Die Folgen des Hochwassers

Nicht jeder Riss gefährdet die Standsicherheit von Gebäuden

 

03.06.2013  -  München

In den letzten Tagen hat sich die Hochwasserlage in Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt dramatisch zugespitzt. Einige Regionen haben Katastrophenalarm ausgelöst und mancherorts werden neue Pegel-Höchststände erwartet. Welche Schäden das Hochwasser angerichtet hat, wird sich konkret erst zeigen, wenn die betroffenen Gebäude wieder betreten werden können. Der Katastrophenschutzexperte und 2. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieure-kammer-Bau, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gebbeken, hat jedoch auch eine gute Nachricht: „Nicht jeder Riss gefährdet die Standsicherheit von Gebäuden“.

„Sobald die Pegelstände zurückgegangen sind, muss untersucht wer-den, ob die betroffenen Gebäude in ihrer Standsicherheit beeinträch-tigt sind und vielleicht Einsturzgefahr besteht“, sagt Professor Gebbeken. „Bei der Begutachtung der Gebäude sollte man insbesondere auf Risse in den Wänden achten. Doch Riss ist nicht gleich Riss. Nicht jeder Riss bedeutet, dass die Standsicherheit des Gebäudes gefährdet ist. Wie groß der Schaden ist, können im Bauwesen tätige Ingenieure mit Spezialgebiet Statik einschätzen. Ich empfehle allen Betroffenen, einen Experten hinzuzuziehen – zur eigenen Sicherheit und um die Schäden richtig einzuschätzen“, erläutert der Katastrophenschutzexperte.

Fachleute können vor Ort auch Tipps geben, wie Gebäude abzustützen sind und wie Trümmer weggeräumt werden sollen, damit bei den Aufräumarbeiten nicht noch weitere Schäden entstehen. Bei der Frage, wie man die Feuchtigkeit in den Gebäuden richtig trocknet, wissen Bauphysiker Bescheid. Wer sich fachkundigen Rat holt, kann Schimmel- und Folgeschäden vermeiden oder zumindest stark eindämmen.

Professor Gebbeken steht als Experte der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau für Interviews zum Thema Katastrophenschutz und Standsicherheit zur Verfügung. Den Kontakt vermittelt auf Anfrage die Pressereferentin der Kammer, die unter Tel. 089/419434-27 bzw. s.amtmann@bayika.de zu erreichen ist.

Pressemitteilung (pdf)

 

 

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