Anbringung der Ehrentafel des Bayerischen Denkmalpflegepreises 2014 bei der Anatomischen Anstalt, München

am Mittwoch, 03. Dezember 2014, 15.00 Uhr
Anatomische Anstalt, Pettenkoferstraße 11, 80336 München

Grußwort: Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[Es gilt das gesprochene Wort]


Sehr geehrter Herr Dr. Mülke,
sehr geehrter Herr Prof. Putz,
sehr geehrte Herren Professoren,
sehr geehrter Herr Geiger,
sehr geehrter Herr Schmid,
sehr geehrter Herr Lenz,
sehr geehrter Herr Hacker,
sehr geehrter Herr Schülke,
sehr geehrter Herr Baumstark,
sehr geehrter Herr Nagel-Hirchauer,
sehr geehrter Herr DeFalco,
sehr geehrte Damen und Herren,


es freut mich sehr, dass Sie heute alle so zahlreich erschienen sind, um mit uns die Anbringung der Ehrentafel des Bayerischen Denkmalpflegepreises 2014 an der Anatomischen Anstalt in München zu feiern.

Bayern ist weit über die Landesgrenzen für seine historischen Bauwerke und Denkmäler aus allen Epochen bekannt. Wir haben das Glück, rund 112.000 Baudenkmäler in Bayern zu haben. Diese machen den Freistaat für Gäste aus aller Welt so interessant und faszinierend. Unser bauliches Erbe begeistern aber nicht nur unsere Gäste, sondern machen Bayern auch für die Einwohner so lebenswert.

Diese Schätze gilt es zu erhalten. Für die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist die Denkmalpflege folglich ein Herzensthema. Schon kurz nach Gründung der Kammer vor nun 24 Jahren wurde vom Vorstand der Arbeitskreis „Denkmalpflege und Bauen im Bestand“ ins Leben gerufen. Dieser Arbeitskreis war schon immer besonders lebendig, aktiv und engagiert.

Bauen im Bestand wird als Arbeitsfeld für unsere Mitglieder immer wichtiger. Rund die Hälfte aller Aufträge kommt inzwischen aus diesem Bereich. Die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke darf man dabei mit Fug und Recht als die Königsdisziplin beim Bauen im Bestand bezeichnen.

Denkmalpflege ist eine interdisziplinäre Aufgabe, bei der viele Fachrichtungen zusammenarbeiten müssen. Dazu braucht es ein offenes und konstruktives Miteinander von Bauherr, Denkmalpfleger, Ingenieur, Architekt, Restaurator und ausführenden Handwerkern. Deswegen gehören unserem Arbeitskreis, neben Ingenieuren, traditionell auch Vertreter der Denkmalpflege und Architekten an.

Nahezu alle Bereiche der Denkmalpflege – von der Bestandsaufnahme über die Standsicherheit bis hin zu bauphysikalischen Fragestellungen – betreffen dabei originäre Aufgabenfelder der im Bauwesen tätigen Ingenieure. Und die Ingenieure übernehmen zunehmend von den Architekten auch Aufgaben des Baumanagements.

Die Leistungen von Ingenieuren finden jedoch allzu oft im Verborgenen statt. Als Faustregel kann man sagen, je besser ein Ingenieur gearbeitet hat, desto weniger ist seine Arbeit sichtbar. Doch was nicht sichtbar ist, wird auch nicht anerkannt, obwohl die Arbeit der Ingenieure unverzichtbar ist.

Unsere Kammer hat es sich daher zum Ziel gesetzt, das, was Ingenieure tun, für die Allgemeinheit sichtbar und damit verständlich zu machen. Ganz bestimmt hilft der Denkmalpflegepreis dabei. Denn der Denkmalpflegepreis legt ganz bewusst ein besonderes Augenmerk auf die herausragenden Leistungen in den unterschiedlichen Aufgabenfeldern der im Bauwesen tätigen Ingenieure. So auch in diesem Jahr.

Bereits zum vierten Mal hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege diese besondere Auszeichnung an öffentliche und private Bauwerke aus Bayern vergeben. Übergeben wurden die Preise am 18. September an die sechs Preisträger im feierlichen Rahmen auf Schloss Schleißheim mit Herrn Staatssekretär Gerhard Eck.

Gold in der Kategorie „Öffentliche Bauwerke“ – und damit die beste Auszeichnung – ging an die Anatomische Anstalt München.

Heute möchte ich die Chance noch einmal nutzen, den Bauherren und ihren Planern, den Ingenieuren und Architekten und den beteiligten Handwerkern für ihr Engagement zu danken.  Ohne Ihre Begeisterung, Ihre Leidenschaft und Ihren Einsatz wären die Auszeichnung und unser heutiges Treffen nicht möglich gewesen. 

Vielen Dank dafür!

 

 

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