Seit 1. September gilt ein neuer Mindestlohn für das Baugewerbe

12,95 Euro für Facharbeiten auf bayerischen Baustellen

 

Frankfurt   -  01.09.2010

Nach Angaben der IG Bauen-Agrar-Umwelt werde auf den Baustellen im Westen jeder Beschäftigte mindestens 12,95 Euro für Facharbeiten bzw. 10,90 Euro pro Stunde für Hilfstätigkeiten verdienen. Für Bauarbeiter im Osten liege der Mindestlohn bei 9,50 Euro. „Alles darunter ist illegal. Die Lohnuntergrenze gilt insbesondere auch für ungelernte Beschäftigte“, sagt Dietmar Schäfers, stellvertretender Bundesvorsitzende der IG BAU.

Über Ost- oder West-Lohn entscheide stets die Lage der Baustelle. „Wenn Beschäftigte eines Bauunternehmens aus dem Osten auf einer Baustelle im Westen arbeiten, dann bekommen sie auch den höheren Mindestlohn“, machte der IG BAU-Vize deutlich. Grundsätzlich sei jedoch nicht der Mindestlohn das Maß aller Dinge. „Das ist lediglich die unterste legale Lohngrenze. Entscheidend ist der Tariflohn. Er ist Richtschnur für das Lohnniveau“, so Schäfers.

Die September-Erhöhung ist die zweite Anhebung des Bau-Mindestlohnes, auf die sich IG BAU und Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen im Mai 2009 geeinigt haben. Eine dritte Stufe wird im Juli kommenden Jahres erfolgen.

Der laufende Lohntarifvertrag für das Bauhauptgewerbe wird Ende März 2011 auslaufen. 

 

Quelle: IG Bauen-Agrar-Umwelt 
 

 

 

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