Bayerische Ingenieurekammer-Bau prämiert kreative Öffentlichkeitsarbeit

Die Entscheidung der Jury war einstimmig: Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Ingenieurpreis der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau geht in diesem Jahr an zwei Gewinner.

 

München   -  16.01.2009

Jeweils 5.000 Euro erhalten für ihre Beiträge Diplomingenieur Ernst-Georg Bräutigam aus dem oberpfälzischen Nabburg sowie Diplomingenieur Helmut Wolf aus München. Der Wettbewerb stand dieses Mal unter dem Motto: „Zeig! was Du tust – Ingenieure präsentieren sich, ihr Planen und Bauen“. Während Bräutigam die Jury mit seinem originellen Beitrag überzeugen konnte, hat die Jury die Professionalität überzeugt mit der sich das Ingenieurbüro SSF Ingenieure in der Öffentlichkeit präsentiert. Bei der Verleihung der Preise am Freitag (16. Januar) empfahl der Diplomingenieur Helmut Schütz, 1. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, allen Ingenieuren, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. „Oft lässt sich unsere Arbeit nicht leicht plakativ darstellen, deshalb aber auf Öffentlichkeitsarbeit zu verzichten ist falsch“, so Schütz.

Leistung mit Leidenschaft(en)

Beim Ingenieurpreis 2009 waren Beispiele für kreative, kompetente und wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit von Ingenieuren gesucht. Punkten konnten die Wettbewerbsteilnehmer mit Beiträgen, die die Leistungen der Ingenieure in der Öffentlichkeit verständlich und werbewirksam darstellen. Ein 1. Preis ging an Diplomingenieur Ernst Georg Bräutigam von Bräutigam-Consult aus Nabburg für seinen Beitrag mit dem Titel „25 Jahre Leistung mit Leidenschaft(en)“. Dabei handelt es sich um eine mehrseitige, farbige Informationsbroschüre, in der der Preisträger seine Leistungen verständlich und originell beschreibt und über sich und seine Arbeit berichtet. Das Informationsblatt erzeuge beim Leser Spannung und informiere mit einfachen Mitteln auf ausgezeichnete Weise, so die Jury. Besonders gelungen sei die Reduzierung auf das Wesentliche. „Der Beitrag habe Vorbildcharakter für die Außendarstellung von kleinen Ingenieurbüros mit beschränkten Mitteln“, sagte Helmut Schütz.

Beeindruckende grafische Gestaltung

Ernst Georg Bräutigam

Ein weiterer 1. Preis ging an das Ingenieurbüro SSF Ingenieure, vertreten durch Diplomingenieur Helmut Wolf. Die Jury lobte das übersichtliche, durchgängige Corporate Design. „Das Vorhaben, das Unternehmen in allen an die Öffentlichkeit gehenden Unterlagen sofort erkennen zu lassen, wird schlüssig umgesetzt“, so Schütz. Die Jury habe beeindruckt, dass sich das Unternehmen finanziell und personell ein solches Projekt geleistet habe. SSF Ingenieure habe erkannt, wie wichtig es ist, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation gezielt und durchgängig anzugehen. „Die Qualität des Wettbewerbbeitrags an sich sowie die ansprechende grafische Gestaltung sind sehr gut“, sagte Schütz.

Auch Ingenieure dürfen werben!

Preisträger Helmut Wolf

Schütz räumte auch mit einem weit verbreiteten Irrtum unter Ingenieuren auf: „Wir dürfen sehr wohl für uns und unsere Dienstleistungen werben.“ Ob Werbung zulässig ist, hänge allein von ihrer Gestaltung ab. Sie dürfe nur nicht anpreisend oder aufdringlich wirken, sondern müsse sachlich und informativ gehalten sein, sagte Schütz. Oft müsse nicht einmal viel Geld oder Zeit in die Öffentlichkeitsarbeit investiert werden: „Wie wäre es zum Beispiel mit einer Führung über die nächste Baustelle für Politiker oder Journalisten?“ Als weitere Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit nannte Schütz Imagebroschüren, Internetseiten, Pressemitteilungen, Adressbucheinträge und Werbegeschenke.


 

 

 

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