Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015

Konjunkturumfrage 2015 - Ergebnisse


Die Konjunkturumfrage 2015 ist beendet. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die Mitwirkung.

Die berufspolitische Situation von Ingenieuren und  Ingenieurbüros positiv zu beeinflussen ist Aufgabe und Ziel der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Als „Große Kammer“,  die alle bayerischen Ingenieure aus Bauwesen, Freien  Berufen  und  öffentlichem Dienst unter ihrem Dach vereint, vertreten wir ihre Anliegen in Politik, Wirtschaft,  Verwaltung  und  Öffentlichkeit mit einer Stimme.

Die  Grundlage  für diese Tätigkeit sind aktuelle Daten über  die Leistungen unserer  Mitglieder und die Veränderungen  in den Ingenieurbüros in den vergangenen Jahren. Deswegen führen wir regelmäßig eine bayernweite Konjunkturumfrage  durch. 

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015 (PDF)

Gute Geschäfts- und Auftragslage - Gedämpfte Geschäftserwartungen für 2015 - Ingenieurmangel


Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage wird von den bayerischen Ingenieurbüros grundsätzlich positiv eingeschätzt. Jedoch zeichnen sich trotz der überwiegend positiven Gesamteinschätzung auch negative Entwicklungen ab. Während die Auftrags- und Ertragslage im Jahr 2014 von der Mehrheit noch hauptsächlich als gut bis zufriedenstellend beurteilt wurde, zeichnet sich bei den Geschäftserwartungen für 2015 eine Abschwächung ab. Auch der Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt bleibt ein Problem. Rund 43 Prozent der befragten Ingenieurbüros haben offene Stellen zu besetzen und mit 68 Prozent geben über zwei Drittel der Büros an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben.

Das geht aus der Konjunkturumfrage 2015 hervor, welche die Bayerische Ingenieurekammer-Bau unter ihren rund 6.400 Mitglieder durchgeführt hat. Darunter sind 3400 Inhaber von Ingenieurbüros und freiberuflich sowie gewerblich tätige Ingenieure. An der Konjunkturumfrage 2015 haben 365 Inhaber von Ingenieurbüros und Ingenieure teilgenommen.

Geschäfts- und Auftragslage


Die allgemeine Geschäftslage ihres Planungsbüros bewerten 73 Prozent der Teilnehmer als gut. 26 Prozent der Befragten bewerten die allgemeine Geschäftslage als befriedigend und 2 Prozent als schlecht.

Das derzeitige Auftragsvolumen wird von 69 Prozent als gut eingeschätzt, 28 Prozent bewerten das Auftragsvolumen als befriedigend und 4 Prozent als schlecht.

Im zurückliegenden Jahr 2014 ist das Auftragsvolumen bei 48 Prozent gestiegen, bei 46 Prozent gleich geblieben und bei 6 Prozent gesunken. Für das Jahr 2015 gehen jedoch nur 33 Prozent von einem steigenden Auftragsvolumen aus. 54 Prozent rechnet mit einem gleichbleibenden und 13 Prozent mit einem sinkenden Auftragsvolumen.

Umsatzentwicklung und Ertragslage


Die Umsätze der Ingenieurbüros sind im vergangenen Jahr 2014 bei 51 Prozent der Befragten gestiegen. Bei 40 Prozent sind sie gleich geblieben und bei 9 Prozent gesunken.
Der durchschnittliche Honorarumsatz netto lag im Jahr 2014 bei 36 Prozent der Büros und Unternehmen unter 250 Tsd. Euro. Bei 33 Prozent lag er zwischen 250 Tsd. Euro und 1 Mio. Euro und bei 24 Prozent zwischen 1 und 5 Mio. Euro. Bei 6 Prozent lag der Honorarumsatz bei mehr als 5 Mio. Euro.

Für das Jahr 2015 rechnen nur noch 32 Prozent mit steigenden Umsätzen. Die Mehrheit von 54 Prozent geht von gleich bleibenden und 14 Prozent von sinkenden Umsätzen aus.

Die derzeitige Ertragslage wird von 51 Prozent als gut eingeschätzt, 44 Prozent bewerten ihre aktuelle Ertragslage als befriedigend und 4 Prozent als schlecht.

Im zurückliegenden Jahr 2014 hat sich die Ertragslage bei 43 Prozent verbessert, bei 47 Prozent nicht verändert und bei 10 Prozent ist sie gleich geblieben. Für das Jahr 2015 rechnen jedoch nur 29 mit einer Verbesserung ihrer Ertragslage. 61 Prozent gehen davon aus, dass sich an ihrer Ertragslage nichts ändern wird und 11 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Investitionen


Trotz der sich abzeichnenden Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung investieren die Ingenieurbüros konsequent und nachhaltig in die Zukunft: Bei 36 Prozent der Teilnehmer sind die Investitionsausgaben im Jahr 2014 gestiegen, bei 58 Prozent gleich geblieben und nur bei 6 Prozent gesunken. Im Jahr 2015 planen 30 Prozent der Befragten, ihre Investitionen weiter zu steigern, bei 59 Prozent werden sie gleich bleiben und bei 10 Prozent sinken.

