Bauforum Stahl

am Mittwoch, 18. Januar 2017, 10 Uhr
Messe BAU 2017, Vortrags-Campus bauforumstahl Halle B2, Stand 318

Grußwort Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

 

[es gilt das gesprochene Wort]


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich darf Sie herzlich willkommen heißen beim Vortrags-Campus bauforumstahl. Auch in diesem Jahr sind wir, die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, gern wieder Kooperationspartner der Veranstaltung und des heutigen Forums Ingenieurbau.

Für diejenigen unter Ihnen, die die Bayerische Ingenieurekammer-Bau noch nicht kennen, möchte ich unsere Kammer kurz vorstellen:

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vertritt die beruflichen Belange und Anliegen der bayerischen Ingenieure in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Neben der Verleihung und dem Schutz der Berufsbezeichnung „Beratender Ingenieur“ gehört dazu auch die Führung der gesetzlich vorgeschriebenen Listen und Verzeichnisse sowie der zahlreichen Servicelisten.

Die Förderung von Baukultur, Wissenschaft, Forschung und Technik ist ebenso Aufgabe unserer Kammer wie die Stärkung der Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Mitglieder. Über unsere Aufgaben informieren wir Sie auch gern an unserem Messestand in der Halle B 0. Besuchen Sie uns einfach am Stand 203. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am Freitag richtet die Kammer ihren traditionellen Bayerischen Ingenieuretag hier auf der Messe aus. Wir feiern dieses Jahr Jubiläum: es ist bereits der 25. Ingenieuretag unserer Kammer. Und wir freuen uns sehr darüber, dass das Interesse daran von Jahr zu Jahr wächst. 900 Gäste haben Platz im großen Saal des ICM und bereits Anfang Dezember waren wir ausgebucht.

Als Hauptredner begrüßen wir diesmal den einflussreichen Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Außerdem vergeben wir den Bayerischen Ingenieurpreis 2017 an drei unserer Mitglieder und ehren damit deren herausragende Ingenieurleistungen. Wer die Gewinner sind, darf ich Ihnen heute noch nicht verraten. Ich hoffe, Sie haben sich rechtzeitig einen Platz für unseren Ingenieuretag gesichert, dann können Sie bei der Preisverleihung live dabei sein.

Ein weiterer Programmpunkt wird die Ehrung unseres Alt-Präsidenten Dr. Heinrich Schroeter sein. Ich bin ihm Ende November 2016 ins Präsidentenamt gefolgt. Zuvor hat er fast zehn Jahre lang die Geschicke der Kammer gelenkt und maßgeblich zu ihrem Renommee beitragen. Für diese Verdienste würdigen wir ihn mit unserer Ehrenmedaille.

Unsere Kammer zählt, nicht zuletzt Dank Dr. Schroeters hervorragender Führung in den letzten Jahren, inzwischen mehr als 6.600 Mitglieder. Zu den Mitgliedern zählen freiberuflich tätige Ingenieure, Angestellte und Mitarbeiter des öffentlichen Diensts. Sie sind in allen Bereichen rund um das Ingenieurwesen im Bau – und natürlich auch im Stahlbau – zu finden.

Warum engagiert sich die Kammer nun beim Bauform Stahl? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand:
In der täglichen Arbeit ist Stahl für uns Ingenieure ein ständiger und unverzichtbarer Begleiter. Stahl ist flexibel einsetzbar und aus ökologischer Sicht ein hervorragender Werkstoff, da er nicht nur ohne Qualitätsverlust unbegrenzt wiederverwertbar ist, indem der Alt-Stahl wieder zu Stahl geschmolzen wird, sondern durch zusätzliche Legierungsbestandteile und besondere Behandlung in der Fertigung die Qualität sogar gesteigert werden kann.

Ingenieure nutzen die Vorzüge von Stahl schon lange. Denn Stahl ist ein effizienter und nachhaltiger Werkstoff. Bauen mit Stahl bringt somit Vorteile für den Bauprozess, für Bauherren und die Umwelt.

Schon in vergangenen Jahrhunderten war Stahl oft mit großem Renommee verbunden. Beispielhaft sei der Eiffelturm genannt, der anlässlich der Pariser Weltausstellung von 1889 als ein Monument des technischen Fortschritts aus Stahl erbaut wurde und damals wie heute ein Prestigebau für Paris ist.

Der Stahlbau blickt nicht nur auf eine lange Geschichte zurück. Heute ermöglicht uns die Weiterentwicklung von Stahlqualitäten, Bauwerke zu planen und zu realisieren, die früher undenkbar gewesen wären. Und auch in der Zukunft wird das Bauingenieurwesen ohne Stahl nicht denkbar sein.

Sie erfahren heute hier am Stand von einigen herausragenden Praxisbeispielen des Stahlbaus. Unser Kammermitglied Hubert Busler von Mayer | Ludescher | Partner berichtet um 11 Uhr über den Bau der Geh- und Radwegbrücke über die Donau in Deggendorf. Dass Herr Busler hierfür auch den Brückenbaupreis 2016 erhielt, dürfte Ihnen bekannt sein.

Im Anschluss berichtet Peter Ackermann über das Rational Serviceteilecenter in Landsberg am Lech.

Zuvor jedoch erwartet Sie ein Praxisbericht meines Kollegen Martin Fischnaller über BIM in der Tragwerksplanung. BIM – Building Information Modeling – in dieser neuen Form des Bauens liegt die Zukunft. Davon bin ich überzeugt. Noch arbeitet nur ein kleiner Teil der Ingenieurbüros mit BIM und noch gilt es viele Fragen zu klären, auch rechtlicher Natur.

Auch wenn Verkehrsminister Dobrindt das Ziel ausgegeben hat, ab 2020 alle neu zu planenden Projekte seines Ministeriums mit BIM zu realisieren, wird es sicher noch ein weiter Weg sein, bis BIM überall angekommen und neuer Standard ist.

Doch wenn es soweit ist und wenn BIM sorgfältig und mit Bedacht eingesetzt wird, dann hat BIM das Zeug dazu, ebenso wie einst der Stahlbau das Planen und Bauen nachhaltig zu verändern – und hoffentlich auch zu verbessern und zu vereinfachen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen einen informativen Tag sowie interessante Gespräche!

 

 

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