchner GmbH sowie die Fachwelt eine einzigartige, durch und durch der Wissenschaft verschriebene Brandschutzgröße der ersten Stunde. Die feierliche Beisetzung findet im engsten Freundes- und Familienkreis statt. Der Vorstand und die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau werden Dr.-Ing. Marita Kersken-Bradley ein ehrendes Andenken bewahren.

Quelle:Kersken + Kirchner GmbH, Foto: Feuertrutz, eigene Bearbeitung

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