bauforum stahl: Seminarreihe über die EN 1090. Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) im Stahlbau - EN 1090 und weitere EN und ISO Regelwerke

11. November 2013, ab 09:00 Uhr
Hochschule München, Karlstraße 6, 80333 München
Grußwort von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[es gilt das gesprochene Wort]

Sehr geehrter Herr Buchner,
sehr geehrter Herr Schmidt,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie herzlich willkommen heißen zur dritten Veranstaltung der vierteiligen Seminarreihe über die EN 1090, die bauforumstahl, die Hochschule München und die Bayerischer Ingenieurekammer-Bau gemeinsam realisieren. Schweißen im Stahlbau nach EN 1090 und weitere EN- und ISO-Regelwerke im Bereich der Schweißtechnik sind das Thema der heutigen Veranstaltung. Für die Teilnahme an der heutigen Veranstaltung werden den Mitgliedern der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau übrigens 8 Fortbildungspunkte gutgeschrieben.
Durch die Aufnahme der DIN EN 1090 Teil 1 in die Bauregelliste und die Bemessung nach den Eurocodes ergeben sich einige Neuerungen, die Ingenieurbüros und Stahlbaufirmen künftig beachten müssen. Die Referenten des heutigen Tages werden Sie anschließend ausführlich über die technischen und personellen Voraussetzungen zum Schweißen von Stahlbauten informieren. Außerdem erläutern sie, was sich gegenüber der DIN 18800-1 und DIN 18800-7 in der schweißtechnischen Ausführung ändert. Den Abschluss der Seminarreihe wird am 20. Februar nächsten Jahres die Veranstaltung „Werkstoffe im Stahlbau / Anforderung EC 3 und EN 1090-2“ bilden.
In der täglichen Arbeit ist Stahl für einen großen Teil der Ingenieure ein ständiger und unverzichtbarer Begleiter. Stahl ist flexibel einsetzbar und aus ökologischer Sicht ein hervorragender Werkstoff, da er nicht nur ohne Qualitätsverlust unbegrenzt wiederverwertbar ist, indem der Alt-Stahl wieder zu Stahl geschmolzen wird, sondern durch zusätzliche Legierungsbestandteile und besondere Behandlung in der Fertigung die Qualität sogar gesteigert werden kann.
Ingenieure nutzen die Vorzüge von Stahl schon lange. Stahl ist ein effizienter und nachhaltiger Werkstoff. Bauen mit Stahl bringt Vorteile für den Bauprozess, für Bauherren und die Umwelt. Schon in vergangenen Jahrhunderten war Stahl oft mit großem Renommee verbunden. Beispielhaft sei der Eiffelturm genannt, der anlässlich der Pariser Weltausstellung von 1889 als ein Monument des technischen Fortschritts aus Stahl erbaut wurde und damals wie heute ein Prestigebau für Paris ist.
Der Stahlbau blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Weiterentwicklung von Stahlqualitäten ermöglicht uns heute, Bauwerke zu planen und zu realisieren, die früher undenkbar gewesen wären. Und auch in der Zukunft wird das Bauingenieurwesen ohne Stahl nicht denkbar sein.
Früher hatten die Stahlbaufirmen leistungsfähige Technische Büros und waren Innovationsträger. Heute sind die selbstständigen Ingenieurbüros die wesentlichen Träger der Innovation. Umso lobenswerter sind die wenigen Firmen wie Bögl in Neumarkt, die mit ihren Ideen dem Stahlbau neue Wege öffnen.
Für diejenigen unter Ihnen, die die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vielleicht noch nicht kennen, möchte ich abschließend noch kurz unsere Kammer vorstellen: Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vertritt die beruflichen Belange und Anliegen ihrer Mitglieder in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Neben der Verleihung und dem Schutz der Berufsbezeichnung »Beratender Ingenieur« gehört dazu auch die Führung der gesetzlich vorgeschriebenen Listen und Verzeichnisse. Die Förderung von Baukultur, Wissenschaft, Forschung und Technik ist ebenso Aufgabe der Kammer wie die Stärkung der Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Mitglieder. Als berufsständische Vertretung mit der Legitimation einer Körperschaft des öffentlichen Rechts tragen wir die Belange unserer Mitglieder an den relevanten Stellen vor. Wir sind in guten, regelmäßigen Gesprächen mit den Entscheidern in der Politik und machen uns dort für die Interessen unserer Mitglieder stark.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau zählt inzwischen mehr als 6.200 Mitglieder. Zu den Mitgliedern zählen freiberuflich tätige Ingenieure, Angestellte und Mitarbeiter des öffentlichen Diensts. Sie sind in allen Bereichen rund um das Ingenieurwesen im Bau – und natürlich auch im Stahlbau – zu finden. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist eine der wenigen Kammern in Deutschland, die kontinuierlich wächst. Das spricht für uns. Offenbar packen wir die Dinge an, die den Berufsstand auch tatsächlich umtreiben.
Stolz bin ich auf unsere sehr aktive Gremienarbeit. Um wichtigen Themen auch wirklich gerecht zu werden, befassen sich unsere Ausschüsse und Arbeitskreise jeweils mit bestimmten Facetten der Arbeit der Ingenieure im Bauwesen. Diese Ausschüsse und Arbeitskreise liefern dem Vorstand regelmäßig wichtige Erkenntnisse und konkrete Ideen, die dann wieder in die politische Arbeit der Kammer, aber auch in die Öffentlichkeitsarbeit einfließen. Wer in unserer Kammer aktiv mitarbeiten und selbst gestalten will, hat also einige Möglichkeiten. Vielleicht ist der ein oder andere unter Ihnen ja interessiert, unserer starken Interessensvertretung beizutreten. Es würde mich sehr freuen, wenn ich aus dem Kreise derer, die jetzt gerade vor mir sitzen, künftig auch einige Personen in der Kammer wiedersehen würde.
Lassen Sie uns nun tiefer eintauchen in die Finessen des Stahlbaus und des Schweißens, vor allem in die neuen Verantwortlichkeiten für planende Ingenieure durch die EN 1090. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen erkenntnisreichen Tag und interessante Gespräche!

 

 

zurück zur Übersicht

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Reden
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern