Selbstständigkeit

Die nachfolgenden Hinweise zur Selbstständigkeit als Beratender Ingenieur wurden kompakt auf einer Seite dargestellt, damit diese bequem als Leitfaden ausgedruckt werden können.

 

Beratende Ingenieurinnen

Eine selbständige Tätigkeit stellt für Ingenieurinnen ein Modell der Erwerbstätigkeit dar, das eine flexible Zeitgestaltung und damit eine bessere Vereinbarkeit mit den Bedürfnissen von Beruf und Familie zulässt.

Ingenieurinnen finden bei ihrer Existenzgründung finanzielle Unterstützung u. a. durch die Deutsche Ausgleichsbank und EU-Programme. Wichtig dabei ist es, sich nach speziellen Förderprogrammen für Frauen zu erkundigen. Auch das Arbeitsamt zahlt unter bestimmten Voraussetzungen ein Überbrückungsgeld. Information, Rat und Unterstützung - z. T. auch speziell für Existenzgründerinnen - gibt es u. a. bei:

Im Internet können spezielle Kontaktadressen für Existenzgründerinnen unter http://www.woman.de und http://www.weiberwirtschaft.de abgerufen werden.

 

Chancen und Risiken der Selbständigkeit

Die Selbständigkeit ist zweifellos mit vielen Chancen verbunden. Die Bandbreite von Arbeitszeit, Arbeitsweise und Einkommen eines Beratenden Ingenieurs im allgemeinen wesentlich breiter gefächert als die eines abhängig beschäftigten Ingenieurs.

Die vorhandenen Chancen dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Selbständigkeit auch mit Risiken verbunden ist. Als Unternehmer ist der Beratende Ingenieur ständig dem Risiko der Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit ausgesetzt. Wenn sich dieses Risiko realisiert, führt dies schnell zum Konkurs.

Die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu gestalten, bedeutet in der Praxis häufig, dass der selbständig tätige Beratende Ingenieur - bei vollem physischen und psychischen Einsatz, jedenfalls in den ersten Berufsjahren - eine 60- bis 70-Stunden-Woche aufbringen muss. Eine Entscheidung hierfür kann kaum getroffen werden, ohne dass die Familie einbezogen wird und die Selbständigkeit mitträgt.

 

Befähigung zum Unternehmer

Die durch die Ingenieurausbildung erworbenen Fachkenntnisse reichen allein nicht als Grundlage für eine selbständige Tätigkeit aus. Daneben benötigt der Unternehmer die Fähigkeit, in Gesprächen wie in Verhandlungen andere zu überzeugen und sich nach Möglichkeit durchzusetzen. Kreativität, Anpassungsfähigkeit, hohe Belastbarkeit, aber auch die Bereitschaft sich fortzubilden, sind gute Voraussetzungen für den selbständigen Beratenden Ingenieur. Neben seinem unabdingbaren Fachwissen benötigt er unter anderem auch kaufmännische Kenntnisse. Der Unternehmer sollte über Grundlagenwissen in folgenden Bereichen verfügen:

 

Telefonische Beratungsdienste

 

Allgemeines:

zu Patentrecherchen:

zu Finanzierungen:

zu Geschäftsplänen:

Fördermöglichkeiten

Bund, Länder und die Europäische Union stellen in einer Vielzahl von Förderprogrammen Finanzmittel für Existenzgründer in Form von Bürgschaften, zinsgünstigen Darlehen, Beteiligungen oder Zuschüssen zur Verfügung. Bei geringem Eigenkapitalanteil sollte versucht werden, eine Bürgschaftsbank für die Gründungsidee zu begeistern, da Darlehen abgesichert werden müssen und der Eigenkapitalanteil bei mindestens 15 % liegen muss.

Eine Übersicht über relevante Förderprogramme und Vergabekriterien bietet die Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), die unter der Adresse http://www.bmwa.bund.de aufgerufen werden kann. Nähere Informationen sind auch über das Bürgertelefon des BMWA für Fragen zur Existenzgründung, Telefon: 030 2014 - 7648 / -7649, zu erhalten.

Ähnliche Informationen, insbesondere über länderspezifische Förderprogramme, können auch bei den jeweiligen Länderministerien für Wirtschaft abgerufen werden. Um das für die individuelle Gründung passende Programm zu finden, ist jedoch die Inanspruchnahme eines Beraters empfehlenswert, der außerdem dabei behilflich ist, ein Gesamtfinanzierungskonzept für potentielle Geldgeber zu erstellen.

Kompetente Berater vermittelt die Deutsche Ausgleichsbank (DtA), Beratungsagentur, Sarrazinstraße 11 -15, 12159 Berlin: Telefon: 030 850851-11, Fax: 030 850852-32, http://www.dta.de.

