Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2016

Konjunkturumfrage 2015 - Ergebnisse

Die berufspolitische Situation von Ingenieuren und  Ingenieurbüros positiv zu beeinflussen ist Aufgabe und Ziel der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Als „Große Kammer“,  die alle bayerischen Ingenieure aus Bauwesen, Freien  Berufen  und  öffentlichem Dienst unter ihrem Dach vereint, vertreten wir ihre Anliegen in Politik, Wirtschaft,  Verwaltung  und  Öffentlichkeit mit einer Stimme.

Die  Grundlage  für diese Tätigkeit sind aktuelle Daten über  die Leistungen unserer  Mitglieder und die Veränderungen  in den Ingenieurbüros in den vergangenen Jahren. Deswegen führen wir regelmäßig eine bayernweite Konjunkturumfrage  durch. 

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2016 (PDF)


Gute Geschäfts- und Auftragslage, aber  Ingenieurmangel bleibt ein Problem


Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage wird von den bayerischen Ingenieurbüros positiv eingeschätzt und hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Auch die derzeitige Ertragslage wird von der Mehrheit der Büros als gut oder befriedigend eingeschätzt.

Jedoch zeichnen sich trotz der überwiegend positiven Gesamteinschätzung auch negative Entwicklungen ab. So bleibt der Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt ein Problem. Rund 43 Prozent der befragten Ingenieurbüros haben offene Stellen zu besetzen und mit 66 Prozent geben rund zwei Drittel der Büros an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben.

Das geht aus der Konjunkturumfrage 2016 hervor, welche die Bayerische Ingenieurekammer-Bau unter ihren rund 6.500 Mitgliedern durchgeführt hat. Darunter sind rund 3400 Inhaber von Ingenieurbüros und freiberuflich sowie gewerblich tätige Ingenieure. An der Konjunkturumfrage 2016 haben 458 Inhaber von Ingenieurbüros und Ingenieure teilgenommen.

Geschäfts- und Auftragslage


Die allgemeine Geschäftslage ihres Planungsbüros bewerten 80 Prozent der Teilnehmer als gut. 18 Prozent der Befragten bewerten die allgemeine Geschäftslage als befriedigend und 2 Prozent als schlecht.

Das derzeitige Auftragsvolumen wird von 77 Prozent als gut eingeschätzt, 21 Prozent bewerten das Auftragsvolumen als befriedigend und 2 Prozent als schlecht.

Für das Jahr 2016 gehen jedoch 33 Prozent von einem steigenden Auftragsvolumen aus. 50 Prozent rechnet mit einem gleichbleibenden und 7 Prozent mit einem sinkenden Auftragsvolumen.

Umsatzentwicklung und Ertragslage


Der durchschnittliche Honorarumsatz netto lag im Jahr 2015 bei 37 Prozent der Büros und Unternehmen unter 250 Tsd. Euro. Bei 27 Prozent lag er zwischen 250 Tsd. Euro und 1 Mio. Euro und bei 28 Prozent zwischen 1 und 5 Mio. Euro. Bei 7 Prozent lag der Honorarumsatz bei mehr als 5 Mio. Euro.

Für das Jahr 2016 rechnen 31 Prozent mit steigenden Umsätzen. Die Mehrheit von 58 Prozent geht von gleich bleibenden und 10 Prozent von sinkenden Umsätzen aus.

Die derzeitige Ertragslage wird von 55 Prozent als gut eingeschätzt, 40 Prozent bewerten ihre aktuelle Ertragslage als befriedigend und 5 Prozent als schlecht.

Für das Jahr 2016 rechnen 24 Prozent mit einer Verbesserung ihrer Ertragslage. 68 Prozent gehen davon aus, dass sich an ihrer Ertragslage nichts ändern wird und 8 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.


Investitionen


Die Ingenieurbüros investieren konsequent und nachhaltig in die Zukunft: Im Jahr 2016 planen 30 Prozent der Befragten, ihre Investitionen weiter zu steigern, bei 61 Prozent werden sie gleich bleiben und bei 9 Prozent sinken.


Beschäftigung, Mitarbeiterentwicklung, offene Stellen und Einstiegsgehälter


Die Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden bayerischen Ingenieurbüros haben bis zu 5 Mitarbeiter (49 Prozent). 29 Prozent beschäftigen zwischen 6 und 20 Mitarbeiter, weitere 14 Prozent haben 21 bis 50 Mitarbeiter nur 9 Prozent mehr als 51 Mitarbeiter.