Beschäftigung, Mitarbeiterentwicklung und offene Stellen


Die Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden bayerischen Ingenieurbüros haben bis zu 5 Mitarbeiter (51 Prozent). 31 Prozent beschäftigen zwischen 6 und 20 Mitarbeiter, weitere 16 Prozent haben 21 bis 100 Mitarbeiter und nur 2 Prozent mehr als 100 Mitarbeitern.

Im Jahr 2014 hat sich bei 32 Prozent der Planungsbüros die Zahl der Mitarbeiter erhöht, bei 61 Prozent hat sie sich nicht verändert und bei 7 Prozent verringert. Für das Jahr 2015 planen 27 Prozent, ihre Mittarbeiterzahl zu erhöhen. 70 Prozent rechnen mit keiner Veränderung und 3 Prozent mit einer Verringerung.

43 Prozent der befragten Ingenieurbüros haben offene Stellen und über zwei Drittel (68 Prozent) der Büros haben Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen. Hier zeigt sich, dass sich der gerade bei den Ingenieuren im Bauwesen seit einigen Jahren bestehende Mangel an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt den bayerischen Ingenieurbüros weiter Schwierigkeiten bereitet. Obwohl die Zahl der Absolventen im Bereich Bauingenieurwesen langsam wieder ansteigt, liegt der Einstellungsbedarf weiterhin deutlich über den Absolventenzahlen.

Öffentliche und private Auftraggeber, Auslandsaufträge


Der Anteil der öffentlichen Auftraggeber verteilt sich unterschiedlich. 13 Prozent haben gar keine öffentlichen Aufträge, bei 28 Prozent der Umfrageteilnehmer beträgt der Anteil der öffentlichen Auftraggeber bis zu 20 Prozent, bei 35 Prozent liegt der Anteil zwischen 20 und 60 Prozent. 23 Prozent gaben an, dass über 60 Prozent aller Aufträge aus der öffentlichen Hand stammen.

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen 48 Prozent als gut, 44 Prozent als befriedigend und 8 Prozent als schlecht. Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggeber wird etwas besser beurteilt: 52 Prozent beurteilen sie als gut, 43 als befriedigend und 5 Prozent als schlecht.

Der Anteil der Aufträge aus dem Ausland bietet nach wie vor noch unerschlossenes Potenzial. Rund ein Drittel der Teilnehmer (34 Prozent) haben Auslandsaufträge, die große Mehrheit mit 66 Prozent aller Teilnehmer gab an, keine Auslandsaufträge zu haben.

Rechtsform und Fachbereiche


Bei der Rechtsform der Planungsbüros stehen „Freier Beruf“ (44 Prozent) und die GmbH (40 Prozent) an der Spitze. 9 Prozent sind Partnergesellschaften, 2 Prozent Aktiengesellschaften sowie 5 Prozent Sonstige.

Die Verteilung auf die Fachbereiche ergibt folgendes Bild: 59 Prozent der befragten Planungsbüros sind im Konstruktiven Ingenieur- und Hochbau tätig, 22 Prozent arbeiten im Sachverständigenwesen bzw. führen Gutachtertätigkeiten durch. Im Bereich Baubetrieb und Objektüberwachung sind 20 Prozent der Befragten tätig. 18 Prozent arbeiten im Bereich Wasser, Abfall, Abwasser und je 16 Prozent im Bereich Projekt- und Objektmanagement, im Bereich Verkehrswesen und Raumplanung sowie im Bereich der Gebäude- und Sanierungsplanung. Darauf folgen SiGeKo mit 15 Prozent, Technische Ausrüstung mit 14 Prozent, Bauphysik mit 13 Prozent, Vermessung und Geoinformatik mit 11 Prozent, Umwelt und Energie mit 6 Prozent sowie Geotechnik und Elektrotechnik mit jeweils 5 Prozent.

Fazit: Positive Geschäfts- und Auftragslage mit abschwächender Geschäftserwartung für 2015


Die aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Situation wird von den bayerischen Ingenieurbüros positiv eingeschätzt. Das belegen die Zahlen zur Geschäfts- und Auftragslage. Bei den Geschäftserwartungen für das Jahr 2015 zeichnet sich jedoch eine Abschwächung der positiven Einschätzung ab.

Trotz der überwiegend positiven Gesamteinschätzung zeichnen sich auch negative Entwicklungen ab. So rechnen 13 Prozent der Befragten für das Jahr 2015 mit einem sinkenden Auftragsvolumen und 14 Prozent mit sinkenden Umsätzen.

Große Sorgen bereitet den Ingenieur- und Planungsbüros weiterhin die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Über zwei Drittel der Büros geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben Der beträchtliche Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt gefährdet  nicht nur das wirtschaftliche Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen, auch Marktchancen können nicht genutzt werden. Dies beeinträchtigt Attraktivität und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern.

Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und könnten sich damit als Wachstumsbremse - mit negativen Folgen für das Gemeinwesen und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern - erweisen.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau belegt, wie wichtig die Arbeit der Ingenieure im Bauwesen für Gesellschaft und Wirtschaft sind: Die 97.000 Ingenieurbüros in Deutschland verzeichnen über 41 Milliarden Euro Umsatz. Die 17.000 bayerischen Ingenieure und Ingenieurbüros steuern dabei mit 8,3 Milliarden Euro rund ein Fünftel des bundesweiten Umsatzes bei. Mit ihren rund 40.000 Arbeitsplätzen verzeichnen sie die höchste Beschäftigung in den technologieorientierten wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen in Bayern. Die mittelständischen Ingenieurbüros in Deutschland betreuen dabei Bauinvestitionen von rund 217 Mrd. Euro und beschäftigen mehr als 300.000 Menschen. Etwa 60.000 jungen Menschen geben sie durch Ausbildungsplätze, Praktikanten- und Diplomandenstellen eine Perspektive.

(Quellen: Eigene Daten, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik, VDI)

Grafiken und Statistiken


Geschäfts- und Auftragslage

Ihre allgemeine Geschäftslage ist
Ihre allgemeine Geschäftslage ist
Ihr derzeitiges Auftragsvolumen ist
Ihr derzeitiges Auftragsvolumen ist
Im Jahr 2014 ist Ihr Auftragsvolumen
Im Jahr 2014 ist Ihr Auftragsvolumen
Im Jahr 2015 wird Ihr Auftragsvolumen
Im Jahr 2015 wird Ihr Auftragsvolumen

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Im Jahr 2014 sind Ihre Umsätze
Im Jahr 2014 sind Ihre Umsätze
Honorarumsatz Netto (in Euro) im Jahr 2014
Honorarumsatz Netto (in Euro) im Jahr 2014
Im Jahr 2015 werden Ihre Umsätze
Im Jahr 2015 werden Ihre Umsätze
Ihre derzeitige Ertragslage ist
Ihre derzeitige Ertragslage ist
Im Jahr 2014 hat sich Ihre Ertragslage
Im Jahr 2014 hat sich Ihre Ertragslage
Im Jahr 2015 wird sich Ihre Ertragslage
Im Jahr 2015 wird sich Ihre Ertragslage

Investitionen

Im Jahr 2014 sind Ihre Investitionsausgaben
Im Jahr 2014 sind Ihre Investitionsausgaben
Im Jahr 2015 werden Ihre Investitionsausgaben
Im Jahr 2015 werden Ihre Investitionsausgaben

Beschäftigung, Mitarbeiterentwicklung und offene Stellen

Sie beschäftigen derzeit insgesamt
Sie beschäftigen derzeit insgesamt
Im Jahr 2014 hat sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Im Jahr 2014 hat sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Im Jahr 2015 wird sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Im Jahr 2015 wird sich die Zahl Ihrer Mitarbeiter
Haben Sie derzeit offene Stellen?
Haben Sie derzeit offene Stellen?
Haben Sie Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen?
Haben Sie Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen?

Öffentliche und private Auftraggeber, Auslandsaufträge

Der Anteil an Aufträgen öffentlicher Auftraggeber beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Der Anteil an Aufträgen öffentlicher Auftraggeber beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggeber beurteilen Sie als
Die Zahlungsmoral der privaten Auftraggeber beurteilen Sie als
Der Anteil an Auslandsaufträgen beträgt (bitte Schätzwerte angeben):
Der Anteil an Auslandsaufträgen beträgt (bitte Schätzwerte angeben):

Rechtsform / Fachbereiche

Rechtsform
Rechtsform
Sie arbeiten hauptsächlich in den Fachbereichen (mehrere Antworten möglich)
Sie arbeiten hauptsächlich in den Fachbereichen (mehrere Antworten möglich)



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Chefwechsel: Josef Bielmeier übergibt sein Büro an neues Team

„Flucht nach Vorne“ – Eine Werkstatt des BDA Bayern und der Bundesstiftung Baukultur

Positionspapier der Bundesstiftung Baukultur und des BDA Bayern erschienen

Bauarbeitsrecht

Tarifvertrag im Baugewerbe abgeschlossen

Bauvertragsrecht

Wie hoch darf eine Vertragserfüllungsbürgschaft sein?

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Kammermitglied Ackermann unter den Gewinnern

 

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