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Kreislaufwirtschaft Bau übergibt Monitoring-Bericht „Mineralische Bauabfälle“

Rund 90 Prozent aller mineralischen Bauabfälle umweltverträglich werden verwertet

13.03.2021 - Berlin

Kreislaufwirtschaft Bau übergibt Monitoring-Bericht „Mineralische Bauabfälle“

Die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau veröffentlicht alle zwei Jahre Monitoring-Berichte mit den Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle. Der aktuelle und inzwischen 12. Bericht basiert auf den amtlichen Daten des Jahres 2018. Jetzt hat das Bundesbauministerium den neuen Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau entgegengenommen.

„Die Bauwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung unserer politischen Ziele. Gemeinsam treiben wir die Energiewende, den Bau von Wohnungen und Gewerbegebäuden sowie die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur voran. Die derzeitigen Rahmenbedingungen von Bund und Ländern ermöglichten es der Baustoff-, Bau- und Entsorgungswirtschaft, ihre Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die europäischen Ziele sogar zu übertreffen. Bundesweit einheitliche Regelungen sollen es den Wirtschaftsakteuren auch zukünftig ermöglichen, durch Kreislaufwirtschaft, Recycling und Wiederverwertung einen zentralen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten“, erklärte Anne Katrin Bohle (Foto oben links), Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat (BMI), bei der Entgegennahme des Monitoring-Berichts „Mineralische Bauabfälle“.

Monitoring-Bericht „Mineralische Bauabfälle“

Bericht Mineralische Bauabfälle Monitoring 2018

Seit 1996 veröffentlicht die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau im Zweijahresturnus Monitoring-Berichte mit den Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle.

Der aktuelle und inzwischen 12. Bericht basiert auf den amtlichen Daten des Jahres 2018 und enthält auch eine Übersicht über die Entwicklung der mineralischen Bauabfallströme in den vergangenen zwei Dekaden.

Download

Bericht Mineralische Bauabfälle Monitoring 2018

„Mineralische Bauabfälle werden heute nahezu vollständig wiederverwertet und im Stoffkreislauf gehalten. Dadurch werden Deponien entlastet und Primärrohstoffe geschont. Über 12 Prozent des Bedarfs an Gesteinskörnungen werden inzwischen durch Recycling-Baustoffe gedeckt“, erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden, Michael Basten. „Von den knapp 219 Mio. Tonnen mineralischen Bauabfällen, die 2018 anfielen, wurden über 196 Mio. Tonnen bzw. etwa 90 Prozent einer umweltverträglichen Verwertung zugeführt. Mit einer Verwertungsquote von insgesamt knapp 95 Prozent bei den Fraktionen ohne Bodenaushub, für die die EU-Abfallrahmenrichtlinie eine mindestens 70-prozentige Verwertung fordert, erfüllt die Initiative deutlich ambitioniertere Ziele.“

Grafik: Mineraliche Bauabfälle 2018

„Unsere Unternehmen leisten u. a. im Infrastrukturbereich einen vorbildlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Ressourcenschutz. So werden im Straßenbau heute etwa 98 Prozent des Aufbruchmaterials verwertet. Das Material wird praktisch vollständig ortsnah recycelt und als Baumaterial wieder eingebaut. Unsere Unternehmen haben mit großem Erfolg in innovative Gewinnungs- und Recyclingtechnologien investiert“, erklärte René Hagemann-Miksits, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die aktuellen Verwertungserfolge.

„Wir stellen durch unser Gütesiegel sicher, dass hochwertige Recyclingbaustoffe auf dem Markt verfügbar sind, die den hohen Anforderungen des Boden- und Grundwasserschutzes gerecht werden. Nun muss insbesondere die öffentliche Hand diese Materialien bei Ausschreibungen stärker nachfragen“, erläuterte Christine Buddenbohm, Geschäftsführerin der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe.

Mantelverordnung soll bundeseinheitliche Regelungen schaffen

Mit der Mantelverordnung sollen erstmalig bundeseinheitliche Regelungen zum Umgang mit mineralischen Sekundärrohstoffen geschaffen werden. „Vor dem Hintergrund knapper werdender Primärressourcen gilt es, die Einsatzmöglichkeiten für mineralische Abfälle sowie der daraus hergestellten hochwertigen Ersatzbaustoffe zu nutzen und auszubauen. Als Wirtschaftsverbände plädieren wir für eine Förderung der Kreislaufwirtschaft durch verbesserte Rahmenbedingungen für den Absatz und insbesondere die Akzeptanz. Mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz besteht eine erste Grundlage für ein echtes Green Public Procurement, auch wenn diese für die öffentlichen Beschaffer noch nachgeschärft werden sollte,“ erklärte Peter Kurth, Geschäftsführender Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft.

„Dabei müssen bundeseinheitliche Regelungen nicht nur ökologisch und ökonomisch ausgewogen, sondern auch praxistauglich für Baustellen sein und gleichzeitig weitere Ziele der Bundesregierung, wie das bezahlbare Bauen und Wohnen, unterstützen“, führte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, aus.

„Mit dem selektiven Rückbau und der konsequenten Getrennthaltung von Bau- und Abbruchabfällen werden die richtigen Weichen für die Herstellung qualitätsgesicherter Sekundärbaustoffe gestellt. Durch einen Produktstatus für Sekundärrohstoffe würden zudem die Absatzmärkte unterstützt“, ist sich Andreas Pocha, Geschäftsführer des Deutschen Abbruchverbandes, sicher.

„Moderne Recyclingtechnologien sind der Schlüssel, um gemischt anfallende Abfallströme zukünftig noch besser verwerten zu können. Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet sollten daher weiter intensiviert werden“, plädierte Friedrich Mörig, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe, für weitere Förderangebote im Recyclingsektor.

Die Monitoring-Berichte „Mineralische Bauabfälle“ stehen kostenlos im Internet zur Verfügung:

www.kreislaufwirtschaft-bau.de

Quelle, Fotos und Grafik: Kreislaufwirtschaft Bau / Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V., Titelfoto: Monika Stawowy / PxHere

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