Jubiläum: 30 Jahre Konstruktionsgruppe Bauen Kempten AG

Grußwort von Dipl.-Ing. Karlheinz Gärtner, Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, am 30.06.2005.

 

Sehr geehrter Herr Dubbert,
sehr Herr Anwander,
sehr geehrter Herr Nieder,
sehr geehrte Herren des Aufsichtsrats [Kober; Duchardt],
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konstruktionsgruppe Bauen Kempten,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

sehr herzlich darf ich Ihnen, auch im Namen unserer Kammerpräsidentin Heidi Aschl und der Mitglieder des Vorstands der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, zum 30jährigen Bestehen der Konstruktionsgruppe Bauen Kempten gratulieren.

Das tägliche Leben der Menschen in Deutschland und Europa wird maßgeblich bestimmt durch die Leistungen, die von Ingenieuren erbracht werden. Kein Zug würde Menschen befördern, kein Lkw Waren transportieren, wenn nicht zuvor Ingenieure die notwendigen Straßen, Brücken und Schienenwege geplant und gebaut hätten.
Wir könnten uns nicht in sicheren und behaglichen Gebäuden aufhalten, wenn nicht Ingenieure ihr umfangreiches Wissen in Sachen Statik oder Bauphysik in den Bauprozess einbringen würden.
Trinkwasser, Abfallentsorgung, Recycling, die Entwicklung regenerativer und innovativer Energienquellen – all diese Bereiche sind geprägt von Ingenieuren, die im Bewusstsein ihrer hohen Verantwortung für Mensch und Umwelt ihr Wissen und Können einsetzen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und nachhaltig zu sichern.

Ingenieure  - ob freiberuflich tätig, ob angestellt oder beamtet - haben also allen Grund, stolz zu sein auf ihre Leistungen und auf die Bedeutung, die ihr Berufsstand innerhalb der Gesellschaft darstellt.

Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass zu einem erfolgreichen Ingenieurbüro nicht nur die Ingenieure selbst, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen – von der Sekretärin über den technischen Mitarbeiter bis hin zum kaufmännischen Bereich. Als Vertreter der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ist es quasi „von Amts wegen meine Pflicht“, die Leistungen der Ingenieure ins rechte Licht zu rücken. Aber es ist mir sehr wohl bewusst, dass erfolgreiche Arbeit nur im Team möglich ist. Daher denke ich, dass an dieser Stelle ein Applaus angebracht wäre für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konstruktionsgruppe Bauen Kempten, die den Chefs nicht nur, wie man so schön sagt, „den Rücken frei halten“, sondern auch deren Ideen, Projekte und Visionen umsetzen und dafür sorgen, dass der Geschäftsbetrieb in diesem Ingenieurbüros – so hoffe ich doch – reibungslos läuft.
Nach nunmehr einem Jahrzehnt Krise in der Bauwirtschaft fällt es nicht leicht, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass es auch in unserer Branche wieder aufwärts gehen wird. Der Bedarf für Planungs- und Bauleistungen ist schließlich überall erkennbar – in Deutschland, aber auch jenseits unserer Grenzen.

Sie, sehr geehrter Herr Anwander, sehr geehrter Herr Nieder, sind mit der Konstruktionsgruppe Bauen da auf einem sehr, sehr guten Weg.

Das liegt natürlich zum einen daran, dass Sie die Verantwortung in einem von – ich will schon beinahe sagen „Kammer-Urgestein“ – Fritz Dubbert am 01.04.1975 mit seinen Kollegen Ahrens und Wiegard gegründeten Ingenieurbüro übernommen haben, das durch

weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist.

 

Es liegt aber auch daran, dass dieses Büro seit jeher auf die wichtigen Punkte setzt:

Für die Qualität ihrer Arbeit ist die Konstruktionsgruppe Bauen Kempten in Fachkreisen bekannt. Andernfalls hätte sich heute auch keine so illustre Schar an „hochkarätigen“ Gratulanten eingefunden.

Dass für Sie Innovation zählt belegt die Tatsache, dass Sie bei zahlreichen Großprojekten in Deutschland und im Ausland und mit vielen Sondervorschlägen in Zusammenarbeit mit Baufirmen erfolgreich waren – auch z.B. in Nigeria und im Irak.

Und dass für Sie die Vernetzung wichtig ist, macht zum einen die Tatsache deutlich, dass die Konstruktionsgruppe Bauen über ihre Partnerbüros auch in Konstanz, Dresden und München zu Hause ist. Zum anderen waren und sind die Geschäftsführer der KBK in Verbänden und vor allem auch in der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau überaus aktiv.

Das, sehr geehrter Herr Dubbert, sehr geehrter Herr Anwander, sehr geehrter Herr Nieder, zeichnet Sie vor zahlreichen ihrer Kolleginnen und Kollegen aus.

Ich rechne es Ihnen sehr hoch an, dass sie nicht zu der Sorte von Ingenieuren gehören, die permanent über die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Baubranche jammern und nur Forderungen „an die da oben“ stellen, sondern dass Sie selbst berufspolitisch aktiv sind, dass Sie ihr Wissen und Können einsetzen, um für den gesamten Berufsstand der Ingenieure zu kämpfen.

In Ihrem Engagement sind Sie, sehr geehrte Herren, ein Vorbild für viele ihrer Ingenieur-Kollegen.

Ganz nebenbei bemerkt: Es kommt ja auch nicht aus heiterem Himmel, dass wir hier in Kempten geradezu „ein Nest“ von aktiven Kammermitgliedern haben – wie unsere Regionalkonferenz hier in Kempten im vergangenen Jahr deutlich gezeigt hat.


Ich wünsche Ihnen, sehr geehrte Herren des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles Gute für die Zukunft.

Felsenfest bin ich der Überzeugung, dass Ihr Ingenieurbüro sehr gut aufgestellt ist für die Herausforderungen, die auf Sie zukommen werden. Dass wir, auch wenn es im Herbst voraussichtlich einen Regierungswechsel in Berlin geben wird, nicht plötzlich in einem Schlaraffenland leben werden, wo Milch und Honig fließen und die Aufträge von der Decke hängen, wird allen klar sein.

An der Tatsache der leeren Kassen in Bund, Ländern und vor allem auch in den Gemeinden wird auf die Schnelle nichts zu ändern sein.
Aber ich hoffe doch, dass nach und nach das Bewusstsein bei den politisch Verantwortlichen wächst, notwendige Investitionen zumindest in den Erhalt von Gebäuden und Infrastruktur heute zu tätigen und nicht der nachfolgenden Generation aufzubürden.

Und ich hoffe, dass schon bald wirtschaftliche Reformen in unserem Land greifen werden, damit die Menschen wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken, damit Investoren Planungssicherheit haben und damit es einen ganz grundlegenden Stimmungsumschwung in Deutschland gibt.

Denn das Hauptproblem in Deutschland ist zur Zeit ist „das Jammern“. Doch Jammern hilft uns nicht weiter. Viele in unserem Land müssen wieder lernen, dass Wohlstand nicht automatisch „vom Staat“ kommt, sondern dass er erwirtschaftet werden muss.

Und das geht nur dadurch, indem jeder Einzelne selbst die Ärmel hochkrempelt – und zwar seine eigenen! – und zupackt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


 

 

 

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