Bayerische Ingenieurekammer-Bau tritt Denkmalnetz bei

Die Initiative setzt sich für die Denkmalpflege in Bayern ein

 

München   -  02.03.2012

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist dem Denkmalnetz beigetreten, das Anfang des Jahres gegründet wurde.

Auf der ersten Arbeitskreissitzung des Denkmalnetzes vom 10. Februar stand die Aufbauarbeit im Vordergrund. Es wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet: Eine beschäftigt sich mit redaktionellen Arbeiten (Internetseite, Flyer, Rundbrief - Meike Gerchow, Johannes Haslauer, Stephanie Heyl, Achim Schröer), eine zweite mit der Konzeption und Vorbereitung von Veranstaltungen (Alexander Mayer, Wolfgang Weise). Der Aufbau einer Rechtsberatung wurde angestoßen. Mehrere Initiativen und Einzelpersonen haben sich bereits an das Denkmalnetz gewandt und wurden beraten.

Das Denkmalnetz Bayern war am 16. Februar zu einem Gespräch mit Dr. Wolfgang Heubisch, Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingeladen. Sechs Vertreter des Denkmalnetzes stellten dem für die Denkmalpflege zuständigen Minister die Forderungen aus der „Tutzinger Erklärung zur bürgerschaftlichen Denkmalpflege“ vor und thematisierten akute Probleme. So sprachen sie die vielerorts fehlenden Listeneinträge schützenswerter Gebäude und das 1994 abgeschaffte Dissensverfahren an. Dieses hatte dafür gesorgt, dass die Unteren Denkmalschutzbehörden einer Kontrolle unterworfen waren, wenn sie gegen den fachlichen Rat des Landesamts für Denkmalpflege entschieden. Die Vertreter des Denkmalnetzes betonten, dass das Bündnis im Interesse der Erhaltung der bayerischen Denkmallandschaft an einem konstruktiven Dialog mit den Behörden interessiert ist. Der Minister brachte seine Sympathien mit den bürgerschaftlichen Initiativen zum Ausdruck und regte an, dass sich das Denkmalnetz im Landesdenkmalrat vorstellen sollte.

Johannes Haslauer und Achim Schröer sind Sprecher des Denkmalnetzes. Der Arbeitskreis wählte sie in seiner Sitzung am 10. Februar. Der Landeshistoriker Haslauer vertritt das Denkmalnetz in Bayern und in Bezug auf die einzelnen Projekte und Initiativen, Stadtplaner Schröer kümmert sich um Denkmalpolitik und Grundsatzfragen und vertritt das Denkmalnetz außerhalb Bayerns.Haslauer ist Sprecher der Freunde des Alten Schulhauses Puchheim-Bahnhof, Schröer erforscht in seiner Dissertation an der Bauhaus-Universität die bürgerschaftliche Denkmalpflege in Deutschland und England. „Wir freuen uns auf unseren Einsatz für die bayerische Denkmallandschaft und hoffen auf intensiven Dialog mit den Initiativen“, so die beiden Sprecher. Zu erreichen sind sie über die Emailadresse kontakt@denkmalnetzbayern.de

Der Arbeitskreis braucht den Austausch mit den Initiativen, um sich für die Denkmalpflege in Bayern einsetzen zu können und ist daher für Ideen, Probleme, Anregungen und Mitarbeit immer offen.

Voraussichtlich ab Mitte April ist das Bündnis online unter www.denkmalnetzbayern.de mit Informationen zu den einzelnen Initiativen, gefährdeten, geretteten und verlorenen Objekten. Ein "Notrufknopf" für bedrohte Denkmäler soll Rettungsaktionen in akuten Fällen ermöglichen.

Quelle: Denkmalpflegenetz

 

 

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