Rückblick: 18. Bayerischer Ingenieuretag am 22.01.2010 in der BMW-Welt


18. Bayerischer Ingenieuretag: Der Saal war voll besetztMehr als 500 Gäste aus ganz Bayern und dem Ausland feierten am 22. Januar 2010 zugleich das 20-jährige Bestehen der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Dat Thema des ingenieuretags war Kräfte bündeln - Chancen und Perspektiven für Ingenieure im Bauwesen".

Ingenieure aus dem Bauwesen sind die Brückenbauer für die Zukunft, so ein Fazit des 18. Ingenieuretages in der BMW-Welt in München.

Innenminister Joachim Herrmann hob in seiner Rede die hohe Innovationskraft und Kreativität der Ingenieure aus dem Bauwesen hervor. Als Beispiel nannte er neue Energietechnologien: „Modernste Gebäudeleittechnik stellt genau die Energien bereit, die   - abhängig von der Nutzung - gerade benötigt werden“, sagte Hermann.

Innenminister HerrmannEinen zuverlässigen und kompetenten Partner nannte er die Bayerische Ingenieurekammer-Bau. „Ohne die Kammermitglieder, ohne leistungsfähige und kompetente Ingenieure und Architekten könnten wir unser jährliches Bauvolumen von rund 3 Milliarden Euro im Bereich Hoch- und Straßenbau gar nicht umsetzen.“ Um in der noch nicht überstandenen Krise Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stabilisieren, setze Bayern weiterhin auf zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur. „Gute Baukunst ist weder reiner Zierrat noch ein entbehrlicher Luxus – auch in Zeiten knapper Mittel“, so Herrmann. Vielmehr sei sie Grundlage für eine lebenswerte Umwelt und schaffe örtliche Identität. 

Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, berichtete über die Entstehung und Entwicklung der berufsständischen Vereinigung: Bereits zwei Jahrzehnte vor der offiziellen Gründung am 8. Juni 1990 habe es unter dem späteren Gründungspräsidenten Günter Scholz erste Initiativen gegeben. Per Gesetz beschloss schließlich der Bayerische Landtag die Gründung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Über 500 Gäste beim 18. Bayerischen IngenieuretagVorausgegangen waren mehrere leidenschaftliche Reden des damaligen Landtagsabgeordneten Karl Kling für eine Kammer der Ingenieure. Seit der Gründung ist die Anzahl der Mitglieder kontinuierlich gestiegen, von 1.166 im Jahr 1991 auf inzwischen 5.759. Ein Grund für diesen Erfolg sei die von den Ingenieuren von Anfang an gewünschte „Große Kammer“, in der nicht nur die freiberuflichen Ingenieure vertreten sein sollten, sondern auch die Ingenieure aus der Bauwirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst. „Ihre Anliegen vertritt die Kammer in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit mit einer Stimme“, sagte Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter. Es sei Aufgabe der Ingenieure, die Politik darüber zu informieren, welche Projekte am Notwendigsten sind.

Ehrennadel in Gold verliehen

Ehrennadel in GoldErstmals hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau die Ehrennadel in Gold für 20 Jahre Mitgliedschaft verliehen. Die Geehrten waren die ersten Mitglieder und engagieren sich seit Bestehen der Kammer für ihren Berufsstand. Überreicht wurde die Auszeichnung in der BMW-Welt in München von Staatsminister Herrmann.
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Mit Ehrenmedaille ausgezeichnet

Verleihung der Ehrenmedaille an Werner-Hans BöhmMit der Ehrenmedaille, der höchsten Auszeichnung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, sind Regierungspräsident a.D. Werner-Hans Böhm und Dipl.-Ing. Jörg Keßler ausgezeichnet worden.

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Ingenieurkunst und Nachhaltigkeit

Victor Schmitt von SSF„Von der Ingenieurkunst beim Bauen“ sprach Dipl.-Ing. Victor Schmitt, Geschäftsführer von SSF Ingenieure. Das Unternehmen war auch am Bau der BMW-Welt beteiligt. „Wir schaffen kulturelle und langfristige Werte”, so Schmitt.  Er warnte davor, an den Ausgaben für die Bestandserhaltung zu sparen: „Dadurch vernichten wir Kulturgut und Vermögen und hinterlassen unseren Kindern Schrott.”





Prof. Dr. Peter Wilderer hielt eine viel beachtete Rede. Foto: Bayerische Ingenieurekammer-Bau / HaukWeiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen: Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen, Perspektiven eröffnen“ von Prof. Dr. Peter Wilderer. Er ging auf die zunehmende Bedeutung der Ingenieursleistungen ein. Der erfolglose Klimagipfel in Kopenhagen habe gezeigt, dass man sich nicht allein auf die Politik verlassen könne. Die Ingenieure müssten das Heft in die Hand nehmen und regionale Lösungen für die Klimaproblematik anbieten.


Das Schlusswort sprach der 1. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Dipl.-Ing.Univ. Helmut Schütz: Allein durch Verzicht würden die Probleme der Zukunft der Menschheit nicht zu bewältigen sein. „Nur der Rohstoff Geist ist nicht begrenzt”, appelierte er an die Ingenieure.


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 Ingenieur und Baustil Von der Ingenieurkunst beim Bauen
Dipl.-Ing. Victor Schmitt
Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Prof. Dr.-Ing. Drs. h. c. Peter Wilderer

Vorträge von Dipl.-Ing. Schmitt und Prof. Dr.-Ing. Drs. h. c. Peter Wilderer beim 18. Bayerischen Ingenieuretag 2010
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Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau dankt den Verbänden für die freundliche Unterstützung zum Ingenieuretag 2010.


Rückblick auf den 17. Ingenieuretag

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