Für das Jahr 2016 planen 30 Prozent, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen. 68 Prozent rechnen mit keiner Veränderung und 2 Prozent mit einer Verringerung.

43 Prozent der befragten Ingenieurbüros haben offene Stellen und zwei Drittel (66 Prozent) der Büros haben Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen. Hier zeigt sich, dass sich der gerade bei den Ingenieuren im Bauwesen seit einigen Jahren bestehende Mangel an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt den bayerischen Ingenieurbüros weiter Schwierigkeiten bereitet. Obwohl die Zahl der Absolventen im Bereich Bauingenieurwesen ansteigt, liegt der Einstellungsbedarf weiterhin deutlich über den Absolventenzahlen.

Die durchschnittlichen Bruttoeinstiegsgehälter für Bachelor-Absolventen (40 Stunden Woche, inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld) verteilen sich wie folgt: 22 Prozent der Bachelor-Absolventen erhalten ein Einstiegsgehalt von unter 30.000 Euro, 29 Prozent zwischen 30.000 und 35.000 Euro, 34 Prozent zwischen 35.000 und 40.000 Euro und 14 Prozent über 40.000 Euro.

Bei den Master-Absolventen wird tendenziell ein höheres Einstiegsgehalt gezahlt: Nur 6 Prozent der Master-Absolventen erhalten ein Einstiegsgehalt von unter 30.000 Euro, 20 Prozent zwischen 30.000 und 35.000 Euro, 33 Prozent zwischen 35.000 und 40.000 Euro und 41 Prozent über 40.000 Euro.

Öffentliche und private Auftraggeber, Auslandsaufträge


Der Anteil der öffentlichen Auftraggeber verteilt sich unterschiedlich. 12 Prozent haben gar keine öffentlichen Aufträge, bei 28 Prozent der Umfrageteilnehmer beträgt der Anteil der öffentlichen Auftraggeber bis zu 20 Prozent, bei 40 Prozent liegt der Anteil zwischen 20 und 60 Prozent. 29 Prozent gaben an, dass über 60 Prozent aller Aufträge aus der öffentlichen Hand stammen.

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen 45 Prozent als gut, 46 Prozent als befriedigend und 9 Prozent als schlecht. Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggebern wird etwas besser beurteilt: 53 Prozent beurteilen sie als gut, 43 als befriedigend und 5 Prozent als schlecht.

Der Anteil der Aufträge aus dem Ausland bietet nach wie vor noch unerschlossenes Potenzial. Knapp ein Drittel der Teilnehmer (29 Prozent) haben Auslandsaufträge, die große Mehrheit mit 71 Prozent aller Teilnehmer gab an, keine Auslandsaufträge zu haben.

Rechtsform und Fachbereiche


Bei der Rechtsform der Planungsbüros stehen „Freier Beruf“ (48 Prozent) und die GmbH (39 Prozent) an der Spitze. 5 Prozent sind Partnergesellschaften, jeweils 3 Prozent sind Aktiengesellschaften oder Sonstige und  2 Prozent Partnerschaftsgesellschaften mit beschränkter Berufshaftung.

Fachbereiche

52 Prozent der befragten Planungsbüros sind im Konstruktiven Ingenieur- und Hochbau tätig, 21 Prozent arbeiten im Sachverständigenwesen bzw. führen Gutachtertätigkeiten durch.

Im Bereich Baubetrieb und Objektüberwachung sind 20 Prozent der Befragten tätig. 19 Prozent arbeiten im Bereich Wasser, Abfall, Abwasser und 18 Prozent im Bereich Verkehrswesen und Raumplanung.

17 Prozent arbeiten im Bereich Technische Ausrüstung, 16 Prozent im Bereich Bauphysik, 15 Prozent im Bereich Projekt- und Objektmanagement und 14 Prozent im Bereich SiGeKo.

Je 13 Prozent sind in den Bereichen Vermessung/Geoinformatik sowie der Gebäude- und Sanierungsplanung tätig. Darauf folgen Umwelt und Energie mit 10 Prozent, Elektrotechnik mit 7 Prozent und Geotechnik mit 5 Prozent.

Fazit: Positive Geschäfts- und Auftragslage, aber Ingenieurmangel gefährdet Marktchancen


Die aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Situation wird von den bayerischen Ingenieurbüros positiv eingeschätzt. Das belegen die Zahlen zur Geschäfts- und Auftragslage. Auch bei den Geschäftserwartungen für das Jahr 2016 stellt sich die Situation vorwiegend optimistisch dar.

