ForBAU Froschungsverbund startet zum 01.01.2008

Bayerische Forschungsallianz zum Intelligenten Bauen

 

München   -  17.12.2008

Der Forschungsverbund "Virtuelle Baustelle - Digitale Werkzeuge für die Bauplanung und -abwicklung" (FORBAU) geht am 1. Januar 2008 an den Start. Die Bayerische Forschungsstiftung fördert den Verbund in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 2,25 Mio. €. Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Willibald Günthner vom Lehrstuhl Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der TU München. Er erhält von sechst Lehrstühlen der TU München, der Universität Erlangen-Nürnberg, der Hochschule Regensburg und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) wissenschaftliche Unterstützung.

Wirtschaftspartner sind Baufirmen, Planungs- und Ingenieurbüros, Baumaschinenherstellern und IT-Partnern für digitale Werkzeuge. Nach dem Bauboom zu Beginn der 90er Jahre, erlebte die Branche eine lang anhaltende Rezession. Zwar hat sich die Situation in Deutschland seit 2006 durch den allgemeinen Konjunkturaufschwung etwas verbessert, jedoch wird sich insbesondere der internationale Wettbewerb langfristig verschärfen. 

Gemeinsam mit den Industriepartnern haben die Wissenschaftler die Aufgabe des neuen Forschungsverbundes definiert: Eine ganzheitliche Abbildung eines komplexen Bauvorhabens in einem digitalem Baustellenmodell. Dieses soll über alle Projektphasen hindurch genutzt und kontinuierlich erweitert werden.
Dafür ist es notwendig, Daten aus der Planung, Vermessung, Arbeitsvorbereitung, Buchhaltung und der Baustelle selbst in einer zentralen Datenplattform zu sammeln. Die bietet die besten Voraussetzungen, um auch alle Subunternehmer von Anfang an in die Supply Chain zu integrieren und eine durchgängige Kontrolle über den Baufortschritt zu ermöglichen.
Mit dynamischen Ablaufsimulationen in einer frühen Planungsphase können kritische Prozesse vorab im virtuellen Modell getestet werden, so dass später auf der realen Baustelle keine Verzögerungen entstehen.
Am Ende der Verbundlaufzeit werden die Wissenschaftler ein Konzept präsentieren, das die vorhandenen Insellösungen für die einzelnen Prozessschritte in ein ganzheitliches Modell integriert. Die "virtuelle Baustelle" wird CAD-Modelle mit Ablaufsimulationen koppeln und durch einen automatischen Soll-/Ist-Vergleich für eine permanente Aktualisierung des Modells sorgen. Die Verbundspartner sind sicher, dass sie mit diesem Einspar- und Innovationspotential die bayerische Bauwirtschaft auch langfristig im Markt verankern können. Ein Demonstrator setzt die theoretischen Ergebnisse um, so dass die Vision der "virtuellen Baustelle" Einzug in die Praxis finden kann.

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