22. Bayerischer Ingenieuretag am 31. Januar 2014 in München


»Krisen | Chancen | Ingenieure« war das Thema des 22. Bayerischen Ingenieuretags am 31. Januar 2014. Mit Prof. Claudia Kemfert und Prof. Ortwin Renn konnte die Bayerische Ingenieurekammer-Bau erneut hochkarätige Referenten gewinnen. Rund 800 hochrangige Gäste aus dem In- und Ausland waren nach München gekommen, um zu erfahren, was Krisen, Chancen und Ingenieure mit einander zu tun haben. Damit bestätigte der Ingenieuretag wieder seinen Ruf als bedeutender Branchentreff des bayerischen Bauwesens.

Rund 800 Gäste beim Ingenieuretag

(Alle Fotos wenn nicht anders angegeben: Birgit Gleixner)

Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich SchroeterIn seinem Grußwort konnte Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter außer vielen Ingenieurkolleginnen und -kollegen sowohl Abgeordnete aus dem Bayerischen Landtag als auch zahlreiche Vertreter der Bauverwaltung sowie von Ämtern und Organisationen des Staates begrüßen. Neben vielen Entscheidern aus der  Bauindustrie und dem Baugewerbe waren auch zahlreiche Vertreter der bayerischen Ingenieurverbände und viele Gäste aus Universitäten, Hochschulen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen unter den Besuchern.

Dr.-Ing. Heinrich Schroeter und Dipl.-Bauing. Crtomir Remec M.Sc., C.E.Stellvertretend für die ausländischen Kammern begrüßte Schroeter Herrn Crtomir Remec, den Präsidenten des Europäischen Rates der Ingenieurkammern ECEC. 

HOAI 2013

Gleich zu Beginn ging Schroeter in seiner Begrüßung auf die neue HOAI ein. Trotz der Freude der Ingenieure über die dringend notwendige Anhebung der Tafelwerte als Grundlage für die Honorarberechnung wies
Dr.-Ing. Heinrich Schroeter: HOAI 2013Schroeter nochmals darauf hin, dass im Zuge der baufachlichen Überarbeitung gleichzeitig der Katalog der einzelnen Teilleistungen der Leistungsbilder erheblich erweitert wurde:

"Gerade wir Ingenieure werden damit noch weitaus stärker als bislang in die Verantwortung für die Einhaltung von Zeit- und Budgetplanungen genommen. Dadurch werden die Interessen der Auftraggeber bei geplanten Bauvorhaben hinsichtlich Baukosten und Bauzeit gestärkt. Die Bauherren erhalten also neben einer Qualitätsverbesserung auch ein klares Mehr an Leistung".

Mit dem Blick darauf, dass wie bereits 2009 wieder wesentliche Ingenieurleistungen aus dem verbindlichen Preisrecht herausgefallen sind, kündigte der Kammerpräsident an:

"Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft für die Rückführung der sogenannten Beratungsleistungen, also der Teile X bis XIII und der örtlichen
Bauüberwachung, in den verbindlich geregelten Teil einsetzen".

Krisen – Chancen – Ingenieure

Zum Thema "Krisen – Chancen – Ingenieure" des Ingenieuretages stellte Schroeter klar:

"Wir Ingenieure sind professionelle Problemlöser.  Unser Berufsstand weiß wie kaum ein anderer, dass jede Krise immer auch eine Chance birgt – und findet Wege, Krisen zu bewältigen".

HochwasserGerade die Ingenieure begriffen Krisen immer auch als Herausforderungen, egal, ob es nun um Extremwetterereignisse wie das Hochwasser, den Katastrophenschutz oder um die Herausforderung Energiewende gehe. (Foto Hochwasser: s-eyerkaufer/iStock)

Der Berufsstand der Ingenieure stehe heute mehr denn je nicht nur vor technischen, sondern auch vor ganz neuen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Gerade angesichts der Herausforderungen des energetischen Wandels und vor dem Hintergrund des Klimaschutzes gewännen herausragende Ingenieurleistungen und technische Innovationsstärke weiter an Bedeutung, so Schroeter weiter.

