First Munich Bridge Assessment Conference (MBAC)

Grußwort von Dipl.-Ing. Univ. Heidi Aschl, Präsidentin der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, am 21.06.2005 in der Universität der Bundeswehr München, Neubiberg.

 

Sehr geehrter Herr Prof. Gebbeken,
sehr geehrter Herr  Prof. Keuser,
sehr geehrter Herr Prof. Mangerig,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch ich möchte Sie herzlich willkommen heißen in München. Sie haben mit Ihrer Entscheidung, an der First Munich Bridge Assessment Conference (MBAC) teil zu nehmen, bereits zwei sehr gute Entscheidungen getroffen.

Zum einen, weil diese Konferenz in der „heimlichen Hauptstadt Deutschlands“ und, wie ich meine, einer der zugleich schönsten Städte Europas stattfindet.

Und zum anderen, weil die Universität der Bundeswehr in München ein Garant ist für die hochwertige Ausbildung von Studierenden und für Fachkonferenzen auf allerhöchstem Niveau.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, der ich als Präsidentin vorstehe, vertritt die Interessen aller im Bauwesen tätigen Ingenieure in Bayern gegenüber der Politik, der öffentlichen Verwaltung und der Gesellschaft. Wir haben zur Zeit rund 5300 Mitglieder: Selbstständige, angestellte, beamtete und gewerblich tätige Ingenieure.

Unsere Kammer ist stark am internationalen Austausch und am kollegialen Dialog der Bauingenieure aus verschiedenen Ländern interessiert. Seit vielen Jahren haben wir sehr gute Beziehungen zu zahlreichen Kammern und Ingenieurverbänden in – hauptsächlich europäischen – Ländern, aber seit Kurzem zum Beispiel auch nach Brasilien.

Ein besonderes Anliegen ist für uns die Qualität der Ingenieurausbildung. Dabei pflegen wir enge Kontakte zu den Fachhochschulen und den beiden Universitäten in Bayern, die sich der Ausbildung von Ingenieuren im Bauwesen widmen. Diese beiden Universitäten haben, wie auch eine Fachhochschule, ihren Sitz in München.

Es ist also sicherlich nicht übertrieben zu sagen, dass München eine herausragende Stellung innerhalb der Ingenieurausbildung in ganz Deutschland einnimmt.

Wie eng die Beziehungen zwischen UniBW und Kammer sind, können Sie zum Beispiel daran sehen, dass die drei Organisatoren der Munich Bridge Assessment Conference, Prof. Gebbeken, Prof. Keuser und Prof. Mangerig, „selbstverständlich“ als Beratende Ingenieure Mitglieder unserer Kammer sind. Professor Gebbeken ist sogar Mitglied unseres Vorstands.

Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden in Deutschland zur Zeit die Studienabschlüsse Bachelor und Master eingeführt. Ich möchte nicht verhehlen, dass wir als Kammer anfangs sehr große Bedenken hatten, ob die kurze Studienzeit bis zum „Bachelor“ ausreicht, um alles zur Berufsausübung relevante Wissen zu erlangen zu können.

Nach wie vor sind wir der Meinung, dass der deutsche Abschluss „Diplom-Ingenieur“ ein Garant für eine sehr hohe Qualität der Ausbildung war und ist, der weltweit anerkannt wird. Aber es hat keinen Sinn, sich dem politisch Gewollten auf Dauer entgegenzustellen.

Meiner Ansicht nach wird der Markt in einigen Jahren selbst entscheiden, ob der „Bachelor“ ausreichend zum Beruf befähigt bzw. qualifiziert. Wir als Bayerische Ingenieurekammer-Bau werden jedenfalls die Voraussetzungen schaffen, um eine dauerhaft hochwertige Ausbildung insbesondere derjenigen Ingenieure in Bayern zu garantieren, die als „Beratender Ingenieur“ in unsere Kammer aufgenommen werden möchten.

 
Im politischen Sinne hat sich Deutschland in den vergangenen sechs Jahrzehnen schon immer als Brückenbauer für ein vereintes, friedliches Europa verstanden.

Seit der Wiedervereinigung ist Deutschland von einer Lage am Rande in die Mitte von Europa gerückt. Mit der Osterweiterung der Europäischen Union ist unser Land darüber hinaus mehr denn je den stetig wachsenden Verkehrsströmen ausgesetzt.

Daher sind wir nicht nur politisch, sondern auch ganz real, ein Land der Brückenbauer. Im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit sind sehr viele neue Bauwerke entstanden. Zahlreiche alte Brücken stehen zur Sanierung an. Und auch international hat das deutsche Ingenieurwesen im Brückenbau – erwähnen möchte ich nur z.B. Jörg Schlaich – ein hohes Ansehen.

Brückenbau war und ist eine der Königsdisziplinen im Bauingenieurwesen. Daher freue ich mich, dass Sie sich heute und in den kommenden vier Tagen im Rahmen der First Munich Bridge Assessment Conference mit diesem Thema auseinander setzen werden.

Ich wünsche Ihnen interessante Vorträge, gute Gespräche, nachhaltige Kontakte und einen schönen Aufenthalt in München.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[es gilt das gesprochene Wort]

 

 

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