Bundesbildungsministerin würdigt neue Initiative der Kammer

Vorbildlich und wegweisend: Chancenbörse zur Vermittlung qualifizierter ausländischer Ingenieure

 

Berlin/München   -  21.06.2017

Unternehmenspreis  „Chancenbörse – Ingenieur-Know-how in der Praxis“ heißt eine neue Initiative der Kammer, die sie gemeinsam mit zwei starken Partnern umsetzen wird. Ziel der „Chancenbörse" ist es, qualifizierte ausländische Ingenieure in den deutschen Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Die neue Initiative, die die Bayerische Ingenieurekammer-Bau gemeinsam mit der Tür an Tür gGmbH (Augsburg) und dem IQ-Landesnetzwerk MigraNet (München) durchführt, wurde jetzt auch für den bundesweiten Unternehmenspreis  "Wir für Anerkennung" nominiert und von der Ministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, gelobt.

Einmal mehr bestätigte zuletzt im Frühjahr die Konjunkturumfrage der Kammer, dass die bayerischen Ingenieure händeringend neue Mitarbeiter suchen. 68,8 Prozent gaben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung qualifizierter Stellen zu haben. Die „Chancenbörse“, die die Kammer gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern, der Augsburger Tür an Tür gGmbH und dem IQ-Landesnetzwerk MigraNet, betreibt, kann hier Abhilfe schaffen.

Achtwöchtige Arbeitserprobung

Da viele Unternehmen unsicher sind, ob die im Ausland qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieure über das nötige Fachwissen und die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen, können Arbeitgeber, die an der Chancenbörse teilnehmen, eine ihnen geeignet erscheinende Person acht Wochen lang zur Arbeitserprobung beschäftigen. Das Beschäftigungsverhältnis endet nach dieser Frist automatisch.

Vorstellung von Fachkräften

Ab der September-Ausgabe stellen wir Ihnen in unserer Mitgliederzeitschrift „Ingenieure in Bayern“ regelmäßig ausländische Fachkräfte vor, die für diese Arbeitserprobung zur Verfügung stehen. Wenn Sie eine dieser Personen persönlich kennenlernen wollen, wenden Sie sich bitte an Doris Dornieden vom Referat Berufsanerkennung unter Telefon: 089/419434-25 oder E-Mail: d.dornieden@bayika.de

Weitere Informationen zur Berufsanerkennuung finden Sie hier:
Berufsanerkennung von Ingenieuren

Unternehmenspreis "Wir für Anerkennung"

Lob von der Bundesbildungsministerin

Urkunde Unternehmenspreis Das Engagement der Kammer würdigte auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka: „Mit Ihrem Engagement im Bereich der beruflichen Anerkennung leistet Ihr Unternehmen Pionierarbeit und trägt dazu bei, Menschen, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind, gleichberechtigt in unsere Arbeitswelt zu integrieren. Das ist vorbildlich und wegweisend. Ich hoffe, dass viele Betriebe Ihrem Beispiel folgen.“

Die Broschüre zum Unternehmenspreis »Wir für Anerkennung«

Das Interesse am Unternehmenspreis war erfreulich hoch: Mehr als 20 Beiträge gingen im Bewerbungszeitraum ein.

In der Broschüre »Fachkräfte finden - Personal binden mithilfe der beruflichen Anerkennung« werden die vielen guten Praxisbeispiele und Ideen vorgestellt, um das betriebliche Engagement zu würdigen und anerkennungsinteressierten Unternehmen Wege aufzuzeigen, wie sie die berufliche Anerkennung als Instrument der Personalarbeit nutzen können. Sie können die Broschüre hier downloaden:

Download Broschüre (PDF)

Broschüre zum Unternehmenspreis »Wir für Anerkennung«Auszug aus der Broschüre

Kapitel 4 „Gute Ideen“

Überzeugende Ansätze, wie die berufliche Anerkennung noch besser in der betrieblichen Praxis verankert werden kann, sind immer gefragt. Darum hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Unternehmenspreises „Wir für Anerkennung“ neben guter Praxis auch nach guten Ideen gefragt – und die gibt es!

Eine ganz anders gelagerte Idee haben die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, die Tür an Tür gGmbH (Augsburg) und das IQ-Landesnetzwerk MigraNet (München) eingebracht: Die von der Netzwerkinitiative entwickelte „Chancenbörse – Ingenieur-Know-how in der Praxis“ ist ein niederschwelliger Ansatz, um bereits anerkannten Ingenieurinnen und Ingenieuren aus dem Ausland, den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Im Kern geht es dabei um eine achtwöchige Arbeitserprobung.

„Viele Unternehmen sind unsicher, ob die im Ausland qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieure über das nötige Fachwissen und die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen. Im Rahmen der Arbeitserprobung können sie die Personen kennenlernen und ihre Skepsis im besten Falle verlieren.“ Bayerische Netzwerkinitiative „Chancenbörse“

Als Vermittlungsplattform dient die Fachzeitschrift „Ingenieure in Bayern“: Hier werden die Ingenieurinnen und Ingenieure kurz vorgestellt und Unternehmen über die Möglichkeit eines Kennenlernens im Rahmen der Arbeitserprobung informiert. Bei Interesse können sich die Betriebe an eine der drei Netzwerkorganisationen wenden. Diese organisiert ein erstes telefonisches, schriftliches oder auch persönliches Kennenlernen. Können sich die beiden Parteien eine Zusammenarbeit auf Probe vorstellen, wird ein auf acht Wochen befristeter Arbeitsvertrag geschlossen. Im besten Falle endet dieser mit einer Festanstellung, in jedem Falle aber mit einem Arbeitszeugnis.

Die Netzwerkinitiative steht den Ingenieurinnen und Ingenieuren ebenso wie den Unternehmen während der Arbeitserprobung als Ansprechperson zur Verfügung und stellt die formalen Rahmenbedingungen (Vertrag, Mindestlohn, Arbeitszeugnis) sicher.


 

 

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