Neben einer Reihe von privaten Existenzgründungsberatern haben sich einige Industrie- und Handelskammern auf eine Grund- und individuell unterschiedliche Einzelberatung für bestimmte Bereiche, z.B. für betriebswirtschaftliche Fragen, spezialisiert.

Ansprechpartner für innovative, technologieorientierte Existenzgründungen in der für die jeweilige Region zuständigen lHK, vermittelt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK: Telefon: 02 28 104540, Fax: 0228 104158, http://www.dihk.de .

Kosten für die Gründungsberatung können ebenfalls aus Förderprogrammen bezuschusst werden. Wichtig ist für jede Art der Förderung, da der Antrag gestellt wird, bevor mit der Existenzgründung begonnen wird!

Bei Sparkassen ist die Broschüre "Selbständig und erfolgreich sein" erhältlich.

Informationen über Fördermittel der Europäischen Union können bei folgender Adresse angefordert werden: Europäisches Beratungszentrum der Deutschen Wirtschaft (EBZ), Postfach 51 05 48, 50941 Köln, Fax: 0221 3708-840.

 

Folgenden Stellen bieten zu diesen Programmen Unterstützung und Beratung an:

 

Weitere bundesweite Beratungsstellen sind:

Für arbeitslose Ingenieure, die sich selbständig machen wollen, kommt neben den erwähnten Fördermöglichkeiten noch die Gewährung eines Überbrückungsgeldes durch die Bundesanstalt für Arbeit in Betracht. Antragsformulare sind bei den jeweiligen Arbeitsämtern erhältlich, die auch die Erstberatung durchführen. Für die Bewilligung dieses Überbrückungsgeldes ist jedoch eine Stellungnahme über die Erfolgsaussichten der Geschäftsidee durch eine fachkundige Stelle erforderlich. Dies sind einerseits die Fachverbände und Ingenieurorganisationen (z.B. VBI Verband Beratender Ingenieure, VDI Verein Deutscher Ingenieure - oder VDE technisch-wissenschaftlicher Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, die zum Teil aber nur Stellungnahmen für die Mitglieder abgeben. Andererseits geben die regionalen Industrie- und Handelskammern die gewünschten Stellungnahmen ab. Der Antrag auf Überbrückungsgeld sollte ebenfalls vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit ausgestellt werden.

Die Arbeitsämter beraten aber nicht nur Arbeitslose in Fragen der Existenzgründung. In vielen Arbeitsämtern sind inzwischen spezielle Beratungszentren für Existenzgründer aufgebaut worden, zum Teil in Zusammenarbeit mit Kammern, Verbänden und anderen Stellen. Hier werden unter anderem auch Informationen über Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten sowie die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Vermittlung von qualifiziertem Personal angeboten.

 

Größe und Ausstattung des Unternehmens

Investive Vorhaben werden besonders stark vom finanziellen, technischen und personellen Potential beeinflusst. Bei Gründern von Ingenieurbüros wird der Ingenieur häufig "klein anfangen" wollen, unter anderem auch, um den Überblick zu wahren und Anfangsklippen besser meistern zu können.

Eine große Zahl von Unternehmensgründern beginnt die Selbständigkeit als nebenberufliche Tätigkeit, so dass sie mit ihrer bisherigen Tätigkeit als Angestellte oder Beamte noch ein weiteres Standbein haben, falls die Gründung des Ingenieurbüros erfolglos sein sollte.

Hierbei ist aber zu beachten, dass die Möglichkeit einer Nebentätigkeit häufig durch den Arbeitsvertrag eingeschränkt ist. Das gilt insbesondere, wenn der Arbeitnehmer durch diese Tätigkeit in Konkurrenz zu den geschäftlichen Aktivitäten des Arbeitgebers tritt. Hier sollte vernünftiger Weise eine Abstimmung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfolgen.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass im allgemeinen eine Förderung bei nebenberuflicher Existenzgründung nicht möglich ist. Der Existenzgründer sollte sich ein Gründungskonzept oder einen Business Plan erarbeiten, dass ihm selbst, aber auch potentiellen Partnern und Geldgebern eine realistische Beurteilung der Erfolgschancen ermöglicht.

 

Geschäftsübernahme

Sie können sich auch selbständig machen, indem Sie ein schon bestehendes Geschäft übernehmen. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn ein Unternehmer keinen Nachfolger hat. Eine Geschäftsübernahme erleichtert den Schritt in die Selbständigkeit, denn neben den Geschäftsräumen und Geschäftsbeziehungen sind vor allem die Kunden schon vorhanden. Eine Geschäftsübernahme kann allerdings auch gefährlich sein, wenn nämlich der Betrieb nicht gesund ist, hohe Schulden hat und keine bzw. geringe Erträge erwirtschaftet.

 

Berechnung des Wertes eines Betriebes

Für den Wert eines Betriebes sind im wesentlichen zwei Faktoren von Bedeutung

1. der Substanzwert (Wert der Anlagegegenstände und des Umlaufvermögens)

2. der Ertragswert (abhängig von der Höhe der Gewinne)

Ein realistischer Wert des Unternehmens, der sowohl den Substanzwert als auch die Ertragsmöglichkeiten berücksichtigt, ist der Mittelwert zwischen Substanzwert und Ertragswert. Die Berechnung wird wie folgt vorgenommen:

(Substanzwert + Ertragswert) / 2 = Wert des Unternehmens

 

Eine andere Methode, den Wert eines Unternehmens festzustellen, ist die Addition eines sogenannten Firmenwertes zum Substanzwert. Dieser "Aufpreis", der ebenfalls ein Ausgleich für den guten Ruf, den Kundenstamm, das gute Personal, die Organisation usw. ist, wird dann wie folgt berechnet:

jährlicher Reinertrag (Rohertrag ./. Kosten)
./. Unternehmerlohn (Wert der Arbeitsleistung des Inhabers)
./. Kapitalverzinsung
./. Risikoprämie
----------------------------------------------------
= restliche Rendite.

 

Die auf diese Weise ermittelte Rendite ist sozusagen der Leistung des Vorbesitzers zuzurechnen und wird ihm zusätzlich zum Substanzwert im Kaufpreis vergütet. In der Regel unterstellt man hierbei, dass die Rendite noch für drei bis fünf Jahre anzusetzen ist, je nachdem wie stark sie von persönlichen Faktoren abhängig ist. Im praktischen Beispiel ergibt sich bei einem Geschäft mit Vermögenswerten von 100.000 DM, einem Reinertrag von 40.000 DM und einem Unternehmerlohn von 24.000 DM folgende Rechnung.

Bei Ansatz einer vierjährigen Rendite ergibt sich ein Aufpreis von 24.000 DM als Geschäftswert. Der Gesamtwert beträgt somit 100.000 DM für Ware und Einrichtungen plus 24.000 DM restliche Rendite = 124.000 DM.

Da die restliche Rendite von 24.000 DM allerdings erst innerhalb von 4 Jahren zusammenkommt, wird häufig durch Abzinsung ein Barwert bzw. Tageswert für den Zeitpunkt der Zahlung ermittelt. Da der Substanzwert bzw. das betriebliche Anlagevermögen und Umlaufvermögen nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel der Gewinnerzielung anzusehen sind, gehen die Tendenzen vor dem Hintergrund eines zunehmend scharfen Wettbewerbs allerdings dahin, den Ertragswert bei einer Kaufpreisermittlung stärker oder ausschließlich zugrunde zu legen. In der Praxis bildet heute oftmals das sechs- bis achtfache des Durchschnitts des steuerpflichtigen Gewinns der letzten drei bis fünf Geschäftsjahre den Kaufpreis eines Unternehmens. Der betriebliche Substanzwert findet kaum Berücksichtigung mehr. Hinzu kommen kann jedoch noch die Summe von einzeln erzielbaren Verkaufspreisen nicht betriebsnotwendigen Vermögens, wie Grundstücke und Gebäude. Bei der Berechnung des Wertes von Unternehmen empfiehlt es sich, Fachleute wie etwa Steuerberater Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater oder vereidigte Sachverständige einzuschalten. Alles in allem darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass auch beim Verkauf von Unternehmen Angebot und Nachfrage im Endeffekt den Preis bestimmen.

 

Vertragliche Form

Für eine Geschäftsübernahme ist, wenn zu dem Geschäft kein Grundbesitz gehört, grundsätzlich keine gesetzliche Form, insbesondere keine notarielle Beurkundung, vorgeschrieben. Lediglich die Veräußerung eines Grundstücks muss stets durch einen Notar beurkundet werden, gleichgültig, ob das Grundstück für sich alleine oder als Teil eines Geschäftes veräußert wird. Die notarielle Form ist ferner zwingend vorgeschrieben, wenn anlässlich der Geschäftsübernahme das gesamte Vermögen übertragen wird, was bisweilen vorkommt. Dennoch wird in allen Fällen die schriftliche Abfassung des Übernahmevertrages dringend empfohlen, um bei möglichen späteren Auseinandersetzungen nachweisen zu können, was zwischen Veräußerer und Nachfolger im einzelnen vereinbart worden ist. Dies gilt insbesondere für die notwendige eindeutige Festlegung des Umfangs des Betriebsvermögens und der zu übernehmenden Schulden.