Große Sorgen bereitet den Ingenieur- und Planungsbüros jedoch weiterhin die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Rund zwei Drittel der Büros geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. Der beträchtliche Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt gefährdet  so das wirtschaftliche Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen.

Gerade vor dem Hintergrund einer sehr guten Auftragslage können Marktchancen nicht genutzt werden. Dies beeinträchtigt Attraktivität und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und könnten sich damit als Wachstumsbremse - mit negativen Folgen für das Gemeinwesen und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern - erweisen.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau belegt, wie wichtig die Arbeit der Ingenieure für die Gesellschaft und die Wirtschaft ist: Die 71.000 Ingenieurbüros in Deutschland verzeichnen beinahe 56 Milliarden Euro Umsatz. Dabei steuern die bayerischen Ingenieurbüros mit knapp 11 Milliarden Euro ein Fünftel des bundesweiten Umsatzes bei. In Bayern verzeichnen sie mit ihren rund 81.000 Arbeitsplätzen die höchste Beschäftigung in den technologieorientierten wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen.

Die mittelständischen Ingenieurbüros in Deutschland betreuen dabei Bauinvestitionen von rund 217 Mrd. Euro und beschäftigen mehr als 300.000 Menschen. Etwa 60.000 jungen Menschen geben sie durch Ausbildungsplätze, Praktikanten- und Diplomandenstellen eine Perspektive.

(Quellen: Eigene  Daten, Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistisches Bundesamt, Bundesingenieurkammer, VBI, VDI)


Grafiken und Statistiken


Geschäfts- und Auftragslage

Ihre allgemeine Geschäftslage ist
Ihre allgemeine Geschäftslage ist
Ihr derzeitiges Auftragsvolumen ist
Ihr derzeitiges Auftragsvolumen ist
Im Jahr 2016 wird Ihr Auftragsvolumen
Im Jahr 2014 ist Ihr Auftragsvolumen

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Honorarumsatz Netto (in Euro) im Jahr 2015
Honorarumsatz Netto (in Euro) im Jahr 2014
Im Jahr 2016 werden Ihre Umsätze
Im Jahr 2015 werden Ihre Umsätze
Ihre derzeitige Ertragslage ist
Ihre derzeitige Ertragslage ist
Im Jahr 2016 wird sich Ihre Ertragslage
Im Jahr 2015 wird sich Ihre Ertragslage

Investitionen

Im Jahr 2016 werden Ihre Investitionsausgaben
Im Jahr 2015 werden Ihre Investitionsausgaben

Beschäftigung, Mitarbeiterentwicklung und offene Stellen

Sie beschäftigen derzeit insgesamt
Sie beschäftigen derzeit insgesamt
Im Jahr 2016 wird sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Im Jahr 2015 wird sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Haben Sie derzeit offene Stellen?
Haben Sie derzeit offene Stellen?
Haben Sie Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen?
Haben Sie Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen?
Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt für BACHELOR-Absolventen:
(40 Stunden Woche, inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld)
Konjunktur

Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt für MASTER-Absolventen:
(40 Stunden Woche, inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld)

Konjunktur

Öffentliche und private Auftraggeber, Auslandsaufträge

Der Anteil an Aufträgen öffentlicher Auftraggeber beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Der Anteil an Aufträgen öffentlicher Auftraggeber beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggeber beurteilen Sie als
Der Anteil an Auslandsaufträgen beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Der Anteil an Auslandsaufträgen beträgt (bitte Schätzwerte angeben):

Rechtsform / Fachbereiche

Rechtsform
Rechtsform

Sie arbeiten hauptsächlich in den Fachbereichen (mehrere Antworten möglich)

Sie arbeiten hauptsächlich in den Fachbereichen (mehrere Antworten möglich)



Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation

Deutscher Zukunftspreis geht an Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach

Bundesingenieurkammer

Ingenieure in Deutschland weiterhin sehr gefragt

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure unverzichtbar für Planungsqualität

Hendricks: "Honorarordnung ist ein wichtiges und unverzichtbares Instrument zur Sicherung einer hohen Planungsqualität"

Slowenische Ingenieurkammer

Mag. Črtomir Remec wieder zum Präsidenten gewählt

Prof. Dr.-Ing. habil. Nobert Gebbeken ist neuer Präsident

Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau hat neuen Vorstand gewählt

 

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