Forum Prüfsachverständige

8. November 2013, 09:30 Uhr
TÜV SÜD Industrie Service GmbH
Saal Chiemsee, Westendstraße 199 in 80686 München
Grußwort von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[es gilt das gesprochene Wort]

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich freue mich, Sie heute beim 5. Forum Prüfsachverständige für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen begrüßen zu dürfen. Das Forum wird von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau in Zusammenarbeit mit der Obersten Baubehörde und mit freundlicher Unterstützung der TÜV SÜD Industrie Service GmbH durchgeführt. Ihnen gilt mein herzlicher Dank. Sehr erfreulich ist für uns, dass das heutige Forum auch über die Grenzen Bayerns hinaus auf Interesse stößt. Ein besonderer Gruß geht daher an unsere Gäste aus den anderen Bundesländern.
Das Forum Prüfsachverständige versteht sich als institutionelle Plattform zum bayernweiten Erfahrungsaustausch. Wir wollen damit dem Dialog unter den Sachverständigen innerhalb der Kammerarbeit einen eigenständigen Rahmen geben, innerhalb dessen die spezifischen berufspolitischen Belange erörtert werden können. Lassen Sie uns kurz zurückblicken, welche Entwicklung dieses Forum bislang genommen hat.
Erstmals führte die Bayerische Ingenieurekammer-Bau das Forum Prüfsachverständige am 9. April 2003 durch. Das 2. Forum richtete sich speziell an die Sachverständigen nach § 2 Abs. 1 ZVEnEV.
Beim 3. Forum stand als Hauptthema auf der Agenda, in drei Fachgruppen Grundlagen für eine Vergütungsregelung zu erarbeiten. Die zentralen Themen des 4. Forums waren dann die Änderung der BayBO und der PrüNBau.
Dass heute das 5. Forum stattfindet ist ein Beleg dafür, wie effizient der Austausch bei den bisherigen Terminen war. So wurde von den Teilnehmern des 3. Forums Prüfsachverständige auch angeregt, ein Fachgespräch in Bezug auf die Prüfung von Raumlufttechnischen Anlagen in Küchen und Gaststätten zu führen. Dieses Fachgespräch sollte von Prüfsachverständigen in Zusammenarbeit mit der LBK München, der Branddirektion München und der Kaminkehrerinnung stattfinden. Nach einer Vorbesprechung am 18. November 2004 wurden dann die offiziellen Fachgespräche am 19. April 2005 begonnen, die inzwischen zwei Mal im Jahr stattfinden.
Dabei werden eine Vielzahl von technischen Anliegen über alle Fachgruppen diskutiert. Die Protokolle werden von der Kammer an alle Prüfsachverständige für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen und an die Prüfsachverständigen für Brandschutz verteilt. Bisher wurden 17 Fachgespräche durchgeführt. So wurde ein wertvoller Impuls, der aus einem früheren Forum Prüfsachverständige erwachsen ist, zu einer festen Größe. Die Inhalte des heutigen Forums wurden übrigens aus dem Kreis der Teilnehmer dieser Fachgespräche gemeinsam mit der Kammer erarbeitet.
Eine Überlegung, die uns in der Kammer derzeit umtreibt, ist die Frage, wie der Nachweis einer geeigneten Form der Weiterbildung für Prüfsachverständige erfolgen könnte. Weiterbildung ist gerade für technische Berufe unerlässlich, das wissen Sie alle. Die Technik verändert sich rasant und nur wer sein Wissen regelmäßig auf den aktuellen Stand bringt, kann seine Arbeit bestmöglich ausüben.
Der freie Beruf regelt traditionell seine Angelegenheiten selber. Dazu gehört auch die Sicherstellung der Qualität für ALLE Mitglieder des Berufsstandes gleichermaßen. Deswegen ist eine Fortbildungspflicht für den Freiberufler selbstverständlich. Unter den Prüfsachverständigen gibt es auch Angestellte, vor allem Angestellte von Prüforganisationen. Dort ist eine Weiterbildungspflicht schon aus Gründen der Qualitätssicherung der Organisation erforderlich. Für die Weiterbildung ist es unerheblich ob sie innerhalb einer Prüforganisation oder bei freien Wissensanbietern erfolgt. Wichtig ist aber, dass Inhalte und Durchführung auch gewissen Qualitätsstandards genügen.
