Broschüre „Baudenkmal und Energie"

Neue Veröffentlichung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

 

München   -  05.02.2014

Baudenkmal und EnergieDie Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat eine neue Broschüre zum Thema „Baudenkmal und Energie" herausgegeben. Die umfangreiche Veröffentlichung zeigt auf 120 Seiten mit zahlreichen Fotos, Schaubildern und Diagrammen, worauf bei der energetischen Modernisierung eines Baudenkmals Wert gelegt werden sollte.

Die Broschüre wurde vom Arbeitskreis Denkmalpflege und Bauen im Bestand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau unter Mitwirkung der Bayerischen Architektenkammer und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erarbeitet

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Baudenkmal und energetische Modernisierung

Baudenkmal und EnergieDie energetische Modernisierung eines Baudenkmals stellt stets eine Einzelfallbetrachtung dar. Das Ziel der Publikation ist es, die zentralen Aspekte des Themengebiets „Baudenkmal und Energie“ sowohl für den Denkmaleigentümer als auch für den Planer verständlich darzustellen. Darüber hinaus werden die wesentlichen Schritte der energetischen Modernisierung, von der Untersuchung des Bestands bis hin zur Konzeption von Verbesserungen, detailliert erläutert und anschaulich dargestellt.

Baudenkmal und EnergieIm Gegensatz zu „üblichen“ Bestandsbauten, bei denen lediglich die konkreten bauphysikalischen Auswirkungen entsprechender Modernisierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Wärmebrücken, sorgfältig zu planen und umzusetzen sind, müssen bei Baudenkmälern auch weiterführende Aspekte berücksichtigt werden, um diese Gebäude als Zeugnisse unserer Geschichte und Kultur zu erhalten.

Inhalt der Broschüre

Baudenkmal und EnergieDazu ist es zunächst notwendig, sich damit auseinanderzusetzen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielvorgaben in der Vergangenheit Gebäude errichtet wurden.

Das Kapitel „Historische Bauweisen“ verdeutlicht, dass Energieeffizienz schon in der Vergangenheit, sowohl bei der Wahl der Baustoffe als auch bei der Raumanordnung, eine Rolle gespielt hat.

Auf die Besonderheit der historischen Bausubstanz sowie auf besondere denkmalfachliche Aspekte wird im Kapitel „Denkmalpflegerische Richtlinien zum Schutz des Baudenkmals“ näher eingegangen.

Baudenkmal und EnergieDabei werden die Wertigkeit der Baustoffe und der Bauteile sowie die möglichen Auswirkungen verschiedener baulicher Änderungen kritisch hinterfragt. Wenn es um das Thema „Energie“ im Bauwesen geht, richtet sich der Fokus im Wesentlichen auf die derzeit geltende Energieeinsparverordnung sowie auf weiterführende Richtlinien und Normen. Doch bereits im Jahr 1952 wurde mit der ersten Ausgabe der DIN 4108 der Grundstein für den baulichen Wärmeschutz in einer Norm gelegt wurde.

Baudenkmal und EnergieDas Kapitel „Entwicklung der Normen und Richtlinien“ zeigt ausführlich, wie sich die Normen und Richtlinien von der DIN 4108 bis zur Energieeinsparverordnung weiterentwickelt haben und von welchen Grundintentionen diese Weiterentwicklung geprägt war.

Um Bestandsgebäude zu bewerten und energetische Verbesserungen, sowohl baulich als auch im Bereich der Gebäudetechnik, zu konzipieren,
sind grundlegende Kenntnisse zur Eigenschaft von Dämmstoffen sowie
zum Raumklima unerlässlich. 

Baudenkmal und EnergieDies wird sowohl im Kapitel „Grundlagen der Wärmedämmung und des Raumklimas“ als auch im Kapitel „Technische Gebäudeausrüstung“ ausführlich betrachtet und mit vielen Beispielen veranschaulicht.

Die Konzeption von Maßnahmen zur energetischen Verbesserung von Baudenkmälern setzt darüber hinaus eine genaue Kenntnis des Bestands voraus. Dafür sind zunächst ausführliche Untersuchungen am Bauwerk notwendig.

Die Durchführung dieser Untersuchungen sowie die Dokumentation der Ergebnisse werden im Kapitel „Voruntersuchungen“ dargestellt.

Baudenkmal und EnergieDie häufig anzutreffenden  Baumaterialien  und ihre Verwendung im Bestand werden im Kapitel „Werkstoffe und Bauteile im Bestand“ exemplarisch dargestellt.

Eine ausführliche und kritische Betrachtung der möglichen Bauteilverbesserungen durch zusätzliche Wärmedämmung erfolgt im Kapitel „Planung und Instandsetzung unter Berücksichtigung der Denkmalpflege“.

Baudenkmal und EnergieSowohl die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Bauteilverbesserungen als auch deren besondere Risiken von Schäden und Folgeschäden werden anhand verschiedener Bauteile ausführlich erörtert. Da es sich bei Baudenkmälern stets um Einzelfallbetrachtungen handelt, wurde bewusst auf Bauteilkataloge mit technischen Angaben, wie beispielsweise U-Werte, verzichtet.

Bei jedem Baudenkmal sind die möglichen Modernisierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung des jeweiligen Bestands individuell festzulegen und zu planen. Bei den dargestellten Rechenbeispielen handelt es sich daher um exemplarische Betrachtungen, die das Verbesserungspotenzial sowie die damit einhergehenden Risiken verdeutlichen sollen.

Im Kapitel „Baurechtliche und verfahrenstechnische Fragen“ erfolgt abschließend eine Darstellung der derzeit geltenden baurechtlichen Anforderungen.

Herausgeber und Partner

Baudenkmal und Energie

Fotos: Dipl.-Ing. (FH) Klaus-Jürgen Edelhäuser, Dr. Bernd Vollmar, Grafiken:  Bauphysik-Programm "Dämmwerk"



 

 

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