Verleihung „Holzbaupreis Bayern 2006“

Grußwort
Dipl.-Ing. Univ. Heidi Aschl, Präsidentin der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
am 16.01.2007, zur Fachmesse BAU 2007

Sehr geehrter Herr Staatsminister,
sehr geehrter Herr Alfter, [Vorstandsvorsitzender Holzabsatzfonds]
sehr geehrter Herr Heese,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

wir sind heute hier, um die Preisträger des „Holzbaupreises Bayern 2006“ zu küren.

Holz – das ist nicht nur ein Baustoff mit großer Vergangenheit, sondern auch ein Baustoff mit großer Zukunft.

Seit einigen Jahren erlebt er – zurecht – eine Renaissance. Denn:
• Holz ist modern,
• Holz ist ehrlich,
• Holz ist nachhaltig,
• Holz ist wertvoll.

 
Dass Holz als moderner Baustoff nicht nur höchsten ästhetischen, sondern auch höchsten bautechnischen Anforderungen entspricht, das können wir unter anderem an den Projekten sehen, die heute hier ausgezeichnet werden. Ich bin sehr froh, dass Ingenieure, Architekten, Zimmerer und alle übrigen am Bau Beteiligten sich zwar schon seit vielen Jahrhunderten, aber eben seit einigen Jahren wieder verstärkt dem modernen Bauen mit Holz zuwenden.

Dadurch ist es gelungen, diesen Baustoff aus der eine Zeit lang als „biederen“ und „heimeligen“ belächelten Ecke heraus zu holen.
Holz ist klar in der Struktur, klar im Design.
Modern eben.

Holz ist auch ein ehrlicher Baustoff. Damit meine ich – und das ist jetzt die Sichtweise der Tragwerksplaner – dass auch der Laie am Holz ablesen kann, wie beispielsweise die Tragstruktur eines Bauwerks funktioniert. Der Verlauf der unterschiedlichen Kräfte ist deutlich ablesbar, und die Belastung der einzelnen Bauteile erkennt auch ein Nicht-Experte beispielsweise am gewählten Querschnitt. Insofern trägt Holz sehr gut dazu bei, dass Bauwerke „begreifbar“ werden.
Und ich bin mir sicher, dass dies auch am Wunsch vieler Bauherren sichtbar wird, die sich „offene Konstruktionen“ für ihr Bauwerk wünschen.
 
Holz ist nachhaltig. Das ist für Sie alle, die Sie sich täglich mit dieser Thematik befassen, nichts Neues. Und dennoch dürfen wir nicht müde werden, immer wieder darauf hinzuweisen. Holz wächst nach, Holz wird regional produziert und verarbeitet, Holz wird damit zu einem nachhaltigen Wirtschaftsgut, das vielen Beteiligten in der Region zu Gute kommt.

All diese Eigenschaften führen dazu, dass Holz zu einem wertvollen Baustoff wird.

Menschen fühlen sich mit Holz einfach wohl. Holz ist behaglich, hat exzellente bauphysikalische Eigenschaften, Holz ist belastbar, betastbar und erfassbar.

Ob es vielleicht daran liegt, dass man sich schon als kleines Kind eine Baumhaus oder eine Holzhütte im Wald wünscht?

Tatsache ist, dass die Menschen Vertrauen haben in den Baustoff Holz, weil sie Holz kennen und einschätzen können. Weil sie es mögen – es sieht ja schließlich gut aus, wenn es frisch eingeschlagen oder bearbeitet ist, dann riecht es ja auch.

Holz ist ein Baustoff, der mit allen Sinnen erlebbar ist. Das macht ihn so besonders, und das macht ihn für uns auch so wertvoll.

Im Namen des Kammervorstands gratuliere ich allen Preisträgern sehr herzlich. Danken möchte ich allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, und auch den Initiatoren gilt unser besonderer Dank.

Wettbewerbe sind ein wichtiges und richtiges Mittel, um in der Öffentlichkeit die hohe Qualität der Planungs- und Bauleistungen, die von Ingenieuren, Architekten und ausführenden Firmen in Deutschland erbracht werden, darzustellen. Und letztlich ist es immer die Qualität, die zählt!

Mit dem Holzbaupreis Bayern 2006 ist dies in besonderer Weise gelungen.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

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