Festakt 50 Jahre VPI Bayern - 15 Jahre BVS Bayern

Grußwort Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
28.06.2013
Ehrensaal des Deutschen Museums, München

[es gilt das gesprochene Wort]


Meine Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Prüfingenieure spielen in der Kammer eine besonders aktive Rolle. Sie sind in der Vertreterversammlung überproportional zahlreich vertreten, sie arbeiten aktiv in zahlreichen Ausschüssen und Arbeitskreisen mit.

Dass sie so zahlreich in die Vertreterversammlung gewählt wurden und werden, und zwar auf allen Listen der Beratenden Ingenieure, liegt vielleicht daran, dass sie einen größeren Bekanntheitsgrad haben als der Ingenieur ohne dieses Amt. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass bei den Vermessungsingenieuren die Prüfsachverständigen ebenfalls überproportional stark in die Vertreterversammlung gewählt wurden.

Aber vor der Wahl steht erst mal die Kandidatur. Um in die Vertreterversammlung gewählt zu werden, muss ein Ingenieur auch bereit sein, einen Teil seiner Freizeit für den Berufsstand einzusetzen. Offenbar ist bei den Prüfingenieuren und den Prüfsachverständigen diese Bereitschaft zum Engagement für den Berufsstand auch überproportional stark.

Ich vermute, dass die in einem strengen Auswahlverfahren überprüfte fachliche Kompetenz und charakterliche Eignung den Prüfingenieuren im Kollegenkreis ein gewisses Ansehen verleiht.
Und das Bewusstsein um die Verantwortung nicht nur für die Standsicherheit führt vielleicht auch zu einem Bewusstsein um eine Verantwortung für den Berufsstand.

Deswegen freue ich mich, dass ich heute zum 50 jährigen Bestehen der Vereinigung der Prüfingenieure die Grüße der Bayerischen Ingenieurekammer–Bau überbringen darf.

Ich versichere Ihnen, dass die Kammer alles tun wird, um die Institution des unabhängigen, nur seinem Gewissen verantwortlichen Prüfingenieurs in Zukunft zu erhalten. Wir unterstützen Sie in Ihrem Bemühen, diese Unabhängigkeit zu bewahren.

Die Kammer bestellt ja die Prüfsachverständigen für Standsicherheit. Allerdings ist diese Bestellung nicht unabhängig von der Bestellung der Prüfingenieure. Normalerweise wird ein Ingenieur als Prüfingenieur anerkannt und wird in der Folge von der Kammer als Prüfsachverständiger für Standsicherheit bestellt. Die Fälle, in denen ein Prüfsachverständiger bestellt wurde, ohne zuvor als Prüfingenieur anerkannt zu sein, sind verschwindend gering. Aber auch in einem solchen Fall ist das Auswahlverfahren, das berühmte Fachgespräch, dasselbe wie beim Prüfingenieur. Damit ist sichergestellt, dass auch die Prüfsachverständigen, bis auf die Prüfsachverständigen der LGA, die gleiche Qualifikation nachgewiesen haben wie die Prüfingenieure. Und die Kammer legt Wert darauf, dass dies auch in Zukunft gewährleistet ist.

Aktuell wird im Vorstand der Kammer diskutiert, ob und wie die in der PrüfVBau enthaltene Pflicht „sich … und über die Entwicklung in ihrem Fachbereich stets auf dem Laufenden zu halten“  konkretisiert werden soll und kann. Anlass dazu ist ein Beschluss der Vertreterversammlung vom November letzten Jahres. Gefordert wird eine Konkretisierung des Umfangs der Weiterbildung im Fachgebiet und im Baurecht. Eine solche Regelung fordert allerdings auch Sanktionen bei Nichterfüllung der Fortbildungspflicht. Bei den Überlegungen, die dazu in den Ausschüssen der Kammer angestellt werden, wird selbstverständlich auch die Vereinigung der Prüfingenieure und der Prüfsachverständigen eingebunden.

So hoffe ich, dass die Institution des Prüfingenieurs in Bayern erhalten bleibt und dem 50-jährigen Bestehen der Vereinigung der Prüfingenieure noch viele weitere Jubeltage folgen werden.

 

 

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