In Sachen Qualitätssicherung kommt gerade den Prüfsachverständigen eine besondere Bedeutung zu. Sie tragen eine hohe Verantwortung. Man kann durchaus so weit gehen, zu sagen: sie sind aktive Verbraucherschützer. Ihre gewissenhafte Arbeit soll die Anerkennung bekommen, die sie verdient. Dafür setzt sich die Bayerische Ingenieurekammer-Bau mit Nachdruck ein.
Es freut uns, dass viele von Ihnen bereits von der Arbeit unserer Kammer überzeugt sind und wir Sie zu unseren Mitgliedern zählen dürfen. Mehrere von Ihnen sind der Kammer bislang dadurch verbunden, dass Sie bei uns listengeführt sind. Wir haben für Sie in den Infotaschen, die Sie draußen an unserem Stand bekommen, noch ein paar Informationen über die Mitgliedschaft zusammengestellt.
Erlauben Sie mir abschließend, kurz auf die Vorteile einzugehen, die eine Mitgliedschaft in der Kammer Ihnen bietet: Als berufsständische Vertretung mit der Legitimation einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, tragen wir die Belange unserer Mitglieder an den relevanten Stellen vor. Wir sind in guten, regelmäßigen Gesprächen mit den Entscheidern in der Politik und machen uns dort für die Interessen unserer Mitglieder stark. Auch wenn mal irgendwo der Schuh drückt, sind wir diejenigen, die die Sorgen und Nöte erläutern und Vorschläge machen, wie sie von den Verantwortlichen gelöst werden können.
Mit unseren Anliegen und Forderungen werden wir gut wahrgenommen. Doch klar ist auch, je größer eine Gemeinschaft ist, desto mehr wird sie gehört. Je größer die Gruppe ist, aus der heraus eine Forderung formuliert wird oder die einen Vorschlag einreicht, desto mehr hat ihre Position Gewicht.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau zählt zu den wenigen Kammern in Deutschland, die kontinuierlich wachsen. Das spricht für uns. Offenbar packen wir die Dinge an, die den Berufsstand auch tatsächlich umtreiben. Stolz bin ich auf unsere sehr aktive Gremienarbeit. Um wichtigen Themen auch wirklich gerecht zu werden, befassen sich unsere Ausschüsse und Arbeitskreise jeweils mit bestimmten Facetten der Arbeit der Ingenieure im Bauwesen. Diese Ausschüsse und Arbeitskreise liefern dem Vorstand regelmäßig wichtige Erkenntnisse und konkrete Ideen, die dann wieder in die politische Arbeit der Kammer, aber auch in die Öffentlichkeitsarbeit einfließen. Wer in unserer Kammer aktiv mitarbeiten und selbst gestalten will, hat also einige Möglichkeiten.
Auf die Bedeutung einer regelmäßigen Fortbildung, auch und gerade für die Berufsgruppe der Prüfsachverständigen, bin ich vorhin schon eingegangen. Mitglieder unserer Kammer profitieren auch von vergünstigten Teilnahmegebühren für die verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen der Ingenieurakademie Bayern.
Mit über 6.200 Mitgliedern sind wir bereits eine große Gemeinschaft. Doch jedes weitere Mitglied, das hinzukommt, steigert den Einfluss der Kammer. Es würde mich sehr freuen, wenn ich aus dem Kreise derer, die jetzt gerade vor mir sitzen, künftig auch einige Personen in der Kammer wiedersehen würde.
Damit darf ich das Wort an Herrn Baudirektor Andreas Bell übergeben und Ihnen für den heutigen Tag einen informativen Austausch unter Kollegen wünschen.

 

 

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