 

Haftung des Erwerbers für Verbindlichkeiten

Hier ist zu unterscheiden, ob das übernommene Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist oder nicht. Handelt es sich um die Übernahme einer im Handelsregister eingetragenen Firma und deren Fortführung unter dem bisherigen Firmennamen, so besteht nach §§ 25, 344, 346 des Handelsgesetzbuches (HGB) eine generelle Haftung des Nachfolgers für alle im Betrieb begründeten Verbindlichkeiten des früheren Inhabers. Dies betrifft sowohl beispielsweise Vergütungsansprüche aus Dienstverhältnissen, Ansprüche aus Wettbewerbsklauseln als auch rückständige Versicherungsprämien. Gegen diese Haftung für frühere Verbindlichkeiten kann sich der Erwerber nur dadurch schützen, dass er mit dem Veräußerer eine abweichende vertragliche Vereinbarung trifft und diese im Handelsregister eintragen lässt. Ein vertraglicher Haftungsausschluss ist allerdings gegenüber Außenstehenden nur wirksam, wenn die entsprechende Haftungsbeschränkung im Handelsregister eingetragen oder dem einzelnen Gläubiger ausdrücklich mitgeteilt ist (§ 25 Abs. 2 HGB). Der anmeldepflichtige Ausschluss einer Übernahme der Verbindlichkeiten des bisherigen Geschäftsinhabers muss unverzüglich nach der Vereinbarung, möglichst mit dem Beginn der Geschäftsfortführung durch den Käufer, erfolgen. Die Rechtsprechung hat bereits eine Bekanntmachung, die fünf bzw. 14 Tage nach dem der Geschäftserwerb erfolgt ist, als verspätet betrachtet und damit als wirkungslos erklärt. Eine schnelle Eintragung ins Handelsregister liegt daher im Interesse des Nachfolgers. Das bisher Gesagte betraf den Fall, dass die im Handelsregister eingetragene Firma vom Erwerber fortgeführt wird. Wird eine eingetragene Firma ohne den bisher benutzten Firmennamen weitergeführt, haftet der Nachfolger für frühere Verbindlichkeiten nur, wenn die Haftung vertraglich besonders vereinbart und die Übernahme der Verbindlichkeiten vom Erwerber handelsüblich bekannt gemacht worden ist (§ 25 Abs. 3 HGB). Es ist daher wichtig, dass auch in diesem Falle der Kaufvertrag darüber die notwendigen Bestimmungen enthält. Handelt es sich bei dem übernommenen Geschäft nicht um eine im Handelsregister eingetragene Firma, sondern um ein sogenanntes kleingewerbliches Unternehmen, gelten die vorstehend genannten Bestimmungen nicht. Eine Haftung des Erwerbers besteht in diesem Falle für frühere Geschäftsschulden nur bei einer entsprechenden vertraglichen Vereinbarung. Daneben ist § 419 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu beachten: Übernimmt jemand durch Vertrag das gesamte Vermögen eines anderen, so können dessen Gläubiger vom Vertragsschluss an ihre Ansprüche auch gegen den Übernehmer geltend machen, sofern dieser Kenntnis davon hatte, dass das Geschäft der einzige Vermögensgegenstand war. Die Haftung aus § 419 beschränkt sich auf das vom Nachfolger übernommene Vermögen; dieses kann auch aus einem einzigen Gegenstand, etwa einem Grundstück, bestehen.

 

Haftung für betriebliche Steuern

Wenn jemand von einem anderen einen Betrieb erwirbt, haftet er auch für die Steuern seines Vorgängers. Das gilt allerdings nur für die sogenannten Betriebssteuern und die Steuerabzugsbeträge. Zu den wichtigsten Betriebssteuern gehören vor allem: Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Kfz-Steuer für betrieblich genutzte Fahrzeuge usw. Keine Haftung also z.B. für persönliche Steuern wie Einkommen-, Vermögen-, Erbschaft-, Grunderwerbsteuer und auch nicht für die Zölle. Diese Haftung für Steuern kann nicht durch einen Vertrag mit dem Veräußerer ausgeschlossen werden. Sie beschränkt sich allerdings auf das übernommene Vermögen. Sehr schwierig ist die Feststellung, ob Steuerrückstände bestehen, für die man haften muss. Das Finanzamt muss sich wegen des Steuergeheimnisses in Schweigen hüllen. Anspruch auf eine Prüfung durch das Finanzamt besteht nicht. Lassen Sie also - vielleicht durch einen Steuerberater - sehr sorgfältig prüfen, ob und in welchem Umfang Sie noch mit Steuernachforderungen rechnen müssen, die Ihren Vorgänger betreffen. Es kann sich unter Umständen empfehlen, einen Teil des Kaufpreises einzubehalten. Im Innenverhältnis - also nicht mit Wirkung nach außen - kann selbstverständlich vereinbart werden, dass der Veräußerer dem Erwerber die Steuernachforderungen ersetzt, die noch in seine Zeit fallen.

 

Recht auf Firmenfortführung

Grundsätzlich ist der abgeleitete, also vom Vorgänger übernommene und im Handelsregister eingetragene Firmenname unverändert fortzuführen. Es bleibt aber dem Erwerber unbenommen, einen das Nachfolgeverhältnis mitteilenden Zusatz beizufügen. Weist allerdings ein Firmenzusatz auf eine Gesellschaft hin (OHG, KG, GmbH oder "& Co."), müssen bei einer Änderung der Rechtsform diese Zusätze abgelegt bzw. den veränderten Verhältnissen angepasst werden. Durchbrochen werden kann auch diese Regel dadurch, dass dem Firmennamen ein Inhaber- oder Nachfolgerzusatz beigefügt wird. Ist ein Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen, besteht grundsätzlich ein Recht zur Weiterführung des bisherigen Namens nicht. In diesem Falle muss der Nachfolger unter seinem eigenen Namen auftreten. Hierfür genügt es aber, wenn der frühere Büroname fortgeführt und ein deutlicher Zusatz auf den neuen Inhaber enthalten ist. Voraussetzung dazu ist das Einverständnis des vorherigen Büroinhabers. Eine Rechtsnachfolge ist damit nicht verbunden.

 

Haftung für Mängel

Ist ein Geschäft übernommen worden, bei dem sich nach Abschluss des Kaufvertrages herausstellt, dass es Mängel aufweist, finden die §§ 459 ff BGB über die Mängelhaftung Anwendung. In diesem Falle hat der Erwerber wahlweise ein Recht zur Wandlung, also zum Rückgängigmachen des Vertrages oder Minderung, d.h. zur Herabsetzung des Kaufpreises (§ 462 BGB). In der Praxis wird eine Gewährleistung allerdings üblicherweise ausgeschlossen. Was die Bewertung betrifft, sei auf den Abschnitt "Berechnung des Wertes eines Betriebes" verwiesen.

 

Behandlung bestehender Verträge

Generell ist zu beachten, dass jede Firmenübertragung einen Schuldnerwechsel darstellt, welcher der Zustimmung der Gläubiger bedarf.

 

 

Konkurrenzklausel

Zwar ist ein örtlich begrenztes Wettbewerbsverbot allgemein üblich, doch empfiehlt es sich, im Kaufvertrag eine Wettbewerbsklausel schriftlich zu vereinbaren und ihren Umfang präzise festzulegen: Für den Fall eines Verstoßes gegen das Konkurrenzverbot ist es zweckmäßig, eine Vertragsstrafe zu verabreden. Auch bei einer möglichen Weiterarbeit des bisherigen Inhabers im Unternehmen des Nachfolgers, sollten die Befugnisse des Veräußerers genau umschrieben werden.

 

Abwicklung der Kaufpreiszahlung

Bei Barzahlung steht für den Übernehmer der Gesichtspunkt der Sicherung seines Vermögens im Vordergrund. Es empfiehlt sich in jedem Falle eine Abwicklung Zug um Zug. Eine Verrentung der Kaufpreiszahlung bietet sich in erster Linie an, wenn der Verkäufer dadurch seine Versorgung auf Lebenszeit erreichen will. Dabei spielt für den Veräußerer die Frage der Wertsicherung eine große Rolle. Derartige Wertsicherungsklauseln in Verträgen, durch die Rentenansprüche gesichert werden sollen, bedürfen, sofern darin auf einen Preis-Index für die Lebenshaltung Bezug genommen wird, nach § 3 des Währungsgesetzes einer Genehmigung durch die örtliche Landeszentralbank. Diese Genehmigung wird in der Regel erteilt, wenn die Rentenzahlung für die Lebensdauer des Empfängers vereinbart wird. Selbst wenn es sich jedoch im Einzelfall nicht um eine genehmigungspflichtige Wertsicherungsabrede handeln sollte, empfiehlt es sich, im Zweifelsfall mit der zuständigen Landeszentralbank Verbindung aufzunehmen, um einen sogenannten Negativattest zu bekommen, durch den die Bank ausdrücklich bestätigt, dass keine Genehmigungspflicht besteht.

 

Einstieg in die Selbständigkeit

Die Frage, wann der Beratende Ingenieur idealer Weise eine selbständige Tätigkeit beginnt, lässt sich nicht einheitlich beantworten.

Eine ganze Reihe von Tätigkeiten setzt eine mindestens mehrjährige einschlägige Berufspraxis voraus. Die in einem Ingenieurbüro mit gleichem Tätigkeitsschwerpunkt erworbene Berufserfahrung ist für eine selbständige Tätigkeit oftmals nützlicher als die entsprechend lange Wahrnehmung eines fachlich hochspezialisierten Aufgabenbereichs in einem Großunternehmen.

Allerdings können auch Großunternehmen die Chance bieten, die für den Betrieb eines Ingenieurbüros notwendige Berufspraxis zu vermitteln.

Aber auch Berufsanfänger, insbesondere solche, die bereits an ihrer Hochschule im Bereich Forschung und Entwicklung einschlägige Erfahrung und "Know How" gesammelt haben, können gute Voraussetzungen besitzen, ihr Spezialwissen als selbständige Unternehmer zu verwerten.

Wichtig ist, dass der Beratende Ingenieur in der Lage ist, seine Fähigkeiten in eine konkurrenzfähige Dienstleistung umzusetzen.

 

Beurteilung der Marktchancen

Bevor der selbständige Beratende Ingenieur seine Dienstleistungen oder Produkte anbietet, sollte er seine Marktchancen beurteilen. Er muss wissen, welche Art von Leistungen er anbieten kann und zu welchem Preis er dies - auch unter Berücksichtigung einer realistischen, an den Gesamtkosten orientierten Kalkulation - mindestens tun sollte.

Er muss die Marktsituation kennen. Das heißt, er muss wissen, wer seine potentiellen Kunden sind, welche Anforderungen diese an ihn als Anbieter von Dienstleistungen oder Produkten stellen, wer seine Mitbewerber sind und zu welchen Preisen diese eine vergleichbare Angebotspalette anbieten.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass gerade bei hochwertigen Dienstleistungen weniger ein Preiswettbewerb nach dem Motto "Wer bietet die billigste Leistung?", als ein Qualitäts- und Leistungswettbewerb hinsichtlich der optimalen Auftragsausführung stattfindet.

Qualitativ überdurchschnittliche, individuelle Planungsleistungen sind am Markt - auch zu höheren Preisen - oft besser abzusetzen als "billige Lösungen von der Stange". Jedoch ist es für den Jungunternehmer oft schwer, als Anbieter gerade von Qualitätsdienstleistungen bekannt zu werden. Dies gilt insbesondere in Bereichen, wo durch die große Zahl von Wettbewerbern ein fast ausschließlicher Preiswettbewerb stattfindet, der bisweilen dazu führen kann, dass das Honorar nicht mehr auskömmlich ist.

 

Haftung - Versicherung

Im Gegensatz zu angestellten Ingenieuren, die als Arbeitnehmer nur einem begrenzten Haftungsrisiko bezüglich ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind, haften selbständig tätige Ingenieure grundsätzlich für jedes, also auch das leichteste Verschulden, wenn sie einen Schaden verursachen. Die Möglichkeiten, diese Haftung vertraglich zu begrenzen, sind sehr eingeschränkt.

Der sicherere Weg, das Haftungsrisiko tragbar zu machen, ist der Abschluss einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung. Teilweise wird von Auftraggebern - insbesondere von öffentlichen - sogar der Nachweis eines entsprechenden bestehenden Versicherungsschutzes vor Auftragserteilung verlangt.

Auch hier ist nicht immer das billigste Versicherungsangebot das beste. Daher sollte sich der Ingenieur kompetent beraten lassen, eventuell sogar von verschiedenen Anbietern.

 

Die Urheberrechte

Ein urheberrechtlicher Schutz für Verfahren, Produkte, Namen oder Dienstleistungen ist durch Patente, Marken, Gebrauchs- oder Geschmacksmuster möglich. Innovationen sind unersetzliches Kapital für jedes Ingenieur-Unternehmen. Wer etwas Besonderes anzubieten hat, genießt einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Und das gilt nicht nur für Leistungen oder Produkte. Das fängt bereits beim Namen für das neue Unternehmen an.

Auch Firmennamen können geschützt werden. Zunächst dadurch, dass sie bei der Unternehmensgründung ins Handelsregister eingetragen werden. Dieser Name darf daraufhin in der selben Region und in der selben Branche nicht noch einmal verwendet werden. Geschieht dies dennoch, so greifen die älteren Rechte: Der Newcomer kann letztendlich gerichtlich gezwungen werden, seinen Firmennamen zu ändern. Das heißt : neue Informationsbroschüren, Briefbögen und Visitenkarten. Ganz zu schweigen von dem Imageverlust bei Kunden und Lieferanten, wenn die Firma plötzlich unter neuem Namen läuft.

Für einen Existenzgründer ist es also wichtig zu klären, ob sein Wunschname nicht schon existiert. Zum einen geschieht dies automatisch: bei der Eintragung ins Handelsregister mit einer Vorabstimmung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Damit sollte sich ein Gründer in der Regel nicht zufrieden geben: Diese Prüfung ist lediglich eine Vor-Ort-Prüfung auf Namensgleichheit. Ähnliche bzw. allzu ähnliche Varianten (eine Entscheidung sollte im Zweifelsfalle von einem Juristen getroffen werden) bleiben also unberücksichtigt. Außerdem ist die Prüfung regional begrenzt. Wer kein Risiko eingehen will, kann den Firmennamen als Marke beim Deutschen Markenamt eintragen lassen. Eine Markenprüfung ist also unbedingt zu empfehlen.

Die Marke ist gewissermaßen die Visitenkarte, mit der technische Dienstleistungen und Waren auf dem Markt auftreten. Als Marken können nach dem Markengesetz nicht nur Worte geschützt werden, sondern auch Buchstaben, Zahlen, Logos, Farbkombinationen etc. Durch die Eintragung in das Markenregister wird es Dritten untersagt, die geschützte Marke für identische oder ähnliche Waren oder Dienstleistungen zu benutzen. Die geschützte Marke wird oft mit dem Registrierhinweis versehen. Jährlich werden rund 40 000 Produkte oder Dienstleistungen als Marken angemeldet. Für jede Marke muss ein Name gefunden werden, der sich von den bereits registrierten unterscheiden soll. Das Risiko, dass ein Markenname in derselben Branche schon von einem Dritten benutzt wird, ist groß. Das Patent- und Markenamt prüft jedoch nicht, ob der Begriff bereits eingetragen ist. Das muss in Eigenregie geschehen. Hier gibt es Unternehmen, die Firmen- und Markennamensrecherchen anbieten. Sie kosten zwischen 300 Mark (Prüfungen auf identische Markennamen) und 700 Mark (Ident-/ Ähnlichkeitsprüfungen) je Marke.

Dienstleister, die Markenrecherchen anbieten, können Sie in der Regel bei den Ingenieurkammern erfragen. Sie sind außerdem unter den Stichwörtern "Wirtschaftsauskunfteien" oder "Wirtschaftinformationen" in den "Gelben Seiten" zu finden, zudem unter dem Suchwort "Markenrecherche, Markenprüfung, Namensrecherche und Namensprüfung im Internet. Wer eine Marke anmeldet, muss diese auch benutzen. Tut er dies nicht, so kann die Marke nach fünf Jahren wieder gelöscht werden. Die Kosten für Anmeldung und Anwalt betragen circa 1350 Mark. Weitere Infos erteilt das Deutsche Patentamt.

Der Verstoß gegen eingetragene Rechte kann Unwissenden teuer zu stehen kommen. Wer gegen Schutzrechte verstößt, stiehlt wissentlich oder nicht geistiges Eigentum. Dann drohen gerichtliche Schritte: Er muss nicht nur Auskunft geben, wem er zum Beispiel die betreffende Dienstleistung verkauft hat, und damit gibt er seine Kunden preis. Er muss zudem jede weitere Schutzrechtsverletzung sofort unterlassen und kann zu beträchtlichem Schadensersatz verurteilt werden. Die Höhe der Kosten (Gericht, Anwalt, Schadensersatz) liegt je nach Streitwert bei einigen tausend Mark.

Unzweifelhaft bieten die heute mehr denn je Anlas für Streitigkeiten zwischen Ingenieuren und Bauherren. Jedem Ingenieur sollte daher bekannt sein, ob seine Pläne und die danach erstellten Bauwerke Urheberrechtsschutz genießen.

Der Ingenieur ist aufgrund des mit dem Bauherrn abgeschlossenen Ingenieurvertrages regelmäßig nicht verpflichtet, ein urheberrechtsschutzfähiges Werk zu planen und zu errichten. Den meisten Bauherren geht es nicht darum, dass Bauwerk und Pläne überdurchschnittliche persönliche geistige Schöpfungen sind. Das Werk soll vielmehr primär den Wünschen und Bedürfnissen des Bauherrn gerecht werden. Dies setzt aber nicht eine urheberrechtlich geschützte Planung voraus.

Dem Urheberrechtsschutz zugänglich sind grundsätzlich solche Werke, die eine persönliche geistige Schöpfung darstellen. Die Urheberrechtsschutzfähigkeit eines Werks hängt damit von der Individualität einer Leistung ab. Leistungen, die absolut üblich und gängig sind, stellen keine persönliche geistige Schöpfung dar und unterliegen daher nicht dem Urheberrechtsschutz. Urheberrechtsschutz scheidet auch aus, wenn die Gestaltung ausschließlich technisch bedingt, also nicht willkürlich auswechselbar ist, weil dann das Werk nicht das Ergebnis eines ästhetisch gestalterischen Schaffens ist. Die Ansicht, dass deshalb manche gelungene Brücken- oder Turmkonstruktion nicht urheberrechtsschutzfähig sei, trifft in dieser Allgemeinheit nicht zu, da auch Brücken und Türme in ihrer Formgebung nur selten ausschließlich technisch bedingt sind. Es müssen immer besondere gestalterische Elemente vorliegen, die über das vom technisch konstruktiven her Vorgegebene oder Übliche hinausgehen und die die Individualität zum Ausdruck bringen. Nicht notwendig ist hingegen, dass der ästhetische Gehalt eines Bauwerks dessen Gebrauchszweck überwiegt; maßgebend ist allein, dass der ästhetische Gehalt als solcher ausreicht, um von einer künstlerischen Leistung sprechen zu können. Für die Frage, ob ein bestimmtes Werk nun urheberrechtlich geschützt ist, vergleicht man zunächst das Werk mit den bereits bestehenden oder bekannten Bauwerksgestaltungen. Anhand des Vergleichs der konkreten Gesamtgestaltung des Werks mit dem vorbekannten Formenschatz ist zu entscheiden, ob das Werk verglichen mit früheren Gestaltungen schöpferische, gestalterische Eigenheiten - das müssen nicht unbedingt Neuheiten sein - aufweist.

Im Gegensatz zum Urheberschutz können Patente können nach dem Patentgesetz nur wirklich "patentfähige" Erfindungen angemeldet werden. Das heißt: Die Idee, das Verfahren oder Produkt muss tatsächlich neu sein. Wurde die Erfindung Dritten schriftlich oder mündlich schon zugänglich gemacht (zum Beispiel in einem Vortrag auf einem wissenschaftlichen Kongress, gilt sie nicht mehr als neu. Der Patentschutz ist dann nicht mehr möglich. Die Neuerung muss „technischen Charakter" besitzen und „gewerblich anwendbar" sein. Schließlich muss sie wirklich erfunden worden sein, darf also keine "naheliegende handwerkliche Lösung" für ein Problem darstellen, die sich geradezu aufdrängt. Was damit letztendlich patentfähig ist, lässt sich oftmals nur mit Hilfe eines Patentanwalts bzw. durch eine Prüfung des Patentamtes klären.

Eine Liste der deutschen Patentanwälte finden Sie unter www.online-patentanwalt.de und www.patentanwalt-suche.de. Für Patente gilt eine Schutzdauer von bis zu 20 Jahren. Für die Anmeldung, Prüfung, und die notwendige Anwaltskosten sind. circa 6500 Mark zu veranschlagen. Für eine Aufrechterhaltung des Patentes müssen vom dritten bis zum 20. Jahr Kosten in Höhe von 100 bis 3300 Mark pro Jahr kalkuliert werden. Weitere Infos erteilt das Deutsche Patentamt.

 

Kammern und Versorgungswerke

Wie für eine Reihe freier Berufe gibt es auch für selbständig tätige Ingenieure Berufskammern. Die Kammergesetze sind Landesgesetze und damit vom Inhalt her nicht identisch. Da das Berufsbild des Ingenieurs nicht so geschlossen ist wie das anderer, insbesondere klassischer freier Berufe, haben die Länder eine einheitliche Berufsbezeichnung geschaffen, die den freiberuflich tätigen Ingenieur kennzeichnet, nämlich die des „Beratenden Ingenieurs".

Zur Führung dieser Berufsbezeichnung "Beratender Ingenieur" sind nur Ingenieure mit einer entsprechenden mehrjährigen praktischen Tätigkeit berechtigt, die bei Antragstellung ihren Beruf eigenverantwortlich und unabhängig ausüben. Das Recht zur Führung dieser Berufsbezeichnung ist in den meisten Bundesländern mit der Mitgliedschaft in der entsprechenden Kammer der Beratenden Ingenieure verbunden, so dass die freiberufliche Tätigkeit dieser Ingenieure wie die anderer Freiberufler der Aufsicht einer Kammer unterliegt.

In einigen Kammern besteht auch die Möglichkeit der freiwilligen Mitgliedschaft für Ingenieure, die nicht die geschützte Berufsbezeichnung „Beratender Ingenieur" führen. In Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern sind die Kammern speziell auf die Beratenden Ingenieure des Bauwesens ausgerichtet. Aber auch in den Kammern der anderen Bundesländer sind in der Mehrzahl Ingenieure vertreten, die dem Bauwesen und angrenzenden Technikgebieten, wie Technische Gebäudeausrüstung oder Energietechnik zugeordnet sind.

Wie auch bei einigen anderen freien Berufsgruppen gibt es Versorgungseinrichtungen für die Mitglieder der Kammern, und zwar sowohl für die freiwilligen Mitglieder als auch für die Pflichtmitglieder. Allein die Pflichtmitglieder der Kammern, also die Beratenden Ingenieure, können sich, soweit für die berufsbezogene Tätigkeit eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen sollte, hiervon befreien lassen; die freiwilligen Kammermitglieder haben in dieser Situation die Möglichkeit, sich von der Mitgliedschaft im Versorgungswerk befreien zu lassen, um eine "doppelte Versicherungspflicht" zu vermeiden. Die berufsständischen Versorgungswerke bieten eine vergleichsweise sehr gute Versorgung im Alter, bei Berufsunfähigkeit und für die hinterbliebenen Familienangehörigen im Todesfall. Einzelheiten sind beim jeweils zuständigen Versorgungswerk zu erfragen.

 

 

Muster-Ingenieurvertrag der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

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14. Ingenieurbaupreis 2015 - Anmeldeschluss nicht verpassen

Der Anmeldeschluss für den Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2015 ist am Freitag, 19. September 2014.

 

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