Wenn es um das Planen und Bauen für die Zukunft gehe, dann sei die Energiewende aktuell wohl die größte Herausforderung für unser Land. Schroeter fasste zusammen:

"Die bayerischen Ingenieure und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau stellen sich der Herausforderung Energiewende. Wir Ingenieure sind Brückenbauer der Zukunft und Garanten des Fortschritts. Es sind die Ingenieure, die die Energiewende mit ihren Projekten praktisch und vor Ort umsetzen".
Rede zum Download (PDF)

Staatsminister Herrmann: Ingenieure leisten hervorragende Arbeit

Innenminister Joachim HerrmannDer bayerische Innenminister Joachim Herrmann hob in seinem Grußwort die Bedeutung der freiberuflichen Ingenieure in Bayern heraus und lobte den Berufsstand dafür, dass er Krisen als Herausforderungen und Chancen begreife und Lösungen entwickle:

"Der Berufstand der Ingenieure leistet hervorragende Arbeit und gestaltet die Zukunft unseres Landes im Hochbau und auch beim Bau und Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur maßgeblich mit." 

Freiberuflich tätige Ingenieure leisteten zukunftsfähige Beiträge, so der Minister.  Herrmann forderte, das Jahr 2014 zum Jahr des Wohnungsbaus zu machen. Hier werde angesichts der wachsenden technischen Anforderungen der Beitrag der Ingenieurleistungen immer wichtiger. Auch im Bereich der Energiewende sei der Beitrag der Ingenieure von entscheidender Bedeutung und er hoffe deshalb auch in Zukunft auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Ingenieuren, den Planungsbüros, in Baufirmen und in der Bauindustrie.

Auch das Thema HOAI, auf das Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter in seiner Begrüßung eingegangen war, griff Herrmann auf. Er sprach sich klar dafür aus, dass Ingenieurleistungen angemessen vergütet werden müssen.

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Bestandssanierung von Bedeutung

Prof. Dr. Claudia KemfertMit Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung konnte die Bayerische Ingenieurekammer-Bau eine der renommiertesten Wirtschaftsexpertinnen auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz gewinnen. Kemfert ging in Iihrem Vortrag auf die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende ein und wies auf die Risiken und Schwierigkeiten hin, ging aber auch  auf die Chancen durch die Energiewende ein.

Sie stimmte mit Innenminister Herrmann überein, dass die Sanierung von Bestandsgebäuden ein bedeutender Faktor für das Gelingen der Energiewende sei. In einem 3-Punkteplan für eine kluge Energiewende sprach sich Kemfert dafür aus, ein kluges Marktdesign zu schaffen sowie den Emissionsrechtehandel und die Energieeffizienz zu verbessern.

Ingenieure verbessern Sicherheitslage

Professor Ortwin RennMit Professor Ortwin Renn vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart war ein weiterer international anerkannter Forscher zu Gast beim Ingenieuretag.  Bei seinem Vortrag zum Thema "Das Risikoparadox – und warum wir uns häufig vor dem Falschen fürchten" ging es um Risikoforschung und Technologieabschätzung.

Die Bevölkerung wohlhabender Länder neige dazu, Risiken überzubewerten, erläuterte Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart. Faktisch jedoch habe sich die Sicherheitslage in Deutschland maßgeblich verbessert. Dies sei in vielen Punkten den Leistungen der Ingenieure zu verdanken.

Gesprächsrunde mit den Referenten

In einer vom Fernsehmoderator Dr. Wolfgang Habermeyer geleiteten Gesprächsrunde vertieften Professorin Kemfert und Professorr Renn anschließend ihre Standpunkte. 


Gesprächsrunde  Gesprächsrunde  Gesprächsrunde

Dipl.-Bauing. Crtomir Remec M.Sc., C.E.Grüße aus Europa

Crtomir Remec, der Präsident des Europäischen Rates der Ingenieurkammern ECEC überbrachte in seinem Grußwort die besten Wünscher der europäischen Kammer nach Bayern. Er hob dabei die langjährige und gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau auf der europäischen Ebene besonders hervor.

Zusammenfassung und Ausblick

Prof. Dr.-Ing. Norbert GebbekenZum Abschluss des Ingenieuretages gab Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, der 2. Vizepräsident der Kammer eine Zusammenfassung des Tages und resümierte:

„Die Welt schaut erwartungsvoll auf uns – enttäuschen wir sie nicht!“.

Rede zum Download (PDF)

Impressionen vom 22. Bayerischen Ingenieuretag


Impressionen vom 22. Bayerischen Ingenieuretag  Impressionen vom 22. Bayerischen Ingenieuretag Impressionen vom 22. Bayerischen Ingenieuretag
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Das Programm im Überblick

Moderation

Musik

Termin und Ort

Programm

Zeitungen - Schlagzeilen

(Foto: Brad Pict/fotolia.com)

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Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau dankt den Verbänden für die freundliche Unterstützung zum Ingenieuretag 2014.

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Krisen | Chancen | Ingenieure

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