Marktzutrittsregeln führen zu mehr Effizienz und sichern Qualität

Untersuchung des Bundesverband der Freien Berufe (BFB)

 

Berlin   -  06.07.2017

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat am 6. Juli 2017 die Ergebnisse seiner in Auftrag gegebenen Untersuchung „Aspekte der Deregulierung bei den Freien Berufen“ vorgestellt. Hiernach führen Marktzutrittsregeln – entgegen der Behauptungen der Europäischen Kommission – auf freiberuflichen Märkten zu besserer Markteffizienz und sichern die Qualität. In der Untersuchung wird von den Gutachtern die ökonomische Wirkungsweise von Regulierung bzw. Deregulierung in Märkten für freiberufliche Dienstleistungen wissenschaftlich untersucht und bewertet.

Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Studie
Die Freien Berufe in Deutschland sind „Dienstleister mit Besonderheiten“. Diese Besonderheiten bedingen besondere Spielregeln für die Dienstleistungen, die sie erbringen – auch und gerade, wenn sich die Bewertung auf eine ökonomische Betrachtung beschränkt, die dieser Art von Dienstleistungen nur teilweise gerecht wird.

Der Studie „Aspekte der Deregulierung bei den Freien Berufen“ lässt sich entnehmen, dass Marktzutrittsregeln auf freiberuflichen Märkten zu besserer Markteffizienz (d.h. Wohlfahrtsverbesserung) führen und Qualität sichern.

In Vertrauensgütermärkten wie den Freien Berufen gilt dies auch für Preisregulierung. Forderungen nach Deregulierung in den Freien Berufen lassen sich also nicht mit positiven Erfahrungen in anderen Bereichen der Wirtschaft, die keine Vertrauensgütermärkte sind, begründen.

Diese Forderungen nach Deregulierung lassen sich zudem nicht dadurch begründen, dass die „Produktivität“ der Freien Berufe hinter der Entwicklung in anderen Bereichen zurückbleibe. Denn der gebräuchliche Produktivitätsbegriff ist nicht für freiberufliche Dienstleistungen konzipiert. Dies verhindert den objektiven Vergleich zwischen der Produktivitätsentwicklung von Gütern und Dienstleistungen.

Auch der OECD-Regulierungsindikator hat konzeptionelle Schwächen. Seine Aussagekraft bezüglich der tatsächlichen Regulierungsdichte und -wirkung in den Freien Berufen in Deutschland ist daher eingeschränkt; wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen auf der Grundlage dieses Indikators sind deshalb aus Sicht der Freien Berufe nicht zielführend.

Download:

https://www.freie-berufe.de/fileadmin/bfb/Startseiten-Inhalte/05-07-2017/Studie_Erlaeuterungen_und_Zusammenfassung_plus_Anlage_.pdf

 

 

[ zurück ]

 

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern